Schwefelporling an Weide

Es gibt 18 Antworten in diesem Thema, welches 5.969 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. Juni 2021 um 05:13) ist von mutschkela.

  • Wirklich phantastisch, gratuliere. Was die Kostprobe betrifft, sind sie jedoch an der Grenze, wo sie zäh und trocken werden. Möglichst junge Teile nehmen! Guten Appetit!

  • Was die Kostprobe betrifft, sind sie jedoch an der Grenze, wo sie zäh und trocken werden

    Hallo Max

    Ich sehe das wie Ulrich, wenn die Fruchtkörper groß und flach werden, dann sind die zäh! Es gibt dann Sammler, die kochen die so lange, bis die wohl weich werden und keinen Geschmack mehr haben. Dann kommen Gewürze ins Spiel. Na ja, jeder wie er es mag.

  • Hallo Max

    Der Schwefelporling ist nur jung essbar. In der Regel gilt: solange man den Pilz wie Butter und ohne Wiederstand mit einem Messer durchschneiden kann, gilt er als jung, sonst ist er zäh.


    LG Hubi

  • Ich hab mir ein paar junge Scheiben abgebrochen und von denen die zartesten Teile zehn Minuten vorgekocht. Zum anschließenden Panieren kam es nicht mehr, weil ich den Pilz nach erster Verkostung schon direkt abgeschrieben habe. Saurer Geschmack, tintenfischartige Konsistenz, absolut widerlich. Vielleicht werde ich nochmal ganz ganz junge Exemplare ausprobieren, wenn sie noch aussehen wie Bauschaum oder Watte und noch gar nicht aufgeschirmt sind. Denke aber eher nicht. Bäääääääähhhhhhh einfach abartig!

    Aber gut, die Meinungen gehen bei Pilzen extrem weit auseinander. Ein Pilz z.B. der überall niedergemacht und für absolut minderwertig gehalten wird, ist der Kuhröhrling, den ich persönlich super lecker finde. Dafür kann ich wiederum nicht verstehen, wieso man Schopftintlinge essen sollte. Zerfasern wie Papier und schmecken auch so.

    Immer wieder mal was neues ausprobieren, das halte ich für wichtig.

  • Hallo Max

    Ich denke du bist hier schlichtweg falsch angegangen 😉. Es gibt tolle Rezepte, diese gelingen natürlich nur mit auch der geeigneten Ware in guter Qualität. Dein Fund halte ich auch schon etwas zu alt......... Ist ja mit den anderen Lebensmittel nicht anders, ein alter Salat schmeckt kaum in der besten Salatsauce 😉.

    Wo ich dir recht gebe ist der Eigengeschmack, entweder mag man ihn oder eben nicht.

    z. B. Der Perlpilz kann ich zubereiten wie ich will er schmeckt mir einfach nicht.

    LG Andy

  • Perlpilze finde ich richtig klasse.

  • Lieber Max

    Klar, über Geschmack... An Deiner Stelle würde ich aber doch noch einmal den Schwefelporling im "Bauschaum-Stadium" probieren. Ich habe ihn sowohl direkt in der Pfanne gebraten (dann Petersilie) als auch gekocht und paniert. Allerdings 15 Minuten. Der unangenehme saure Geschmack ist dann weg. Bei einem Abendessen mit zehn Personen hat allen geschmeckt, was sie da zum ersten Mal aßen. Bei der Gelegenheit eine Frage (nicht nur an Dich): Ich habe irgendwo gelesen, dass Laetiporus sulphureus zweimal im Jahr fruktifiziert. Lässt sich demgemäss erwarten, dass ich an derselben Stelle, wo ich im Frühjahr etwas gefunden habe, im Herbst einen frischen Pilz finden werde?

    Viele Grüße,

    Ulrich

  • Hallo Ulrich,

    die Möglichkeit im Herbst wieder einen Pilz an gleicher Stelle zu finden, besteht schon, ist aber nicht grundsätzlich so.

    Zur Zubereitung noch eine Bemerkung - Warum kocht du den Schwefelporling? Ich paniere die besten Stücke , aber nur mit Mehl und Ei und braten sie in Butter.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Liebe Veronika

    Danke für die Auskunft. Wegen Kochen: Irgendwo hatte ich gelesen, 15 Minuten seien nötig, um irgendwelche negativen Auswirkungen zu vermeiden. Aber dann werde ich es bei nächster Gelegenheit ohne Kochen versuchen - obwohl es an den gekocht panierten Stücken nichts auszusetzen gab.

    Vile Grüße,

    Ulrich

  • Der Schwefelporling ist - zumindest in der CH- einfach als Problem Pilz eingeordnet in dem Sinne, dass er zu individueller Unverträglichkeit neigt. Daher beim ersten Mal kleine Portionen essen.
    lg Jens

  • Hallo Andy,

    Der Perlpilz kann ich zubereiten wie ich will er schmeckt mir einfach nicht.

    so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Ich finde den einfach lecker weil der so anders ist als der allgemeine Röhrlingsmatsch^^.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Andy,

    Der Perlpilz kann ich zubereiten wie ich will er schmeckt mir einfach nicht.

    so unterschiedlich sind die Geschmäcker. Ich finde den einfach lecker weil der so anders ist als der allgemeine Röhrlingsmatsch^^.

    VG Jörg

    Hallo,

    Da kann ich nur zustimmen! Ich finde ihn auch super. Was ich gerne mache ist größer Stücke zu panieren und als Petty auf einen Burger legen - himmlisch!

    Meiner Meinung nach ist der Schwefelporling einer der Pilze die extremes Potential haben. Als kostengünstiger, natürlicher Fleischersatz zum Beispiel.

    Wem er nicht schmeckt der kann daraus Papier machen oder Klamotten in einem wunderschönem gelb färben.

    Was soll ich sagen, ich liebe den Schwefelporling einfach ^^

    Liebe Grüße

    Flo

  • Hallo Flo,

    ich meinte aber Perlpilze und nicht den Schwefelporling:wink:. Die habe ich bisher nur an Eiche und Fichte gefunden und da schmeckt der absolut nicht. Meinen wunderbaren, butterweichen Fund vor zwei Wochen an Robinie habe ich mir nicht getraut zu probieren.

    Robinien sind ja bekanntlich giftig.

    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Jörg

    Der Fund könnte evtl interessant für Die Studie sein die vor kurzem referenziert wurde . Die haben doch um solche Funde gebeten …

    Lg Jens

  • Hallo

    Ich weiß jetzt nicht, welche Studie du meinst, Jens, aber die DGfM sucht nach Schwefelporlingen an giftigen Wirten, also Robinie, Eibe, etc.

    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.

    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

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