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Gruss aus den Alpen

  • Liebe Pilzbegeisterten

    Wie sagt man so schön, will man Hygrophorus /Schnecklinge entdecken lohnt es sich jetzt in etwas höheren Lagen in Wiesen ca. 2 bis 3m neben dem Nadelwald hochzulaufen.

    Fundhöhe: 1200müm

    Ich wurde nicht enttäuscht, bin ein richtiger Fan von dieser Gattung geworden 😅

    Viel Freude meiner Funde.

    LG Andy


    #1 Hygrophorus pudorinus (Orange-Schneckling)

    Kommt oft vor, riecht harzig-terpentinartig.


    #2 Hygrophorus chrysodon (Goldzahn-Schneckling)


    #3 Hygrophorus discoideus (Braunscheibiger Lärchen Schneckling)



    #4 auf diesen Fund habe ich mich sehr gefreut.

    Hygrophorus erubescens (Rasiger Purpur-Schneckling)




    Aber es fanden sich auch noch andere Gattungen/Arten


    #5 Hygrocybe pratensis (Orange-Ellerling)


    #6 Tricholoma spec ( Ritterling)

    Hier bin ich gespannt auf morgen ob sich die Lamellen evt. Rosa verfärben dann könnte es den Rötender Ritterling sein.

    Tricholoma orirubens.


    #7 noch ein alter Parasol, nichts mehr für die Pfanne.

    Trotzdem schön die Lamellen waren wie einzelne Buchseiten zum blättern....was wohl dieser bereits erlebt hat.

    Wir werden es wohl kaum in Erfahrung bringen können.





  • Hallo Andy,

    wirklich tolle Schnecklinge gehen da bei dir auf. Bei uns konnte ich bisher nur den Frost-, Schwarzpunktierten und Verfärbenden Schneckling finden. Ich finde die Schnecklinge auch eine sehr interessante Gattung.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Servus, Andy!


    #6 hat sich nicht verfärbt, oder? Hätte mich auch überrascht, wenn das was Anderes als Tricholoma terreum wäre. Die rötenden Arten sehen schon noch ein wenig anders aus, bilden normalerweise auch deutlich kräftigere Fruchtkörper.


    Tolle Schnecken hast du da jedenfalls. :thumbup:



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo

    Danke für dein Feedback.

    Du hast natürlich recht, hat sich nicht verfärbt.....

    Ich habe zusätzlich noch ein Stück gekaut und keine Schärfe festgestellt. Wir können diesen somit unter Tricholoma terrum archivieren.

    LG Andy

  • Super Andy!


    Ganz tolles Schnecken-Kino!


    Danke für die Bestimmung des Goldzahnschnecklings. Hab ich kürzlich gefunden und kam nicht dazu mich näher damit zu befassen!


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Andy


    Sehr schöne Bilder, besten Dank. :thumbup:Da ich diesen Herbst auch Schnecklinge gefunden habe und sie mir etwas genauer angesehen habe, wollte ich mal bei euch nachfragen, was die grössten Unterschiede zu Ellerlingen sind? So viel ich weiss, sind Schnecklinge, im Unterschied zu Ellerlingen, Mykorrhiza – Pilze und daher im Normalfall an bestimmte Bäume gebunden. Schnecklinge fühlen sich ja richtig schleimig an, Ellerlinge sollen sich, was ich gelesen habe, eher nicht so schleimig anfühlen. Gibt es denn eigentlich auch gute optische Unterschiede, denn für mich sehen beide teilweise ziemlich ähnlich aus? Falls ja, was sind die wichtigsten? Oder muss man sie erfühlen und den Fundstandort beachten, damit man eine richtige Einschätzung geben kann?


    Besten Dank schon im Voraus.


    LG

    Benjamin

  • Hallo Benjamin

    Besten Dank für deinen Input.

    In der Tat wenn beide in der gleichen Wiese enthalten sind, muss man die einzelnen Exemplare gut anschauen.

    Aus meiner Sicht fühlen sich die einzelnen Lamellenblätter beim Ellerling weniger elastisch, und leicht dicker an - >als jene bei den Schnecklinge. Ausserdem siehst du bei den Ellerling am Lamellenboden die Querverbindungen

    (= Anastomosen). Das Merkmal ist jedoch in jungen Stadium nicht so ausgeprägt, aber unter dem Binokular oder Lupe sollte man es sehen.

    Am besten mal ein Orange-Schneckling (Hygrophorus pudorinus) und ein Orange Ellerling (Cuphophyllus pratensis) Gegenüberstellung.

    LG Andy



  • Hallo Andy


    Vielen Dank für diese sehr guten Tipps. Das wusste ich alles noch nicht und hilft mir sehr weiter. Vor allem das mit den Querverbindungen (Anastomosen) ist wirklich sehr hilfreich. :thumbup:Sieht aus wie kleine Äderchen, die am Lamellenboden oder auch an den Lamellen entlanglaufen. Ich habe es mir auch gerade am Orange-Schneckling / Ellerling angesehen und man sieht den Unterschied wirklich gut.


