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Neben totem Birkenstamm

  • Hallo Marcus,

    also den hier sag ich dir nochmal: Hebeloma crustuliniforme (Geruch übrigens nicht neutral, sondern stark rettichartig), aber ab jetzt könntest du dir ruhig mal ein Pilzbuch schnappen und deine Funde selbst zu bestimmen versuchen.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

    Einmal editiert, zuletzt von StephanW ()

  • Hallo StephanW,


    vielen Dank für die Bestimmung dieses Pilzes.


    Mein bisheriges Pilzbuch kennt leider nur gut 100 Pilze. Viele Pilze, die hier bereits bestimmt worden sind, sind da leider nicht drin. Ich muss also leider erst mal losziehen und mir ein richtiges Pilzbuch kaufen.


    VG Marcus

  • Hallo Marcus, weshalb den leider? Ich freue mich riesig über jedes neue Buch das zu meiner Sammlung dazu kommt. Ich muss mich mittlerweile bremsen, weil ich zum Teil für sehr gute Literatur einiges an Geld investiert habe. Aber es lohnt sich......

    Dazu kommt dann ein eigene Übersichtsliste mit den verschiedenen Quellenangabe. Das kann schon mal einige Zeit in Anspruch nehmen, ist aber hoch spannend....

    Ich kann dir empfehlen mal in einem Pilzverein zu schnuppern, tolle Leute guter Austausch schöne Vielfalt plus Lernerfolg.

    LG Andy

  • Hallo Andy,


    vielen Dank für deinen Beitrag.


    Allein aus Platzproblemen muss ich mich bei Büchern bremsen. Toll wäre ein Pilzbuch mit den Pilzen der Region. Zu meinem kleinen Pilzbuch: Auch wenn es schon 30 Jahre alt ist, wird es noch heute gelobt, wie ich gerade im Internet gelesen habe. Nur finde ich eben nicht Arten aus dem Buch, sondern andere. Dafür gibt es einfach auch zu viele Pilzarten. Insoweit ist es bei Vögeln etwas einfacher - bei 300 Arten in dem Buch ist mir bislang nur eine begegnet, die nicht enthalten ist.


    Die eigene Übersichtsliste in Excel ist im Aufbau, besteht im Wesentlichen aus Name (ggf. mit Etymologie, klar: hilt für die Bestimmung nur sehr begrenzt) und Zuordnung, Fundort, -datum.


    Pilzvereine sind offenbar in meiner Gegend sehr rar. Bei einer Suche im Internet bin ich bislang auf keinen gestoßen. Ich kann mich auch nicht erinnern, schon mal von einem derartigen Verein in meiner Gegend etwas gelesen/gehört zu haben.


    VG Marcus

  • hallo Marcus!


    also ich finde ja die Pilzsuchmaschine mit all den Portraits schon sehr hilfreich! Hier sind im Übrigen über 3600 Pilzrten beschrieben.
    das reicht doch wohl für die ersten paar Jahre! :wink:

    Man muss sich halt mit den Merkmalen die man auswählen kann eingehend beschäftigen, dann bekommt man bald ein gutes Gespür

    , was sich wo wie auswirkt bezüglich den verbleibenden Pilze. Eine diesbezügliche Beschreibung ist bei den jeweiligen Punkten nachzulesen.


    damit habe ich schon seeehr viel gut einschränken können. Einfach mal probieren.


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Alex,


    ja, die Pilzsuchmaschine. Ich werde sie in Zukunft stärker nutzen. Leider war ich bislang wenig erfolgreich - entweder ich hatte noch zu viele Pilze in der Auswahl (und sah dennoch keine Übereinstimmung) oder ich hatte den für mich passenden Pilz nicht dabei, ohne dass mir bewusst war, ein Merkmal unrichtig erfasst zu haben. Aber dies hält mich nicht ab. Und bei so vielen Funden kommt es ja auch zu Wiederholungen und ich kann mit den eigenen Bildern abgleichen.


    VG Marcus

  • Ich muss also leider erst mal losziehen und mir ein richtiges Pilzbuch kaufen

    Hallo Marcus,

    ja, das solltest du auf jeden Fall tun. An deinen Anfragen merkt man, wie sehr du für dieses Thema brennst. Bei jedem Hobby hat man Ausgaben, und die sind beim Pilzhobby noch relativ gering.

