Der Tod steht ihm gut

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 2.604 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (26. Oktober 2019 um 10:43) ist von Beachwolle.

  • Hallo zusammen,

    ich möchte heute diese wunderschönen aber auch sehr gefährlichen Gesellen mit euch teilen, der einen immer wieder faszinieren.

    Falls ihn jemand noch nicht kennen sollte, gilt es heute einen neuen, wichtigen Pilz zu lernen.

    Gattung Wulstlinge (=Knollenblätterpilze): Faserblätterpilze mit Knolle an der Stielbasis, meist weiße, am Stiel ausgebuchtete-freie Lamellen und helles Sporenpulver. Mit Gesammthülle (Reste an Hut und Stiel) und Teilhülle (Manschette/Ring).

    Der gezeigte Pantherpilz Amanita pantherina hat eine Knolle mit wulstiger Kante, wie eingepfropft und erinnert damit an Bergsteigersöckchen. Der vergängliche Ring ist ungerieft (nicht längsfurchig). Der Hut ist meist bräunlich und am Rand gerne gerieft. Sein Geruch ist rettichartig. Er gilt als klassischer Doppelgänger des essbaren Perlpilzes und Grauen Wulstlings.

    Giftstoffe: Ibotensäure/Muscimol und Weitere führen nach 15 Minuten bis 2 Stunden zu meist anitcholinergen Reaktionen (Herzrasen, Sehstörungen [geweitete Pupillen], Mundtrockenheit, Verwirrtheit bis hin zu Delir und Koma) sowie Rauschzuständen. Vergiftungen können tödlich enden u.a. durch Kreislaufkollaps.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo,

    wunderschöne Bilder und prägnant beschrieben! :thumbup:

    Wichtig, da der Panther, zumindest hier, zur Zeit ein regelrechter Massenpilz (wie andere auch) ist und viele Leute im Wald immer wieder sehr verunsichert nachfragen.

    LG Thomas