Kleines Rätsel

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 1.193 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (7. September 2023 um 10:35) ist von Corinne.

  • Hallo zusammen,

    ein kleines Rätsel aus Schweden:

    Was denkt ihr über die Essbarkeit dieser beiden Täublinge: Beide essbar, beide giftig, oder einer so - einer so (und wenn dies, dann welcher was?)?

    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    ein Pilz von oben ist leider genauso wenig aussagekräftig wie ein Käfer von unten. Wenn es sich dann auch noch um Täublinge handelt geht eigentlich gar nichts mehr da die teilweise alle möglichen Hutfarben entwickeln können. Aus reinem Spaß sage ich einmal

    Spoiler anzeigen

    Russula paludosa

    Mal sehen ob sich unserer beiden Täublingsspezis zu Wort melden?

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Sabine,

    Ein Rätsel - schon klar, aber nur nach Hutfarbe grenzt dies an Raterei. :P

    Dürfte man nach einem Foto mit Lamellenansicht verlangen?

    Spoiler anzeigen

    Aber ich will ja kein Spielverderber sein und rate: Essbar

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Liebe Sabine


    Danke fürs Rätsel.

    Ist für mich rein mit den beiden Aufnahmen in der Tat ein grosses Rätsel 😊 Ich tippe mal rechts auf r. paludosa und links auf r. decolorans. Somit wären beide essbar.


    Bin gespannt, wie die Lösung aussehen wird.

    Beste Grüsse

    Corinne


    Edit: ups, während des Verfassens meines Beitrages sind mir bereits zweit Experten zuvorgekommen

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Sabine,

    kannst du einen Tipp geben? Ein Rätsel macht ja nur dann Spaß, wenn man nicht völlig ins Blaue hineinraten muss und wenn es - wenn auch versteckte - Anhaltspunkte zur Lösung gibt. Zumindest zur Größe oder zum Begleitbaum könntest mal was sagen.

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    Keiner giftig, keiner essbar, beide leicht und verzögert scharf, Russula lundellii.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo zusammen,

    auf vielfachen (verständlichen) Wunsch:

    Tut mir leid, dass die Qualität so räudig ist. Das ist zwar eine Ausschnittsvergrößerung, aber ich hatte das Foto mit der "richtigen" Kamera gemacht und hätte angenommen, dass das kein Problem wäre.

    Die beiden Exemplare haben im Vergleich zum oberen Bild die Plätze getauscht.

    Die beiden standen etwa 3-4 m voneinander entfernt, und beiden nächstgelegen war eine Birke. Im Einzugsbereich gab es aber auch noch zumindest Kiefer und Fichte.

    Der Hutdurchmesser beträgt jeweils etwa 5 cm.

    Und natürlich gibt es einen versteckten Anhaltspunkt: Was könnte mich dazu bewegt haben, ein dermaßen beklopptes Rätsel einzustellen? 😂

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo zusammen,

    jetzt bin ich auch bei

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    Russula decolorans

    oder

    Spoiler anzeigen

    Russula velenovskyi

    obwohl es mMn immer noch nichts gibt, auf das sich diese Vermutung stützen ließe. Insbesondere, dass alles mögliche als Baumpartner angegeben wird, hilft nicht wirklich. Immerhin stimme ich der Aussage zu: dass das Rätsel bekloppt ist. Und deswegen unspaßig ist.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

    Einmal editiert, zuletzt von StephanW (6. September 2023 um 15:30)

  • Hallo zusammen,

    danke für eure fleißige Teilnahme trotz der Beschwerden ;)

    Aber da das Rätsel ja eh für mehr Verwirrung als Freude gesorgt hat, löse ich mal auf.

    Für mich war der Anlass für das Rätsel, dass ich die beiden Pilze, die so nahe beieinander standen und bei demselben Baum, und sowohl von oben als auch von unten für mich erstmal soweit gleich aussahen, als zur selben Art gehörig eingetütet hatte und zunächst nur an einem geknabbert hatte (da es der scharfe war, war ich sowieso nicht so erpicht, den anderen auch noch zu probieren).

    Ich legte sie dann zum Absporen aus, und zu meiner Überraschung hatte der eine davon am nächsten Morgen einen grauen Stiel - der andere nicht!

    Den graustieligen Täubling habe ich dann doch noch probiert - tatsächlich mild.

    Ich habe nur nach "essbar oder nicht" gefragt, weil ich mir angesichts meiner offensichtlich mangelnden Erfahrung und den beschränkten diagnostischen Möglichkeiten nicht sicher bin, was das für Kandidaten sind.

    Den graustieligen würde ich, wie von Jabaa und StephanW in den Ring geworfen, für den Orangeroten Graustieltäubling (R. decolorans) halten.