    Weißt du überhaupt, wie witzig es ist einen selbst gefundenen Pilz mit eigener Literatur selbst bestimmt zu haben? Einmal gemacht, und du willst nichts anderes mehr.

    FG

    Stephan

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan,


    inzwischen sind einige Monate vergangen. Ein aktuelles Pilzbuch habe ich leider noch nicht erworben - die Auswahl ist einfach zu groß. Und ich wollte so ein Buch auch mal in der Hand halten, was aktuell durch die Schließung der Buchläden leider nicht möglich ist, bevor ich mich zum Kauf entschließe. Aus Platzgründen möchte ich Fehlkäufe vermeiden.


    Nun brauche ich sicher kein Buch, in dem alle ca. 4.000 Arten enthalten sind, die in Deutschland vorkommen. Aber um die 100 verschiedene Arten kamen allein im letzten Herbst bei mir zusammen, also in etwa so viel, wie in meinem vorhandenen Pilzbuch enthalten sind. Bei einigen hätte mir das Pilzbuch in der Tat helfen können/müssen. Aber nicht immer konnte ich Beschreibung/Zeichnung und meine Fotos zusammenbringen.


    Und hier bei der Gattung Hebeloma stößt mein Buch an seine Grenzen - es kennt die Gattung nicht; und unter der früheren Gattung Agaricus fehlt die Art. Es muss also spätestens bis zum Herbst ein neues Pilzbuch her (gern natürlich deutlich früher). Nur welches passt zu mir?


    Ach, ich möchte mal wieder Pilze in der Natur sehen. Aber Temperaturen unter -10 °C und eine dicke Schneedecke bremsen mich doch etwas aus.


    VG Marcus

  • Hallo, Marcus!


    Das perfekte Buch gibt es nicht.

    Es gibt auch kein Buch, in dem alle Pilzarten drin sind (das sind in Mitteleuropa - nicht Deutschland, denn Pilze interessieren sich nicht für willkürliche ausgedachte "Grenzen" - auch eher 40000 als 4000 !!!), aber 100 sind schon arg wenig.
    Eine gute Sache wäre es, wenn man sich für den Anfang mit zwei Büchern eindeckt, dann kann man auch immer mal wieder hin und her vergleichen.
    Beispiel wären zB Parey's und BLV-Pilzführer (groß), weil beide ein recht hohes Artenspektrum zeigen, die Bilder und Beschreibungen vergleichsweise wenig Fehler enthalten, und beide sich ganz gut ergänzen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Marcus,

    so wie ich dich und deine Art Pilzwissen zu erwerben einschätze, müsste dir das 6-bändige Werk MICHAEL/HENNIG/KREISEL, Handbuch für Pilzfreunde weiterhelfen. Das Werk wurde schon ewig nicht mehr neu aufgelegt, daher nur noch antiquarisch zu erwerben (mehr als 20 bis 25 Euro pro Band sollte das nicht kosten), aber da sind schon sehr viele Pilze drin, dazu kommen ganz viele grundlegende Aufsätze und Aufsätzchen, die einen im Grundverständnis enorm weiterbringen. Als ich so weit war wie du jetzt bist, hat mich das Werk sehr gut vorangebracht. Dann hätte ich als Tipp noch die "Pilzwanderungen" von ENGEL (ebenfalls nur antiquarisch), das ist ein paar Nummern kleiner, bringt aber auch viel für das Grundverständnis. Auch das ist ein Pilzbuch eher zum Lesen als zum Bildergucken, aber ich glaube genau so etwas fehlt dir noch.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Servus Marcus,


    Pablo's Empfehlungen teile ich, leider gibt es den Pareys Pareys Buch der Pilze: Über 1500 Pilze Europas Kosmos-Naturführer: Amazon.de: Bon, Marcel: Bücher nur noch zu saftigen Preisen.


    Bleibt der große Pilzführer, der sehr gut für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet ist, Der große BLV Pilzführer: Der BLV-Klassiker – vollständig aktualisiert und noch benutzerfreundlicher Natur: Amazon.de: Gerhardt, Ewald: Bücher Wenn du links ins Bild klickst und dann scrollst gibt's eine kleine Vorschau. Für € 21,95 erschwinglich und passt in jeden Rucksack, ich habe ihn immer dabei.


