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Ist das ein Dachpilz?

  • Das ist mein erster Stiel-mit-Hut-Pilz des Jahres, Fund vom 14. April 2022 auf ca. 800 Meter Höhe, im Fichtenwald, genau genommen neben einem Fichtenast, ganze drei Stück, zwei große, ein kleiner. Ich habe nachgegraben, ob der Stiel auf einem vergrabenen Holzstück angewachsen ist, das war nicht der Fall oder jedenfalls nicht für mich erkennbar. Der Stiel ist gedreht gefasert ohne Ring und Knolle. Am Fundort war der Pilz eher grau, nach 24 Stunden trocken und eher braun mit dunkleren Stellen in der Hutmitte. Die Lamellen weisen nach 24 Stunden einen dunkleren Rand auf. Das Sporenpolver ist wie auf dem Foto am darunterliegenden Hut erkennbar weiß, würde also nicht zum Rehbraunen Dachpilz passen. Der Stiel lässt sich nicht so leicht vom Hut trennen, wie ich das schon einmal beim Rehbraunen Dachpilz gemacht habe. Die Lamellen haben eine Ausbuchtung zum Stiel hin. Als Pflanzenbegleiter ist mir der Seidelbast aufgefallen. Könnte mir jemand seine Einschätzung dazu geben?






  • hallo

    Schau doch mal beim Frühlings-Weichritterling (Melanoleuca cognata) nach. Auf dem zweiten Bild sehe ich weisse Sporenfarbe, somit kann es kein Dachpilz sein weil dieser ja ein Rosasporer ist.

    BG Andy

  • Hallo zusammen


    ich hatte am 20.02. dieses Jahr auch neben Fichten auch ein Fund gemacht, bei dem ich auf den Frühlings-Weichritterling getippt hatte. Die blaue Hutfarbe erschien mir aber etwas untypisch. Sorry, die Bilder sind nicht so aussagekräftig.


    Beste Grüsse

    Corinne




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    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Corinne

    Schwierig zu deinem Fall, ich sehe zu wenig Merkmale. Der Fruchtkörper ist auch ziemlich durchnässt und somit verändert.

    Ich kann da kein Tipp abgeben, ist schon ziemlich frühes auftreten 20.02. auf welcher Höhe?

    BG Andy

  • Hallo Andy

    Vielen lieben Dank für deine Bemühungen. Gefunden auf ca 500 Höhenmeter. Ja es erschien mir auch früh. Wollte deshalb den Fund auch ad acta legen.


    Mit Morcheln ist bei mir leider immer noch nichts. Trotz Eschen und Regen. Dafür gibts in Massen Anzeigerpflanzen.. Fülle meine Dörrgläser im Moment halt mit Kräutern. Sind ja sehr gesund..☺️


    Beste Grüsse und schöne Ostern

    Corinne

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    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Auch schöne Ostertage.... Es sollte nun schon einige Funde möglich sein..... Sie verstecken sich jedoch sehr gut. 😉

  • Morgen!


    Bei Goswalds Pilz würde ich auch einen Weichritterling (Melanoleuca) vermuten. Bei Corinnes Pilz ist halt die Frage, ob die Lamellen tatsächlich frei sind (vom letzten Bild her sieht es so aus), und welche Farbe das Sporenpulver hat (müsste man im Abwurf beurteilen). Je nach dem, wie es sich mit den beiden Details verhält, würde ich da dann einen Dachpilz (Pluteus spec.) vermuten. Ein Märzschneckling ist das nicht, theoretisch möglich wäre noch ein Rötling (Lamellen angewachsen - ausgebuchtet; Sporenpulverfarbe rosabraun) oder ein Breitblatt (Lamellen angewachsen, Sporenpulverfarbe weiß), für letzteres erscheint aber die Hutoberfläche komisch, nicht radialfaserig genug.



    LG; pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Danke auch dir vielmals Pablo für deine Erläuterungen. Schaue mir deine Varianten an.

    Liebe Grüsse

    Corinne

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    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Und an was denkst du?

    BG Andy

  • Hey,

    der helle Hutrand und das ganze Erscheinungsbild, auch das sooo frühe erscheinen führen mich zum Dachpilz. So eng eingrenzen, wie der "Raubvogel" das macht, würde ich hier bleiben lassen.

    LG Rigo


    Nachtrag: P. cervinus gibt es auch früh und auch im Nadelgehölze. Und da das so ist, ist vieles möglich.

  • MoinMoin!


    Die Radialfaserung ist beim Breitblatt meistens deutlicher und gleichmäßiger, die Hutoberfläche weniger speckig, weniger knubbelig-verdellt - aber das muss ja nicht allzu viel heißen. Darum ja auch der Hinweis, was noch zu prüfen wäre (Lamellenansatz + Sporenpulverfarbe), weil das in diesem Fall schon notwendig ist, um überhaupt mal sicher zu einer Gattung zu gelangen.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hey,


    So eng eingrenzen, wie der "Raubvogel" das macht, würde ich hier bleiben lassen.



    Hey Jungchen,


    der Raubvogel hat "wo was " eingegrenzt?


    Zitat

    "Geschätzt, geraten & nicht wissend"


    hab' ich geschrieben, :party:


    Wenn es den ein Dachpilz ist, will eine weitere Bestimmungshürde gestemmt werden, Pluteus cervinus vs. P. pouzarianus. Geht nur mikroskopisch zu unterscheiden, Besondere Funde 2021 - Teil 3 restliche Pilze auf Holz und andere Nichtblätterpilze sowie ein paar Ascomyceten - Funga Austria


    Seas Pablo,

    so ähnlich läufts im APR mit den Rätzeln ab. Werde daher 2022 auch nicht daran teilnehmen, :wink:



    lgpeter

  • Hey Peter,

    ich habe das so verstanden, als hättest du hier.

    Pablo hat ein feines Näschen für solche Funde, es könnte auch ein pcervinus01.php sein.

    einen möglichen Pilz beim Namen genannt. Und da hätte ich dann doch lieber Pluteus spec. oder so gesagt, dear Oldman ;)


    LG Rigo

  • Servas Rigo,


    du bist ein Jahr jünger als ich, somit sind unsere wechselseitigen Anreden stimmig, :)


    Eine Bestimmung des angefragten Pilzes wird's nicht geben, die freigewordene Bühne überlasse ich gerne




    Noch 'ne Kleinigkeit zur momentanen Pilzsituation, es :rain: schon wieder, bestens.


    lgpeter

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