Gymnopus sp.?

Es gibt 10 Antworten in diesem Thema, welches 3.199 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. Januar 2021 um 08:27) ist von Marcus.

  • Hallo,

    diese Pilze sah ich am 02.10.2020 in einem Schilfgürtel eines Kiessees in der Mitte Sachsen-Anhalts unter Birken, Hutdurchmesser ca. 0,5 bis 4 cm:

    VG Marcus

  • Hallo Marcus

    Für mich ist das einer der vielen weißen Trichterlinge. So rein vom Bauchgefühl her würde ich sagen dass es ein Rinnigbereifter Trichterling ist, aber das ist eher spekulativ.

    Der Geruch und ein Sporenabdruck währen hier sehr hilfreich gewesen.

    VG Lukas

    • Offizieller Beitrag

    MoinMoin!

    Falls der nach Marzipan gerochen haben sollte, wäre er bestimmbar. Aber das hättest du wohl sicher so erkannt. Ansonsten würde ich bei "Clitocybe spec." bleiben, also einer der vielen weißlichen Trichterlinge mit eingewachsener Hutbereifung.
    Wobei das auch zwei Arten an einem Standort sein könnten, denn zumindest bei einem ist der Lamellenansatz nicht gerade typisch für einen Trichterling...


    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo,

    vielen Dank für deine Ausführungen. Ich meine auch, einen Marzipangeruch hätte ich erkannt. Mal schauen, vielleicht ergibt sich in den nächsten Tagen noch einmal die Gelegenheit, bei den Pilzen vorbeizuschauen.

    VG Marcus

  • Hallo zusammen,

    inzwischen war ich noch zweimal an dem Fundort. Und: Nicht alles was einen weißlichen Hut hat, gehört zur gleichen Art. Also für mich wachsen da in der Tat zwei Arten:

    1. ca. 3 cm Hutdurchmesser, pilzartiger Geruch:

    vom 24.10.2020:

    Hier die Aufnahmen vom 31.10.2020:




    2. Hutdurchmesser zwischen 3 und 7 cm, unauffälliger Geruch

    Hier die Aufnahmen vom 24.10.2020:

    Und nun noch die Bilder vom 31.10.2020 - die Tropfen an den Lamellen sind getrocknet:

    Der aufgeschnittene Pilz vom 24.10.2020 hat sich etwas verfärbt.

    Bei der Bestimmung, gerade von Pilz Nr. 2, haben mir die Tropfen an den Lamellen leider nicht weitergeholfen. Für den Tränenden Saumpilz (Lacrymaria lacrymabunda) passt allein der Hut nicht. Und auch die anderen beiden Vertreter der Gattung (mehr als drei Arten kommen wohl in Europa nicht vor, Saumpilze – Wikipedia), passen nicht. Und für einen Milchling sind die Tropfen zu dunkel.

    Kurzum: Mit den beiden Pilzen komme ich nicht weiter.

    VG Marcus

  • Hallo Marcus

    Ich muss dir jetzt schon mal ein Lob aussprechen.

    Ich finde es toll, dass du nochmals den Fundort aufsuchst und uns weitere Bilder zustellst. Vorallem gefällt mir nun auch die gezielten Aufnahmen der einzelnen Merkmale plus auch erste Bestimmungsversuche.

    Ich kann nur meine Vermutung kundtun.

    #1 Clytocybe (evt. Clitocybe candicans, neuer Name Leucocybe candicans)

    #2 Hebeloma (evt. Hebeloma cavipes)

    LG Andy

  • Hallo Andy,

    naja, es bringt ja in der Tat nichts, immer wieder neue Pilze an x Orten zu finden, die man am Ende nicht bestimmen kann. Und da sich mancher Pilz ja weiterentwickelt, macht so ein neuer Besuch aus meiner Sicht durchaus auch Sinn. Klappt nicht immer - manchmal ist der Pilz weg oder der genaue Fundort nicht mehr erinnerlich, v. a. wenn er etwas abseits des Weges liegt oder aber aktuell könnte auch eine dicke Laubschicht auf den Pilzen liegen.

    VG Marcus

    • Offizieller Beitrag

    Servus!


    Die Fälblinge dürften eher rettichartig riechen und sollten in die Artengruppe um Hebeloma crustiliniforme s.l. gehören.


    LG; Pablo.

  • Hallo Pablo,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Also rettichartig würde ich den Geruch nicht beschreiben können. Kann aber auch an meiner Nase liegen.

    VG Marcus

  • Hallo zusammen,

    auch bei Leucocybe candicans schaute ich am 13.11.2020 noch mal vorbei:

    Und unweit daneben war weiterhin Hebeloma sp.:

    Den Geruch würde ich als stechend beschreiben, ohne ihn näher spezifizieren zu können. Also z. B. Rettich hat meine Nase nicht erkannt.

    Der abgeschnittene Pilz sieht doch deutlich dunkler aus:

    VG Marcus