    Ob der scharfe R. velenovski ist (er roch zumindest leicht obstartig, aber nicht so stark, dass der Unterschied zum Graustieligen mir gleich in die Nase gefahren wäre), oder R. intermedia, oder noch was ganz anderes - keine Ahnung. Ich kann noch beisteuern, dass die Huthaut zu etwa einem Drittel abziehbar ist, und vielleicht erkennt man es auf den Fotos nicht: Der Rand ist leicht gerieft.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    was kam denn beim Absporen heraus? Beim Scharfen ein 4er-Sporenpulver? Dann wäre ich doch wieder bei R. lundellii/intermedia wie er wohl heutzutage heißt.

    Im übrigen denke ich, dass in dieser Angelegenheit eine gewöhnliche Anfrage zielführender gewesen wäre, da das Rätsel ohnehin wohl nicht abschließend aufgelöst wird. Dass unter demselben Baum wachsende gleichfarbige Täublinge verschiedenartig sein können, ist ja nicht unbekannt. Deshalb macht man ja Geschmacks- und Sporenpulverproben oder traktiert die armen Pilze mit Chemie.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan,

    fieserweise kam beim Absporenlassen noch nicht mal was raus - bei keinem der beiden 😥. Die Lamellen sind noch mehr oder weniger weiß, aber wenn sie eh nicht absporen, sagt das vermutlich nichts.

    Keine Ahnung, wieso die nicht wollten - aus einigen der vielen anderen Täublinge hier habe ich mir jetzt schon ein paar hübsche Referenz-Sporenfarben erzeugt.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo huehnchen69,

    ich für meinen Teil finde das Rätsel eigentlich gut. Auch wenn man etwas im dunkeln stochern muss und nicht alles hat was man für die Bestimmung bräuchte. ich kenne es nur das man oft einfach schon einen Frauentäubling bestimmt, obwohl man einfach den Hut betrachtet hat. Dabei könnte es eigentlich auch noch was anderes sein wenn man nur den Hut anguckt. So lernt man Pilze einfach schon mit so wenig wie Möglich in eine Kategorie einzuordnen. In seltenen Fällen kann es auch dann falsch sein, aber ist ja nicht schlimm wenn man die dann auf den zweiten Blick erkennt ;). Am Ende soll es ja einfach ein Rätsel sein :) .

    Am Ende sollte der Rätselsteller, aber die Pilze bestimmt haben;), was ich nicht als Kritik meine sondern nur als witzige Anmerkung nebenbei ^^. Ich habe mich jedenfalls über dein Rätsel gefreut, aber erst was geschrieben als ich mehr zu sehen hatte. Also ich war ein Feigling und habe mich erst spät getraut 8o.

    Viele Grüße

  • Hallo Sabine,

    wie scharf war er denn? Sofort oder allmählich? Junge Täublinge können schon mal leicht scharf schmecken ohne, dass sie zu den scharfe Arten gezählt werden. Wenn der deutlich scharf war, bleibt nur die von Stephan vorgeschlagene Sektion (Scharfe, rothütige Dottersporer = Maculatinae) übrig. Klassische Speitäublinge (Hellsporer) mit so einem warmen Orangerot gibt es nicht.

    VG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

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  • Lieber Thiemo, lieber Stephan


    Ich war mit wenigstens wenn auch nur mit bescheidenen 50% mit r. decolorans dabei. Mit r. paludosa lag ich jedoch komplett daneben, auch jetzt bei Betrachtung der weiteren Aufnahmen.🫣


    Darf ich hierzu noch eine Frage stellen?

    Ich hatte mir im Vorfeld auch noch den (wohl seltenen) r. globispora angeschaut, jedoch sollte dieser gilben. Wird globispora nun definitiv als Variation zu dem von Stephan erwähnten r. intermedia gezählt?

    Siehe auch Kommentar in Marxmüller r. Icones: „Sollte es sich herausstellen, dass Malençons Art mit R. globispora identisch ist, müsste der Pilz aus Prioritätsgründen R. straminea heißen.

    (gemäss Wikipedia: Russula intermedia, Syn.: Russula lundellii, Russula mesospora)


    Herzlichen Dank und beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Corinne,

    Russula globispora, den ich vergangenes Jahr zum ersten Mal finden konnte, ist gemäß meiner Aufsammlung auf dem Hut matt ledergelb mit vereinzelten orangenen bzw. rötlichen Flecken. Das Bild in MARXMÜLLER finde ich sehr zutreffend, den Pilz hatte ich auch mit diesem Werk bestimmt. Damit sieht R. globispora farblich schon sehr anders aus als diese Fotopilze hier.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Corinne,

    Russula globispora, den ich vergangenes Jahr zum ersten Mal finden konnte, ist gemäß meiner Aufsammlung auf dem Hut matt ledergelb mit vereinzelten orangenen bzw. rötlichen Flecken. Das Bild in MARXMÜLLER finde ich sehr zutreffend, den Pilz hatte ich auch mit diesem Werk bestimmt. Damit sieht R. globispora farblich schon sehr anders aus als diese Fotopilze hier.

    FG

    StephanW

    Danke Stephan für deine Erläuterungen zu r. globispora. Er wird somit wohl als eigenständige Art gezählt.

    Beste Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.