    Leider hat meine Kontaktaufnahme mit der VAPKO bisher noch kein Ergebnis erbracht, 123Pilzforum aber du kannst die einzelnen Brief googeln. Für einen Anfänger verständlich verfasst und vor allem kostenlos. Brief 1 brief 01 - einige hauptgruppen von pilze.pdf


    @ Servas Stephan,


    zu den Bänden von Michael/Hennig/Kreisel kann ich nix schreiben, ich habe sie nicht. Franz Engel's Pilzwanderungen aber sagen mir etwas, vermutlich habe ich einen Beitrag von ihm hier gelesen, POLLICHIA e. V. - Arbeitskreis Pilze Eine wahre Fundgrube sind's, die Beiträge von Hans Dieter Zehfuß. Wer weiß zB schon, auf welche Kappe der Irrtum mit dem Silberlöffel-Test für giftige Pilze geht?


    LG

    Peter

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Buchtipps. Leider ist es auch hier so wie ich befürchtet habe: Das perfekte Buch gibt es nicht (kann es wahrscheinlich auch nicht geben). Schade, dass die älteren umfangreichen Werke nicht aktualisiert neu aufgelegt werden. Aber abgesehen davon, dass sich zwischenzeitlich zahlreiche wissenschaftliche Bezeichnungen geändert haben (merke ich ja auch an meinem kleinen Pilzbuch aus den 1980ern) mag ich ein neues Buch mehr (auch wenn ein neues Buch insgesamt nicht zwingend besser sein muss).


    Vor einigen Monaten war ich mal auf dieses Werk: Handbuch Pilze (Buch (gebunden)), Pelle Holmberg, Hans Marklund gestoßen und daneben hierauf: Pilze (Buch (gebunden)), Thomas Læssøe. Doch ich fürchte, in beiden Werken fehlen zahlreiche Arten, denen ich bereits begegnet bin.


    Momentan spricht für mich sehr sehr viel für den BLV-Pilzführer (groß). Dieses Buch wird bestimmt in den nächsten Tagen auf meinem Schreibtisch liegen ...


    VG Marcus

  • Hallo, Marcus!


    Wenn's noch umfangreicher sein soll: Ziemlich beliebt derzeit sind die "Fungi of temperate Europe" in zwei Bänden.
    Gutes Nachschlagewerk (2-bändig), natürlich auch etwas hochpreisiger, sehr niedrige Fehlerquote (zumindest ist mir bisher nichts aufgefallen) und sehr aktuell. Text allerdings auf Englisch.
    Gute Ergänzungen dazu oder auch zum BLV - Pilzführer wären Bücher, die auch was zur Methodik, zu Bestimmungen generell erklären, oder sogar einen guten Gesamtschlüssel enthalten, wie zB "Die Pilze Deutschlands" von Christoph Hahn & Jürgen Guthmann. Da sind dann allerings weniger Arten geführt und beschrieben, gerade der Schlüssel soll aber sehr tauglich sein (habe ich selbst noch nicht ausprobiert).
    Auch empfehlenswert: "Grundkurs Pilzbestimmung" von Rita Lüder, weil man da eben sehr viel erfährt über die Beobachtung von Pilzen, über Methodik und Herangehensweisen. Das wären dann sinnvolle Ergänzungen zu Nachschlagewerken, die man dann ja auch braucht, um Arten zu vergleichen.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Markus,

    Erwähnen sollte man auch noch die Kauf-App 123Pilze. Dann hat man die auf den Geräten und muss nicht immer den langwierigen Ladeprozess abwarten (zumindest bei mir). Und das Buch dazu "1700 Pilze" von Herta Haimerl und Wolfgang Bachmeier. Beides finde ich super und sehr preiswert.

    LG, Antonio

  • Servus Marcus,


    die " 1.700 Pilze" sind einzigartig und ihr Geld allemal wert. Weil man beim durchblättern Gattungen/Arten findet, die man zuvor nicht als Pilze vermutet hätte. Unbedingt kaufen.


    Was sich damit für dich nicht klären lässt stellst hier ein, mit entsprechenden Aufnahmen und vor allem danderer wichtigen Details wie Fundort, Geruch, Geschmack usw.