    LG

    Benjamin

  • Guten Morgen zusammen,


    ja was Andy, superklasse und wow zu den Funden der Schnecklingen. Und erst die Bilder, zum Niederknien. Ich liebe Schnecklinge, denn sie haben eine derart schöne Anordung der Lamellen.


    Ich hatte dieser Tage den Marzipanschneckling. Und habe mich das erste Mal dran getraut, ihn zu verkosten. Hast Du schon mal welche probiert?


    Und ja Ellerlinge sind oft auch auf Wiesen zu finden. Der Jungfernellerling z. B. Fast ähnlich groß wie ein Schneckling.




    @ Benjamin,


    Das Goldblatt hat auch Querverbindungen. Das habe ich in natura aber noch nie gesehen.




    Murmel

  • Hallo Murmel


    Besten Dank für den Hinweis. Vom Goldblatt habe ich zwar schon gehört, aber das mit den Querverbindungen wusste ich noch nicht. Gibt es abgesehen von den Ellerlingen und dem Goldblatt noch weitere Pilze mit diesem Merkmal?


    LG

    Benjamin

  • Ich hatte dieser Tage den Marzipanschneckling. Und habe mich das erste Mal dran getraut, ihn zu verkosten. Hast Du schon mal welche probiert?

    Hallo Murmel

    Und danke für dein Feedback, freut mich..

    Der Hygrophorus pudorinus wird bei uns im Jura verspeist bzw. In Essig eingelegt, mir schmeckt das nicht..... Der Geschmack nach Terpentin ist halt schon vorhanden.

    Der Hygrophorus chrysodon, ist Essbar aber ohne besonderen Geschmack .... Meine Beurteilung.

    Das gleich gilt für Hygrophorus discoideus, außerdem ist da nicht viel Fleisch vorhanden.

    Hygrophorus erubescens ist Schützenswert und ausserdem ungenießbar.


    Aber die Hygrocybe pratensis ist das Syn. Nun heisst er ja Camarophyllus pratensis schmeckt sehr gut, aber ist auch Schützenswert. Ich habe mir erlaubt jene welche ich für das Fotosujet verwendet habe zu verwerten.


    Aber sonst erfreue ich mich eigentlich an jedem neuen Fund und Speisezwecke ist sekundär.


    LG Andy

  • Herzlich willkommen Patrick

    Und viel Spaß und Freude hier im Forum.

    Aber aufgepasst einmal im Bann, lässt es einem nicht mehr los😉

    LG Andy

  • Vielen Dank Andy!


    Ja, das Gefühl habe ich jetzt auch schon. Es ist interessant, was man hier so alles findet und superspannend. In meiner Familie und im Freundeskreis interessiert kaum jemand für dieses Thema, deshalb finde ich es wirklich schön, dass es hier viele Gleichgesinnte gibt, die sich für dieses Thema auch so begeistern können wie ich.


    LG Patrick

  • Patrick, schön, dass Du zu uns gefunden hast!


    Ja manchen von uns lässt das Thema nicht mehr los - gut so! macht Freude!


    Komme gerade vom Reifenumstecken retour und musste 20 min warten... in der Zeit bin durch die benachbarte Siedlung spaziert. und was soll ich sagen, selbst da sieht man überall Pilze - man kann gar nicht mehr anders.


    Gezohnter Ohrlappenpilz, Buckeltramete, Birkenröhrlinge, Judasohren und einige nicht näher bestimmbare Pilze ließen sich selbst in dem doch ungewöhnlichen Gebiet finden.


    viel Spaß und lg

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo CH-Andy


    Ich habe gerade meine Bilder nochmal durchgeschaut und dabei einen gefunden, wo ich mir nicht sicher bin, was es sein könnte. Leider habe ich damals nur ein Foto gemacht und der Pilz war leider auch nicht mehr so frisch. Ich denke es könnte eventuell ein Ellerling sein. Was denkst du/ihr?



    Besten Dank schon im Voraus.


    LG

    Benjamin

  • Hallo Benjamin

    Schwierig zum sagen, durchaus möglich. Aber wie du schon selber beschrieben hast, handelt es sich um ein älteres Exemplar.

    Da gibt's nur eins, Standort merken und nächstes Jahr nochmals vorbeischauen. 😉

    LG Andy

  • Hallo Andy


    Vielen Dank für deine Antwort. Ja, Leichen sind oft schwierig zu identifizieren, deshalb habe ich sie damals auch gar nicht erst hier im Forum eingestellt. ^^ Aber wie du geschrieben hast, werde ich im nächsten Jahr auf jeden Fall mal nachsehen, ob ich an der Stelle wieder was finden kann. :thumbup:


    LG

    Benjamin

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