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Nach dem Regen, nun kein Frost mehr, da habe ich geerntet

  • Hallo liebe Pilzfreunde

    Es ist wieder mild, sogar die Sonne ließ sich blicken, da dachte ich an meine zuvor gesichteten Judasohren.

    Habe diesmal sogar an einem Stamm von Holuder, der noch fest verwurzelt war, einige Judasohren schneiden können.

    Dann gab es einige Äste, die flach auf dem Boden lagen und viel Feuchtigkeit gesaugt hatten, die waren voll mit den Ohren.

    Wir werden natürlich jedes Ohr gut prüfen. Hat man Erfahrung, wenn man Abstand vom Schnitt nehmen sollte. Ich meine vom Alter her.

    Wir haben sie alle ins Wasser gelegt und dann gut abgetupft, bevor sie in den Dörrapparat kamen. Gibt es sonst vielleicht Hinweise, die

    zum essen unangenehm wären.




    Manche Judasohren waren bis 10 cm breit, herrlich! Lieben Gruß Fred



  • Hallo Fred

    So weit man das auf den Bildern erkennen kann, sind die Ohren alle im "grünen Bereich"!

    An stehendem Holz sind die Ohren oft sauberer als am liegenden Holz. Am liegenden Holz ist oft Dreck oder so etwas eingewachsen. Mal gegen das Licht halten!

    Ganz, ganz selten schimmeln die Ohren. Schimmel sollte man aber nicht mit weißem Sporenpulver verwechseln.

    Wenn du in der Wohnung Heizkörper hast, kannst du dir das Dörrgerät ersparen. Ohren trockne ich nur auf der Heizung.

  • Hallo Fred (und viele andere aus einigen Posts der jüngeren Vergangenheit)!


    Ich muss sagen, ich bin schon ein bisschen neidisch... ;-)


    Ich erinnere mich, dass ich vor ca. 30 Jahren in meiner alten Heimat (Südharz) mal reichlich Judasohren gefunden hatte. Danach habe ich lange Zeit nicht wirklich aktiv Pilze gesucht, aber auch so zufällig sind mir nie wieder welche in die Finger gekommen, obwohl ich schon viel in der Natur unterwegs bin. Gerade in den letzten Wochen habe ich allerdings hier in der ganzen Gegend (rund um Rheine, nördl. Münsterland / südl. Emsland) gezielt alle Holunderbüsche abgesucht, die ich finden konnte - nichts! Also, wie macht Ihr das nur? ;-)


    (Oder hat jemand Hinweise, dass Judasohren hier in der Münsterland / Emsland Gegend einfach nicht vorkommen???)


    Viele Grüße, und natürlich gönne ich Euch Eure tollen Funde! :-)


    Codo

  • Lieber Codo

    Ich kann Dir nachfühlen. Ich muss hier im Forum auch viele Pilze sehen, die ich auch gern mal finden würde. Man sagt zwar, dass die

    Judasohren nicht nur am Holunder zu finden sind, ich selber habe diese bisher nur an Holunder gefunden.

    Möglichst abgestorbene Stämme und Äste suchen. Holunder steht oft am Waldrand . Viel Nässe sollte es gegeben haben.

    Wie gesagt, ganz viele habe ich an Ästen gefunden, die unmittelbar im Laub auf dem Waldboden lagen.

    Ich denke nicht, dass es bei Euch keine geben soll!




    Gruß Fred

  • Hallo Fred,

    eine schöne Aufsammlung hast du gefunden. Einen Hinweis - du musst die ganz großen Ohren vor dem Trocknen klein schneiden, denn die nehmen sonst ihre natürliche Größe im Essen wieder auf und das ist nicht gerade vorteilhaft.

    Hier noch Bilder von Judasohren, die nicht an Holunder gewachsen sind.

    Oft handelt es sich um Buche, Esche u. a. Laubbäume

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Gerade in den letzten Wochen habe ich allerdings hier in der ganzen Gegend (rund um Rheine, nördl. Münsterland / südl. Emsland) gezielt alle Holunderbüsche abgesucht, die ich finden konnte - nichts! Also, wie macht Ihr das nur? ;-)


    (Oder hat jemand Hinweise, dass Judasohren hier in der Münsterland / Emsland Gegend einfach nicht vorkommen???)

