Die Frustration erreicht neue Höchststände

Es gibt 24 Antworten in diesem Thema, welches 1.494 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (23. Oktober 2023 um 09:38) ist von MisterX.

  • Hallo Pilzfreunde,

    wir sind sehr frustriert. Bei der heutigen Waldrunde so gut wie kein einziger Pilz im ganzen Wald, obwohl wir schon mehrere Tage Feuchtigkeit haben. X(

    Ich glaube fast schon die Saison fällt bei uns dieses Jahr komplett aus, nachdem schon der Sommer und Frühherbst ein Reinfall war. Zwei Pilzmahlzeiten sind es bisher im gesamten Jahr geworden. Mehr nicht.

    Es freut sich stattdessen der Alnatura Supermarkt, der uns Shiitake Pilze für 37 € das Kilo verkaufen darf ^^

    Ich hoffe ihr habe es besser!

    Viele Grüße,

    Mr. X

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo,

    Ich hoffe ihr habe es besser!

    und wie. Ich war heute Rauchblättrige Schwefelköpfe sammeln und war auch erfolgreich.

    es gab genau ein Exemplar. Bei der Menge werde ich wohl noch ein paar Leute zum Essen einladen müssen.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallöchen,

    wir nix haben besser. Im Südwesten scheinen die Pilze Pause zu machen. Nicht mal Nebelkappen oder Mönchsköpfe, nicht mal Fuchsige. 0. Die nächsten Tage soll's öfter regnen und wieder etwas wärmer werden. Schauen wir mal.

    LG, Diether

  • Ich habe ja die Theorie, dass bei längerer Trockenheit das Myzel teilweise abstirbt und dann erst wieder neu gebildet werden muss. Das dauert dann 1-2 Wochen. Jetzt haben wir aber hier gleich nach der Trockenheit mit über 25 Grad (Mitte Oktober!) gleich einen Temperatursturz gehabt. Einmal gab es sogar Nachtfrost. Da kann das Myzel nur langsam neu wachsen und sich erholen.

    Pilze wird es also wohl frühestens in 1 Woche geben. Dann ist fast schon November...

    Naja, vielleicht läufts wenigstens mit den Winterpilzen dieses Jahr besser.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo Zusammen

    Zum Glück geht meine Pilzsaison von Januar bis Dezember 😊. Zum Bestimmen gibt es mehr als genügend und wer nicht genug hat kann noch auf Pyrenomyceten ausweichen.

    BG Andy

  • Zwei bis drei Wochen sollte es in der Regel nach ergiebigen Regenfällen dauern, bis Fruchtkörper kommen, das stimmt. Ich glaube nicht, dass das Mycel teilweise abstirbt, solche Zellfäden sind extrem regenerationsfähig. Allerdings trocknen sie bei Dürre wahrscheinlich bis zur Inaktivität aus. Danach dauert es, nach erneuter Befeuchtung, eben einen Augenblick länger, bis zur Fruchtung. Das ist aber auch nur meine Annahme, weil ich vergleichbares aus dem Pflanzenreich kenne (z.B.: Hautfarne).

    LG, Diether

  • Hallo zusammen

    Wir hatten dieses Jahr im Sommer viele Pfifferlinge, aber sonst leider auch nicht so viel. Steinpilze waren leider auch nicht so zahlreich zu finden.

    es gab genau ein Exemplar. Bei der Menge werde ich wohl noch ein paar Leute zum Essen einladen müssen.

    Das hat mich gerade an mich erinnert, als ich im August an meiner Schwefelkopfstelle (auf 1800m muss man da eben etwas früher sein) war und genau wie du ein einziges Exemplar fand. ^^ Das war vielleicht eine üppige Mahlzeit.


    Ich bin gerade bei einem Schleierlingskurs in Hornberg und wir hatten leider auch nicht so viel und teilweise nicht so frisches Bestimmungsmaterial (aber zumindest etwas). Wirklich etwas schade, wenn man bei einem interessanten Kurs ist und das Wetter und damit das Pilzwachstum nicht so mitspielen, aber man muss es eben so nehmen, wie es kommt. Hier hatte ich dann auch noch eine Krause Glucke, ein paar Perlpilze und Pfifferlinge gefunden, die ich mir noch zubereitet habe, immerhin gab's eine gute Mahlzeit :) :


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Guten Morgen zusammen,


    wir hatten sehr viele Pilze. Dieses Jahr. Und wenn ich Eure Beiträge so lese, dann tut mir das sehr leid. Weil wie ja ein sehr schönes Hobby haben. Und jetzt traue ich mich ja gar nicht mehr, was zu posten. Ich will Euch ja nicht weh tun. Vllt sollte ich das anders herum sehen. Mit meinen Beiträgen kann ich Euch was schönes wenigstens zeigen.