    Pablo hat mir das pilzliche gehen beigebracht (sic!), wird er dir auch,


    LG

    Peter

  • Hallo zusammen,


    "Der große Pilzführer" ist da. Und ja, ich habe zahlreiche Pilze wiederentdeckt, die hier im Forum bestimmt worden sind (nochmals vielen Dank an euch und dieses tolle Forum). Ob ich mit dem Buch in der Hand selbst drauf gekommen wäre, in wenigen Fällen vielleicht ja, aber in vielen Fällen wahrscheinlich nicht. Einige Pilze bin ich einfach mal durchgegangen. Und gerade beim Rehbraunen Dachpilz bin ich mir ziemlich sicher, den hätte ich anhand des Fotos nicht erkannt. Die Beschreibung trifft es aber auf jeden Fall. Manchmal wünschte ich mir einfach mehr Aufnahmen eines Pilzes (Schnittbild etc.), aber dann hätte das Buch ein ganz anderes Format oder es wären deutlich weniger Arten drin und ich sollte eben auch mal lesen.


    Und nein, es soll keinesfalls Kritik an dem tollen Buch sein (nochmals vielen Dank für den Tipp), aber den Fettigen Schuppling (Pholiota lucifera)habe ich nicht gefunden ...


    Es dauert natürlich etwas, sich einen Überblick über die vielen Arten zu machen. Bevor ich die nächste Anfrage einstelle (ein Pilz ist schon gefunden), werde ich mein Glück versuchen, ihn zu bestimmen.


    Aber "1700 Pilze" reizt mich schon, und noch viel mehr "3600 Pilze". Letzteres Werk erscheint erst wieder Ende März. Also noch ein bisschen Überlegungszeit (auch für die Frage, wohin mit 5 Bänden und 13,6 kg, wie viel laufende Meter muss ich einplanen?).


    VG Marcus

  • Hallo Peter,

    Wer weiß zB schon, auf welche Kappe der Irrtum mit dem Silberlöffel-Test für giftige Pilze geht?

    wow, cool, das steht da irgendwo drin? In welchem der Artikel denn? Das hat mich ja schon ewig mal interessiert. Steht das mit der Zwiebel auch dabei?


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Peter,

    Nein,


    die Marktfrauen sind daran nicht schuld, :party:


    Genauer lesen , :wink:

    das verstehe ich nicht.


    Die letzten beiden Absätze auf Seite 44 bis zum Ende des Zitats auf Seite 45 verstehe ich genau so:


    Ab Seite CXX von Die essbaren Schwämme

    des Österreichischen Kaiserstaates beschreibt

    er neben weiteren Abstrusitäten wie z.B. [...] Theorien,

    die von Wiener Marktfrauen herrühren sollen:

    Es giebt schlechterdings keine allgemeinen

    charakteristischen Merkmale der giftigen

    Schwämme. [...]

    Will man Schwämme prüfen, ob sie essbar

    oder giftg seyen? so verdienen folgende

    Methoden als vorzüglich empfohlen zu

    werden.

    Man lege einen Silberlöffel und eine

    geschälte Zwiebel in die Brühe und lasse sie

    eine geraume Zeit mit den Schwämmen

    ohne anderen Zusatz kochen. Lauft der

    Löffel an oder wird die Zwiebel schwärzlich;

    so sind die Schwämme für giftig zu halten.


    Was verstehst du da anders?


    Beste Grüße

    Sabine

  • Liebe Sabine,


    Die Quelle des Unsinns ist rechts unten nachzulesen,


    Es ist weitgehend in Vergessenheit geraten, dass L. Trattinnick mit dem vorgestellten Buch die Märchen von der Erkennungsmöglichkeit von Giftpilzen an deren
    Fleischverfärbung bei Anschnitt oder
    Anbruch, giftigen Pilz-Gerichten durch das
    Mitkochen einer Zwiebel oder in Kontaktbringen mit einem Silberlöffel etc. in die
    Welt gesetzt hat. Durch die außerordentliche Seltenheit der Edition ist der Ursprung
    dieser Informationen jedoch weitgehend
    „verschütt gegangen“.


    Übrigens,

    Marktfrauen hatten damals keine Silberlöffel, :wink:



    LG

    Peter



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