Grünblättriger Schwefelkopf ?

Es gibt 78 Antworten in diesem Thema, welches 23.550 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Oktober 2020 um 12:18) ist von ReikeT.

  • Daher ist es sicherlich ganz gut, die eigene Nase etwas zu schulen und an den unterschiedlichsten Dingen, die Gerd oben so schön aufgeführt hat zu schnuppern.

    Manchmal können auch gleich die Pilze selber dazu dienen, die Nase zu schulen: Wenn ich irgendwann mal einen Weidenbohrer sehen sollte, erkenne ich ihn bestimmt am Geruch, habe ich bei den Schnecklingen gelernt ^^

    Gerade manche von den Trichterlingen riechen derartig penetrant nach Mehl - wenn man da mal dran geschnuppert hat, erkennt man den müden Abklatsch auch beim Pfannkuchenteig...

    Beste Grüße

    Sabine

  • Daher ist es sicherlich ganz gut, die eigene Nase etwas zu schulen und an den unterschiedlichsten Dingen, die Gerd oben so schön aufgeführt hat zu schnuppern.

    Manchmal können auch gleich die Pilze selber dazu dienen, die Nase zu schulen: Wenn ich irgendwann mal einen Weidenbohrer sehen sollte, erkenne ich ihn bestimmt am Geruch, habe ich bei den Schnecklingen gelernt ^^

    Gerade manche von den Trichterlingen riechen derartig penetrant nach Mehl - wenn man da mal dran geschnuppert hat, erkennt man den müden Abklatsch auch beim Pfannkuchenteig...

    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Sabine ,

    Daher ist es sicherlich ganz gut, die eigene Nase etwas zu schulen und an den unterschiedlichsten Dingen, die Gerd oben so schön aufgeführt hat zu schnuppern.

    Manchmal können auch gleich die Pilze selber dazu dienen, die Nase zu schulen: Wenn ich irgendwann mal einen Weidenbohrer sehen sollte, erkenne ich ihn bestimmt am Geruch, habe ich bei den Schnecklingen gelernt ^^

    Gerade manche von den Trichterlingen riechen derartig penetrant nach Mehl - wenn man da mal dran geschnuppert hat, erkennt man den müden Abklatsch auch beim Pfannkuchenteig...

    Beste Grüße

    Sabine

    Hallo Sabine,

    - es handelt sich z.B. bei "Hygrophorus cossus" (Nichtverfärbender Scheckkling) um den Geruch der "Raupe des Weidenbohrers" (Cossus cossus).

    - Bei "Mehlgeruch" empfehle ich an "Calocybe gambosa" (Mai--Ritterling) oder "Clitopilus prunulus" Mehl-Räsling) zu schnuppern.

    Grüße Gerd

  • Da Geschmachssinn und Geruchssinn sehr stark zusammenspielen, klappt auch oft, handelt es sich um Nahrungsmittel, einfach reinbeißen, gut kauen und gleichzeitig schnuppern. Da es sich bei Aromastoffen um chemische Moleküle handelt, die an Rezeptoren, die in der Riechschleimhaut sitzen, andocken, kann man die "Dosis" durch zerreiben, kauen am Besten im feuchten Zustand erhöhen.

    Bei Mehl klappt das prima, reibt man nasses Mehl zwischen den Fingern, wird der Duft intensiviert. Kaut man Mehl, gibt es ein nahezu identischen Geruch, der in der Nasenhöhle entsteht.

    Der Sommelier macht nichts anderes bei der Weinprobe: durch schlürfen versucht er den Wein so fein wie möglich zu zerstäuben, damit möglichst viele Duftmoleküle frei werden und andocken können. Im Hirn entsteht dan die Verbindung zur Erdbeere, zum Pfirsich, usw.

    Man kann das trainieren und macht auch richtig Spass, weil man neue Welten entdecken kann - die Nase wird leider sehr vernachlässigt.

    schöne bunte Grüße gelBlau

  • drei Tage nicht im Internet und dann ist diese Diskussion hier plötzlich explodiert =D

    Ich finde es toll, wieviele gute Impulse ich hier schon mitnehmen konnte. Interessant finde ich auch, dass ich als längst nicht 70 jähriger einen super klaren Geruch von Mehl abgespeichert habe, was vermutlich aber daher kommt, dass mein Großvater eine Bäckerei hatte und die Vergleichsbeschreibung Mehr stimmt bei einigen Pilzarten wirklich unheimlich gut. ähnlich gut wie Kartoffelkeller beim gelben Knolli, wie ich erst kürzlich für ich verinnerlicht habe.

    Auf jeden Fall möchte ich der Pilz-Community, also Euch (/uns), hier mal ein dickes Lob aussprechen: es gibt vermutlich so viele Internetforen, wie Sandkörner am Warnemünder Ostseestrand. Aber fast nie gibt es ein Forum, in dem so kontrovers, auf gleichzeitig so hohem Niveau diskutiert wird und wo zeitgleich so respektvoll mit anderen Meinungen, Erfahrungen und Empfindungen umgegangen wird, wie hier. Echt toll. Nur dieses hohe Kommunikationsniveau macht diesen Ort mE zu einem so nachhaltigen Ort des Lernens. Danke.