    Bei uns gabs auch mehr Pfiffis als in den Jahren zuvor. Was mich sehr freut. Konnte ich doch gaaaaanz früher in einer anderen Region viiieeeele Jahre gar keine finden. Ich mag sie sehr gerne ansehen, finden und dann ernten. Und was das verzehren angeht, wird man ja auch sehr erfinderisch. Im Laufe der Jahre.

    Liebe Grüße

    Murmelchen

    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.

  • Hiatamandl 19. Oktober 2023 um 12:03

    Hat den Titel des Themas von „Dir Frustration erreicht neue Höchststände“ zu „Die Frustration erreicht neue Höchststände“ geändert.
  • Zwei bis drei Wochen sollte es in der Regel nach ergiebigen Regenfällen dauern, bis Fruchtkörper kommen, das stimmt. Ich glaube nicht, dass das Mycel teilweise abstirbt, solche Zellfäden sind extrem regenerationsfähig. Allerdings trocknen sie bei Dürre wahrscheinlich bis zur Inaktivität aus. Danach dauert es, nach erneuter Befeuchtung, eben einen Augenblick länger, bis zur Fruchtung. Das ist aber auch nur meine Annahme, weil ich vergleichbares aus dem Pflanzenreich kenne (z.B.: Hautfarne).

    LG, Diether

    hi Diether,


    denke 2-3 Wochen dauert es nur nach Dürre und Hitze. Wenn es richtig trocken war für längere Zeit. Natürlich ist das auch standortabhängig.

    Meine Erfahrungen zeigen, dass im Laub(misch)wald oft 5 Tage reichen, in Nadelforsten etwa doppelt so lange. Oft waren die Steinpilze schon viel zu groß, wenn ich im Laubwald eine Woche nach dem Regen kam. Das ging mir 3-4 mal so, da man sehr oft etwas von einer Woche hört, hier eines der Beispiele:

  • Das ist recht einfach zu beantworten.
    Der Laubwald hat mehr Wasserrückhalt dank tieferer Durchwurzelung, die für mehr Hohlräume im Boden sorgt. Ähnliches gilt für die artenreichere Bodenlebewelt, die ebenfalls die Struktur im Boden verbessert. Hauptsächlich aber ist der Boden im Sommer besser beschattet und Laub leitet Regen besser Richtung Boden als Nadeln, d.h. es verdunstet weniger aus den Kronen bei geringen Niederschlägen.

  • Hallo zusammen

    Hier war es auch zu trocken, aber der Regen ist im Anmarsch, ein Kälteeinbruch hat die hier hervorgelockt:

    Baby- Austernseitlinge, gleicher Baum wie im letzten Jahr.

    Besonders gefreut hat mich dieser hier trotz Trockenschaden:

    Nach 4 Jahren konnte ich wieder einen Dornigen Stachelbart bewundern, an einer neuen Stelle.

    Pfiffis gabs dieses Jahr auch hier reichlich, aber nur in der Höhe, im Tal sind sie ausgeblieben.

    Liebe Grüsse von der Miesmuschel

  • Hey,

    da muss man sich schon schwer zusammennehmen um nicht neidiisch zu werden. Toll! Die Holzverwerter sind oft nicht so abhängig vom Regen.

    LG, Diether

  • Hallo Diether

    Dafür haben wir hier im Südwesten das insgesamt schönere und wärmere Wetter. Soweit ich weiß, ist an der See wieder Sturmflut angesagt, das ist ja auch kein Wetter zum Pilze suchen. Und jetzt ist ja der Regen da, kann's also losgehen mit dem Suchen.

    Bei uns gibt es doch auch einiges, wenn auch nicht zum Verzehr. Zugegeben so appetitlich geputzt, wie bei Jörg, ist das schon verlockend.

    Ich hoffe, sie wächst jetzt wieder weiter. Habe das bei uns an einer Korkenzieherweide.

    Braune Borsten Tramete, bisher 4cm breit und 3cm hoch

    Gruß Bernhard

  • Noch ein paar Tipps: wenn es nur wenig Regen gab, aber es wie jetzt schon etwas kühler ist und weniger verdunstet, gehe zuerst auf Pionierflächen mit Eiche, Birke, usw oder gehe gleich in alte, feuchte Wälder mit größeren Abständen zwischen den Bäumen und dichtem Moosteppich, wo es fast immer irgendwas zu holen gibt (auch dank guter Sicht und starkem Kontrast). Mittelalte Plantagen, welche noch sehr dicht sind mit viel Laub und wenig Licht am Boden brauchen größere Regenmengen wenn nicht durch Zuflüsse versorgt (aber dann kommt alles auf einmal). Folge dem Bach und bevorzuge Flächen mit mehr Totholz. Bei Eichen kann man fast immer Täublinge finden, wenn es nicht staubtrocken ist und natürlich auch Steinpilze, Wasser vorausgesetzt. Sei experimentierfreudig und gehe nicht zu oft auf den selben Wegen. Den Fehler habe ich gern gemacht.