    Hallo Codo, Fred UWE V .Weisheit Thomas u.a.


    Zum Thema "Judasohren": Bei mir im Garten steht ein Holunder ( teilweise abgestorben) an dem immer wieder Judasohren wachsen, allerdings war es letztes Jahr

    so trocken, das die Pilze immer wider eingeschrumpelt sind, aktuell tut sich aber wieder etwas . s Bild1


    Interressant finde ich, das meine Nachbarin einen alten Holunder-Ast zu Deko-Zwecken (???) in einen alten Tontopf gestellt hat, an dem fast ununterbrochen Judasohren fruktifizieren ( Bild2)


    Diesen Unterschied habe ich nicht ganz erklären können. Aber der Ast im Topf kriegt nur spät Abends etwas Sonne und steht auch wohl windgeschützter.

    Ich werde demnächst einen Versuch hierzu machen.

    Wäre vielleicht auch etwas für CODO wenn Ihm Fred einen von den Holunder- Ästen schickt??


    Und nebenbei : was macht Ihr mit den Ohren, ich gebrauche die nur wenn ich "Chinapfanne" koche. ( Mu Err)


    Liebe Grüsse

    Ulrich


    Bild1 " Im Topf" sorry für die miese Qualität, mir war kalt!



    Bild2 ( Holunderast abgestorben, aber Erdverbindung , Halbschatten eher windig)


  • (Oder hat jemand Hinweise, dass Judasohren hier in der Münsterland / Emsland Gegend einfach nicht vorkommen???)

    Hallo , nochmal ich.


    Mir fällt gerade ein , das ich in meiner alte Heimat ( nordöstlich von Münster) auch nie bewusst Judasohren gesehen habe . Ist aber schon sehr lange her.


    Mein Gedanke ist auch nur, ob das möglicherweise am Boden liegen könnte : Münsterland: eher sandig ?? BSA Nordhessen kalkhaltiger Boden.


    karedi Fred : wie ist denn der Boden bei "Deinen" Holunderbäumen??


    lG Ulrich

  • Hallo liebe Veronika, Uwe, Ulrich,Codo

    Es freut mich, dass Ihr nochmal mein Thema aufgenommen habt.

    Zu Veronika, das Kleinschneiden ist natürlich Heides Sache und sie hat es natürlich gemacht. Haben jetzt ein großes Glas getrocknete stehen.

    Wenn wir uns demnächst sehen, kannst Du entscheiden, ob Du welche davon willst. Vielleicht streikt ja Dein Magen,hihi!!

    Ja, Ulrich, auch wir machen die Asiapfanne . Da gibt es tiefgefrorene Asia-Gemüsemischung in der Kaufhalle, lecker!

    Was soll ich zum Boden sagen? Ich wundere mich immer, wie geschrieben wird "sauer, kalkreich, sandig und was nicht noch. Ich sehe jetzt

    überall tiefe Spuren im schwarzen Schlamm, auch lehmhaltig? Wie er nun ist, kann ich nicht sagen. Wenn ich einen Fachmann sehe, ist das

    meine nächste Frage. Ich muss nun mal beobachten, wie und wenn die nächsten Ohren wachsen. Kommt an gleicher Stelle wieder was?

    Kommen noch mehr neue, wachsen sie vielleicht nach? All die Erfahrung muss ich noch machen. Auf alle Fälle ist hier ein Wald, da liegt alles

    kreuz und quer und eben Holunder ist umgebrochen. Die meisten sind ganz unten am Stamm gewachsen, wo es nass war oder eben auf liegenden Ästen.



    Diese Judasohren habe ich stehen lassen, weil ich mir nicht sicher war, ob es auch welche sind. Blasse Farbe und so kreisrund?

    Davon gibt es einige Äste, ich weiß nicht ob ich sie schneiden kann?






    Das Essen ist fertig, Ihr könnt kommen!




