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Baumpilze im November

  • Hallo zusammen,

    heute hat es endlich wieder einmal für eine kurze Runde gepasst. An Totholz spielt es sich momentan ab, da könnte man die Zeit verlieren...

    Bitte meine Namen wieder nur als Vorschläge ansehen, ohne Mikro geht es bei den Dingern nicht recht weit...

    1 An Nadelholz, teilweise "Laufmeterware", eventuell Antrodia serialis, Pilz, ist sehr zäh, geruchlos

    2 denke hier ähnlich, leichte Kantenbildung und Braunfärbung bereits erkennbar/Melzer neg

    3 Ansatzweise mit Anisduft (da muss es noch kälter werden): Laubholzharzporling

    4 vmtl Buchenhütchenträger

    5 relativ häufig, vmtl der Milchweiße Eggenpilz

    6 Unterseite

    7 einfach ein "Trumm" Zunderschwamm

    8 Polyporus badius

    9 einer der fleischroten Gallertbecher, aufgequollen wie ein Gummibärchen nach einer Nacht im Wasserglas

    10 "Stairway to heaven", eventuell Ockertramete

    11 schwarze Trennlinie wie (fallweise) bei den Schmetterlingstrameten nicht erkennbar

    12 an Laubholz, dünner hautartiger Pilz, teilweise mit Zähnchenbildung, obstartiger Geruch- eventuell eine Phlebia (uda?)

    13

    14

    15 weißen/leicht gräulichen resupinaten Porling an Buche, Geruch unbedeutend, Verfärbung nicht erkannt

    16 an Laubholz diese winzigen Gesellen, massenhaftes Auftreten, vlt zitronengelber Reisigbecherling

    17 an Laubholz, eventuell Phlebia rufa. Für P.radiate gehen mir die orangen Töne ab

    18

    19 kleine Keulchen

    20 ein Schleimpilz, vlt Löwenfrüchtchen? wohl noch zu früh...

    21 violetter Knorpelschichtpilz

    23 auch an Laubholz, leichter Grünton/eigener, schwer beschreibbarer/dumpfer Geruch

    24 vor etlichen Jahren hab ich mal Gloeoporus pannocinctus im gleichen Waldgebiet gefunden/der erinnert mich sehr stark daran

    25 eventuell Hydnochristella himantia, am gleichen Stamm wie vor zwei Jahren/damals von Pablo bestimmt

    26 zum Schluss noch auf einem Stock die Überreste eines Igels, den hat sich wahrscheinlich der Uhu schmecken gelassen, hab a bissal gebraucht bis das ich rausgefunden habe was das ist


    Hoffentlich hab ich euch mit den speziellen Schwammerln nicht gelangweilt...

    Danke für Vorschläge&Verbesserungen,

    LG Joe

  • Lieber Joe


    Deine „speziellen Schwammerl“ sind alles andere als langweilig👍


    Danke herzlich fürs Zeigen und beste Grüsse

    Corinne

    ———————————————————————————————————————————————————————————————————————-------------

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Joe,

    sehr schöne Funde. Dein vermeintliches Löwenfrüchtchen sieht ganz wie Fadenfruchtschleimpilz (Badhamia utricularis) aus.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Joe

    Ich bin auch sehr beeindruckt von den vielen Rindenpilze, viel Arbeit zum bestimmen.

    Danke für das mitnehmen.

    BG Andy

  • Hallo zusammen,

    danke für eure Rückmeldungen, freut mich!

    Veronika danke für den Fadenfruchtschleimpilz:thumbup::thumbup:

    Rigo- ja vielleicht ist es auch der Phlebia radiata, wie gesagt, ich kenne ihn mit mehr orangenen Tönen, kann aber auch leicht passen.

    Schönes Schwammerlsuchen!

    LG Joe

  • Salve!


    Phlebia radiata (Orangeroter Kammpilz) ist sehr variabel und kann auch völlig ohne irgendwelche Orangetöne vorkommen. Manchmal sieht man auch "entfärbende" Fruchtkörper, wo die Fransigen Ränder noch orange sind, aber die inneren Bereiche blass rosagrau. Aber selbst die bunten Fransen an den Rändern können komplett fehlen.
    Phelbia rufa (& co.) hätten ein anders geformtes Hymenophor.


    Bei 9 bin ich unschlüssig: Ist das ein Knäuel aus einzelnen, zusammenklebenden Becherchen, oder eher so ein gehirnartig gewundener Gesamtfruchtkörper? Wenn das Zweite zutrifft, könnte das auch Ascotremella faginea sein.


    Ist 10 und 11 der gleiche Pilz? Dann käme Trametes ochracea schon in Frage, angesichts der unteren, stärker gefärbten Fruchtkörper. Trametes ochracea hat ebenso wie Trametes versicolor eine dunkle Schicht zwischen Hutfleisch und Hutfilz, die ebenso wenig konstant ausgeprägt ist wie bei Trametes versicolor. Das Farbspektrum von T. versicolor ist etwas anders ist als das von T. ochracea (wenn auch das Variationsspektrum von T. ochracea nahezu komplett mit abdeckt), und die Farbe der Trennschicht verhält sich analog zur Farbe des Hutfilzes . Beide Arten können nahezu weißlich sein, an solchen Stellen wäre dann auch die Trennschicht weißlich (bei beiden Arten) und demnach nicht mehr vom Hutfleisch unterschiedbar.
    Auch Trametes hirsuta kann übrigens so eine trennschicht bilden. Wer das aber gar nicht kann, wäre zB Trametes pubescens.


    Ist der Geruch bei 12 irgendwie gärig - obstartig? In einigen Aspekten erinnert das stark an Phlebia nothofagi, die tatsächlich einen sehr merkwürdigen, aber äußerst markanten Geruch verströmen kann.


    Die kleinen Keulchen (19) könnten makroskopisch zu Multiclavula mucida passen. Das wäre dann eine Flechte. Die meisten Flechten sind ja Ascomyceten, Multiclavula aber ein Basidiomycet.


    Gloeoporus pannocinctus (= Ceriporiopsis pannocincta) halte ich für deinen Fund gegen Ende hin für sehr plausibel.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hey pablo,

    besten dank für die ausführliche antwort!

    Den orangeroten kammpilz kannte ich bisher nur mit +- kräftigen orangetönen. Rigo hat es auch schon gewusst, danke.


    die nr 9 sind schon eher einzelfruchtkörper.


    10 und 11 sind die gleichen fruchtkörper


    Den obstartigen geruch bei 12 hab ich schon beschrieben/dann wäre p. nothofagi also eine gute option.


    Danke jedenfalls😁👍

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