    Zu meiden ist dichtes Heidekraut, das verschlechtert die Sicht erheblich. Nährstoffarme Standorte sind zwar toll für Mykorrhizapilze, bringt aber nix wenn du senkrecht auf die Pilze schauen musst, um sie zu finden. Auch tun sich die FK schwer durch zu dichtes Wurzelwerk nach oben zu kommen.

    Ha

    ha

  • Hallo,

    sorry für den verunglückten Beitrag. Ist dann auch was dazwischen gekommen.

    Miesmuschel

    Eigentlich wollte ich fragen, ob das auch ein Dorniger Stachelbart ist.


    Habe ich heute gesehen an einem interessanten Buchenstamm, der letztes Jahr schon einmal zur gleichen Zeit ca. 8-10 verschiedene FK hervorgebracht hat. Ich glaube sogar auch den gleichen Pilz, nur an anderer Stelle

    Wie gesagt, die letzten 2 Bilder sind von letztem Jahr. Vielleicht kann mir ja da jemand helfen. Die Bilder sind leider nicht so toll, aber vom Habitus könnte ich mir den gleichen Pilz vorstellen.

    Vielen Dank und schönen Abend

    Bernhard

  • Miesmuschel


    Eigentlich wollte ich fragen, ob das auch ein Dorniger Stachelbart ist.

    Hallo Bernhard, bin bei Weitem keine Expertin, aber Buche und die gezeigten Fotos sprechen sehr für den Dornigen Stachelbart. Wie gesagt, erstmals vor 4 Jahren entdeckt, nun endlich wieder. Schön, wenn "Dein" Baumstamm so viele Fruchtkörper hervorbringt. Evtl. den Förster darauf aufmerksam machen, dass der nicht entfernt wird. LG von der Miesmuschel

  • Hallo Bernhard, bin bei Weitem keine Expertin, aber Buche und die gezeigten Fotos sprechen sehr für den Dornigen Stachelbart. Wie gesagt, erstmals vor 4 Jahren entdeckt, nun endlich wieder. Schön, wenn "Dein" Baumstamm so viele Fruchtkörper hervorbringt. Evtl. den Förster darauf aufmerksam machen, dass der nicht entfernt wird. LG von der Miesmuschel

    Das sehe ich auch so. Der Dornge Stachelbart steht auf der Roten Liste. Wie gefärdet er allerdings ist, ist noch nicht geklährt.

    LG, Diether

  • Gestern in zwei Wäldern unterwegs gewesen, einmal Laubwald mit nur ein paar Nadelbäumen, Boden von Laub bedeckt, dicht bewachsen, mosige Stellen, alles sehr feucht. Trotzdem so gut wie nichts. :(

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • wenn der dicht ist, musst nächste Woche nochmal schauen. Hab heute einen mir neuen winzigen Eichenhain entdeckt, da standen gleich mal paar Steinpilze rum. Leider hat der junge FK den drucktest am Stiel nicht bestanden. Haha, während ich mit Handy in der Hand rumrenne, noch einen gefunden (Bild drei, ebenfalls nix mehr).

  • Keine 2 Minuten nach meinem letzten Post von unterwegs hab ich ein großes Vorkommen an Steinis entdeckt. Braucht aber WLAN für soviel Zeug, sonst gibt’s eh irgendeinen Upload Fehler. 2 neue Habitate, das kann sich sehen lassen, auch wenn alles madig und gammelig war, vielleicht kommt ja noch ein Schub oder ein Jahr mit weniger Fliegen.
    Apropos Fliegen: los ging es mit 5 Fliegenpilzen, und zwischen den nächsten 2 Steinis standen auch Mehlräslinge. Am Ende mussten dann die gelbstieligen Trompeten herhalten, damit noch was ins Körbchen kommt.

  • Es ist wie verhext...gestern bei der Waldrunde wieder im ganzen Wald NICHTS. (Laubwald, Nadelwald, auch auf Wiesen)

    Nur ein paar zerflossene Schopftintlinge.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Es ist wie verhext...gestern bei der Waldrunde wieder im ganzen Wald NICHTS. (Laubwald, Nadelwald, auch auf Wiesen) Nur ein paar zerflossene Schopftintlinge.

    Ich habe inzwischen das Gefühl, dass die Pilze dieses Katastrophenjahr vielleicht einfach ganz auslassen.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.