    Die haben wir vorhin gesehen, leider kein Korb dabei!





    Lieben Sonntagsgruss

    Heide und Fred

  • Hallo Uwe

    Wenn ich allein gewesen wäre, hätte ich sie auch in die Mütze genommen!!!

    Die bleiben aber stehen, weil bisher keiner danach gesehen hat. Immer sagt man "und so was essen sie?" Andere "ekelhaft!"

    So wird man sowieso dumm angesehen, wenn sie erfahren, dass wir nach Pilze sehen.

    Grüß zur Insel

    die ist so schön. War vielleicht 8 mal in Sellin und Göhren in einem FDGB Ferienheim, mit zwei Kindern, 14 Tage ca. 240,- Mark Vollverpflegung.

  • Hallo,


    was den Bodentyp angeht, habe ich kurz gedacht, dass dieser sich möglicherweise auch in der Holzzusammensetzung wiederfinden könnte (man sagt ja auch Wein nach, man könne schmecken, auf welchem Boden er gewachsen ist), aber vermutlich ist der Effekt, wenn überhaupt vorhanden, verschwindend gering. Dann fiel mir noch ein, dass zwar in der Tat das Münsterland hier (und insbesondere direkt im Rheinenser Umfeld) ausgesprochen sandig ist, und Sandböden sind von der Tendenz her eher saure Böden, allerdings haben wir hier auch einige Kalk-Gebiete, wie das NSG Waldhügel, und auch dort habe ich kürzlich reichlich Holunderbüsche sowie natürlich zahlreiche weitere Hölzer (tot und lebendig) begutachtet, und nicht einen Hauch von Judasohren gefunden. Vielleicht liegt es ja, wie Uwe schreibt, am Wind, den wir hier reichlich haben. An Feuchtigkeit jedenfalls hat es hier diesen Herbst nicht gemangelt... :-)


    Ansonsten lassen sich viele Bodentypen recht leicht festmachen, insbesondere Sandboden merkt man sofort, wenn man ihn zwischen den Fingern reibt. Sand halt... Auf der Gegenseite, Tonböden lassen sich kneten und formen. (Mehr Details z. B. bei https://de.wikipedia.org/wiki/fingerprobe_(boden).) Nadelwälder bzw. die Nadelstreu lässt Böden i. d. R. oberflächlich versauern, und wenn es Karststrukturen (Höhlen, Erdfälle etc.), oder gar Kalk- oder Gipssteinbrüche, wird man immer eher basische Böden haben. Oft kann man es auch schon am Bewuchs festmachen. Kalkböden bilden gern die schönsten und blütenreichsten Trockenrasen. Moore dageben sind immer sauer. Usw...


    Viele Grüße,


    Codo


    PS: Das mit den Zier-Holunderästen im Topf finde ich ja unglaublich! Vielleicht hole ich mir mal Holunderäste und stelle sie mir hier irgendwo feucht, aber windgeschützt auf...

  • was den Bodentyp angeht, habe ich kurz gedacht, dass dieser sich möglicherweise auch in der Holzzusammensetzung wiederfinden könnte (man sagt ja auch Wein nach, man könne schmecken, auf welchem Boden er gewachsen ist), aber vermutlich ist der Effekt, wenn überhaupt vorhanden, verschwindend gering.

    Hallo

    Es muss ja nicht direkt um sauren oder kalkigen Boden gehen. Ich könnte mir auch vorstellen, das möglicherweise auch Schwermetalle eine Rolle spielen könnten.

    Jedenfalls habe ich einige Quellen gefunden in denen beschrieben wird wie extrem stark die Schwermetallgehalte in Holz schwanken können. z.B:

    8048936-vti-expertise-april2010-chemische-zusammensetzung-von-naturbelassendem-holz.pdf

    Und das Holz wird diese Stoffe grösstenteils aus dem Boden geholt haben.....

    Es sind einerseits immer nur Spuren, andererseits weiss man aber auch von anderen Pilzen das diese Schwermetalle anreichern können...


