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Alte Baumpilze

  • Hallo,


    am 17.01.2021 zog es mich raus - Pilze suchen. Ein bisschen Entzug ist schon da. Die Ausbeute: Naja, sie hält sich in Grenzen. Drei verschiedene nicht mehr junge Baumpilze.


    Hier der erste Fund:


    An einer Baumscheibe, Laubbaum, vielleicht Pappel, sah ich diese Pilzgruppe, Hutdurchmesser 8 bis 13 cm, pilzartiger Geruch. Mit der Bestimmung mache ich es mir selbst mit so alten Pilzen, hier waren auch schon Untermieter eingezogen, nicht unbedingt leicht. Aber was sehe ich: Zwischenlamellen - haben aber doch ziemlich viele Arten. Dann ist da der Ring am Stiel - damit ist mein erster Verdacht (Ziegelroter Schwefelkopf (Hypholoma lateritium)) raus. Und Ring - da war doch was. Hallimasch? Vielleicht Dunkler Hallimasch (Armillaria ostoyae)? Geruch passt. Hut - sehr variabel, wie auch bei den bisher hier im Forum bestimmten Vertretern erkennen musste - könnte auch passen. Lamellen - für mich passen sie auch, passend zum Alter sind sie dunkel. Und Stiel - Spitze meist heller - passt aus meiner Sicht auch. Aber bestimmt habe ich wieder etwas übersehen ...




    Bei meinem zweiten Fund muss ich noch schauen, ob ich selbst drauf komme. Und den dritten und letzten Fund - hier schaute ich einfach nur bei diesen Pilzen Baumpilz noch mal vorbei. Es war für mich nicht uninteressant. Die Aufnahmen werde ich in den nächsten Tagen unter dem Link einstellen.


    VG Marcus

  • Grüß Dich Marcus!


    also wenn es Pappel ist, dann trag Pappel mal in die 123-Pilzsuchmaschine im Textfeld ein. Vielleicht noch Holzbewohner und Lamellenpilz anklicken. Dann solltest Du die möglichen Pilze schon sehr gut eingrenzen können.


    bin gespannt, was Du dann für wahrscheinlich hältst!


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Hilfe. Ja der Tipp mit der Pappel ist echt gut. Nach den weiteren Einschränkungen blieben dann auch nur noch Pappelritterling (Tricholoma populinum) und Pappel-Schüppling (Hemipholiota populnea) übrig. Und nach der Hutstruktur und dem Stiel (Ring), und ich meine auch gesägte Lamellen zu sehen. kann es doch wohl nur Pappel-Schüppling (Hemipholiota populnea) sein, oder?


    Endlich mal ein Pilz, bei dem Name und Wirt passen, und mir hilft es bei der Bestimmung trotzdem nur mit großer Hilfe.


    VG Marcus

  • Hi Marcus!


    genau! Pappelschüppling! :thumbup:


    Naja, große Hilfe ist relativ.

    Pappel hast Du ja selber schon vermutet. Und dass der Pilz nun an Holz wächst und Lamellen hat ist offensichtlich.


    Probiere die nächsten Male in der Pilzsuchmaschine eben solche Angaben einzugeben. Da kommt oft eine sehr sinnvolle Auswahl heraus.

    Wenn mal nix dabei ist, dann bei unsicheren Merkmalen unterschiedliches ausprobieren, oder weglassen. Es kann ja nichts schlimmes passieren.


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Super Marcus!


    Die Fruchtkörper waren auch schon recht stark verwittert. Das ist auch ein bisschen eine Besonderheit bei Pholiota und auch Hemipholiota, weil die sich doch oft ziemlich hartnäckig gegen die letzten Schritte der Vergänglichkeit stemmen. Fruchtkörper in dem Zustand können bei geeigneter Witterung gelegentlich noch Monate überdauern.


    Viele Grüße

    Reike

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Beiträge.


    Probiere die nächsten Male in der Pilzsuchmaschine eben solche Angaben einzugeben. Da kommt oft eine sehr sinnvolle Auswahl heraus.

    Wenn mal nix dabei ist, dann bei unsicheren Merkmalen unterschiedliches ausprobieren, oder weglassen. Es kann ja nichts schlimmes passieren.

    In der Tat. Ist ja aber auch nicht so häufig (aber eben auch nicht ganz selten), dass Pilze den Baum, an dem sie wachsen, auch im Namen tragen (abgesehen davon bin ich nun nicht der Experte, der Bäume bestimmen kann, noch dazu ohne Laub).


    Die Fruchtkörper waren auch schon recht stark verwittert.

    Aber immerhin noch so gut erhalten, dass eine sichere Bestimmung (soweit dies anhand von Fotos möglich ist) erfolgen konnte.


    Ein alter Pilz wartet noch auf mich. Heute nicht mehr, wahrscheinlich erst am Wochenende.


    VG Marcus

  • Die Fruchtkörper waren auch schon recht stark verwittert. Das ist auch ein bisschen eine Besonderheit bei Pholiota und auch Hemipholiota, weil die sich doch oft ziemlich hartnäckig gegen die letzten Schritte der Vergänglichkeit stemmen. Fruchtkörper in dem Zustand können bei geeigneter Witterung gelegentlich noch Monate überdauern.

    Hallo,


    allein schon ein Grund, noch mal zu schauen, wie nach fast zwei Monaten die Pilze aussehen. Wenn der Fundort nicht so markant gewesen wäre - ich hätte sie wohl nicht wiedererkannt:



    VG Marcus

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