    Ok alles nur Spekulation aber vielleicht geht mal jemand daran so etwas systematisch zu erforschen: es sind durchaus schon sinnlosere Dinge erforscht worden:

    Unsinnige Forschung - Die unsinnigsten Forschungsergebnisse


    LG Ulrich

  • Liebe Pilzfreunde,

    da das Judasohr jährlich immer wieder zu ausführlicheren Beiträgen führt, stelle ich hier noch einmal einen kleinen Beitrag über die Verbreitung des Judasohres in M-V ein.

    Verbreitung Judasohr.pdf

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Das ist ja in der Tat ganz interessant, Veronika, vielen Dank!


    Auch wenn natürlich, wie auch im Text geschrieben, Beobachtungslücken vorherrschen mögen, so zeigt sich doch in der Verbreitungskarte BRD ein auffälliges Fehlen von Beobachtungsnachweisen im gesamten norddeutschen Tiefland, einschließlich Münster-/Emsland. So dass ich hier wahrscheinlich wirklich deutlich geringere Chancen auf Funde habe als in Süddeutschland. Auch Küsten u. Flussverläufe scheinen etwas häufiger mit Funden bestückt. (Vielleicht wohnen da auch einfach nur mehr Leute, die Pilze suchen und melden...).


    Codo

  • Auch Küsten u. Flussverläufe scheinen etwas häufiger mit Funden bestückt. (Vielleicht wohnen da auch einfach nur mehr Leute, die Pilze suchen und melden...

    Haqllo Codo

    Genau so ist es. Auf solche Verbreitungskarten gebe ich nicht viel. Wo ich sammel, sind auch einige Funde eingezeichnet. Ist aber total unvollständig, die Ohren wachsen flächendeckend an jeder "Ecke"!

  • Am Donnerstag habe ich im Münsterland mal etwas gesucht. Auf einer Autobahnraststätte waren extrem viele, ohrentaugliche Holunderbüsche. Alle ohne Ohren (den kompletten Rastplatz abgelaufen - unappetitlich). Auch in Münster selbst gab es einige davon, auch ohne.

    Aber: Selbst an meinen Büschen (wo sie sehr zahlreich sind), finde ich nicht immer welche und ich kenne hier Büsche die ideal währen (optisch) an denen ich aber noch nie welche gefunden habe.

    Im komme dieses Jahr noch öfters in Eure Ecke, vielleicht habe ich das nächste Mal mehr Zeit.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo zusammen!

    Also ich sammle und durchstreife unsere Saarländischen Gewälde schon fast mein Leben lang. Richtig intensiv seit 2001 und Judasohren habe ich in meiner Heimat noch nicht ein einziges mal gefunden! Auch um Sammtfußrübling zu finden musste ich erst meinen Alterssitz im Nordsaarland beziehen.

    LG Rigo

  • Auch hier nochmal 'vielen Dank' meinen Mit-Suchenden! Auch ich habe weiterhin hier in der Gegend die Augen nach Ohren (hihi) offengehalten, aber nicht mal einen Ansatz entdecken können, obwohl ich viele, auch geeignet aussehende (also mit Alt-/Totholz) Holunderbüsche gesehen habe. Es scheint ja noch mehr Gegenden zu geben, wo man vergeblich sucht.

    Bin gespannt, wer hier als erster im Münsterland oder südl. Emsland fündig wird! :-)


    Codo

  • Boah, ja, die sehen wirklich echt aus... Wenn einem mal ein Nicki-Lauda-Unfall passiert, kann man sich ja so'n Ding transplantieren lassen... =O


    Und ja, Warendorf ist zwar schon 'n ganzes Stück weg von Rheine, aber Münsterland... es gibt sie also... :)


    Gruß,


    Codo

  • Nach langer Suche... endlich fündig geworden... gestern an einem Ackerrandstreifen, mit einigen alten Holundersträuchern, die meisten davon wie gehabt, sehen geeignet aus, aber nix dran... dann an einem abgestorbenen Ast, nicht viele, nicht groß, aber der Beweis, dass es sie auch hier im Münsterland / südl. Emsland gibt... :-)


    Codo


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