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Riesenkrempentrichterling ?

  • Hallo zusammen,


    ich habe heute diese schönen Pilze im Wald direkt neben einer Fichte gefunden.

    Sie sind für die Größe (10cm - 20cm) ziemlich schwer und sehr festfleischig.

    Von einem habe ich eine kleine Scheibe ein paar Minuten lang angebraten - die Konsistenz war immer noch sehr fest.



    Könnten das Riesentrichterlinge sein ?


    Die Beschreibung (Riesenkrempentrichterling, Riesenkrempenritterling = LEUCOPAXILLUS GIGANTEUS (SYN. LEUCOPAXILLUS CANDIDUS PAXILLUS GIGANTEUS, ASPROPAXILLUS GIGANTEUS)) pass schon sehr gut, alllerdings

    Allerdings kein Hexenring. Von meiner kurzen Internetrecherche her hatte ich auch eher den Eindruck, dass es sich beim Riesenkrempentrichterling eher um einen Wiesen-Pilz handelt.


    Beste Grüße,

    rumpel

  • Hallo rumpel360,

    was erwartest du, wenn du uns zerschnittene und vorgeputzte Pilze auf dem Küchentisch präsentierst?

    Ich jedenfalls werfe mal noch eine andere Gattung ins Spiel, eine Russula. So, jetzt hast du schon drei mögliche Gattungen, von Arten reden wir hier noch gar nicht.

    Wie du siehst, kann dein Vorhaben nicht funktionieren, und zwar unabhängig davon, um welchen Pilz es sich hier handelt.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Grundsätzlich halten sich meine Erwartugen in Grenzen.

    Sich vor leicht überheblichen Reaktionen die Frage erstmal vernünftig anzuschauen hilft aber natürlich schon:

    - Der Standort ist beschrieben, ich denke mit "im Wald direkt neben einer Fichte" kann ich mich auf die Vorstellungskraft vieler Foristen verlassen oder zu sinnvollen Rückfragen anregen.

    - Abgebildet sind 2 Pilze, einer ist angeschnitten und geputzt. Der andere ist wie gesammelt, zugegeben etwas asymmetrisch gewachsen. Aber auf jeden Fall schön dreckig.

  • Hallo zusammen,


    StephanW, was ist denn los? Du bist doch sonst bei Forenneulingen nachsichtiger.


    rumpel360, so richtig toll kenne ich mich mit den großen weißen Trichterförmigen auch nicht aus. Was mich insbesondere für den Riesen-Krempentrichterling stören würde ist, dass dein Fund fast keine Zwischenlamellen hat, nur in Stielnähe gegabelte, der Riesen-Krempentrichterling hingegen zumindest auf Fotos sehr viele zu haben scheint.


    Dass praktisch keine Zwischenlamellen vorhanden sind, könnte auf einen Täubling hinweisen, allerdings kenne ich keinen, der vom Aussehen her passen würde (aber wenn du, Stephan, alsTäublingskenner die ins Rennen wirfst, wird es da wohl schon was geben).


    Vorläufig würde mir am besten etwas in Richtung Wolliger Milchling gefallen, aber die fehlende Milch ist schon irritierend. So oll sehen die Fruchtkörper nicht aus.


    Vielleicht könnte eine Geschmacksprobe weiterhelfen: Ein kleines Stückchen vom rohen Pilz kauen und sorgfältig alles wieder ausspucken.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo zusammen,


    Rumpel, weißt Du, es kommt weniger auf den Schmutz drauf an, sondern eher auf die Stielbasis. Dort sind sehr oft gaaaanz wichtige Erkennungsmerkmale enthalten. Und andere Dinge mehr. Wenn dann noch ein Bild vom Fundort dabei gewesen wäre, das wäre toll gewesen. Manchmal sind darauf Dinge zu sehen, die man mit Beschreibungen eben nicht gut ausdrücken kann, oft auch übersieht. Du kennst das ja, 4 und mehr Augen sehen mehr.

    Tageslicht, das ist dann unverfälschtes Licht. Kunstlicht das kommt bei jedem unter Umständen anders an.


    Alles, was ich bis hierher geschrieben habe, ist als Tipp zu verstehen. Nicht als Vorwurf. Ich mußte ja auch gaaaaanz klein anfangen und habe Hilfestellung bekommen.


    Nun zu Deinem Pilz. Ich würde auch eher in die Richtung Täublinge gehen wollen. Und werfe deshalb einen gemeinen Weißtäubling ins Rennen.

    Was ich aber gut finde ist, dass Du selber versuchst zu bestimmen. Denn auch daraus kann man lernen.



    Liebe grüße




    Murmel

  • Hallo zusammen,


    StephanW, was ist denn los? Du bist doch sonst bei Forenneulingen nachsichtiger.

    Ja, ich reagiere angesichts nachlassender Anfragenqualität immer öfter genervt. In solchen Situationen habe ich früher beschlossen, mich einfach in den Winterschlaf zurückzuziehen. Das sollte ich vielleicht mal wieder tun, bevor ich Anfrager mit meinen Antworten meinerseits nerve.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hey rumpel,


    je mehr Details du zu einem Fund einstellst, desto bessere Chancen haben Experten für eine Bestimmung. Was die wissen wollen findest du hier, Angaben zur Pilzbestimmung


    Auf deinen eingestellten Links ist nachzulesen, dass der Riesenkrempentrichterling ESSBAR ... nicht für jeden verträglich ist.

    Beim Wolliger Milchling steht sogar GIFTIG! dabei.


    Pilze verkosten und erst danach fragen, was man sich in den Mund geschoben erinnert mich an 'Russisches Roulette'. Besser andersrum, beim nächsten Pilzfund, ja?


    lgpeter

  • Hallo

    Was mich irritiert sind die roten Flecken auf dem letzten Bild.

    Leider sind die Aufnahmen nicht am Fundort bei Tageslicht aber ich würde hier in Richtung Milchling gehen.



    Servus Uwe,


    ich sehe jede Menge Zwischenlamellen aber keinen eingerollten Hutrand. Der Pilz ist schwer und kompakt, sondert keine Milch ab. Auf meinem LT kommen die Flecken eher bräunlich drüber, nicht so wie bei Amanita citrina, Kleiner Pilz mit roten Flecken - Pilzbestimmung u. Bestimmungshilfe - Pilzforum.eu


    Es sind schlicht zu wenig Angaben für eine Bestimmung vorhanden,


    lgpeter

  • Peter, wie kommst du denn darauf, dass rumpel360 von den Pilzen gegessen hat? Das habe ich dem, was er geschrieben hat, nicht entnommen.


    Beste Grüße

    Sabine



    Liebe Sabine,


    ich überprüfe die Konsistenz eines gebratenen Pilzes mit den Zähnen, :wink:


    Gut aufgepasst! Hat er nicht geschrieben, womit er überprüft hat, :thumbup:


    lgpeter

  • klar mag ich, liebe Sabine,


    ich habe mir diese Aufnahmen heruntergeladen, vergrößert und leicht geschärft. Leider geht's mit meinem Makroaufmaßprogramm nicht besser, wenn ich einen Pfeil einfüge,





    Da sieht man schon etliche Zwischenlamellen mehr, kurze und längere,




    Was ich nicht sehe sind eindeutig gegabelte, dafür aber zusammenklebende Lamellen/Zwischenlamellen. Vermutlich wurde der Pilz auch mit Wasser gereinigt, meine Erklärung für diese optische Täuschung.


    Lad' dir mein Aufnahme 'runter, dann kannst du sie beliebig vergrößern,


    lgpeter

  • Der Pilz ist schwer und kompakt, sondert keine Milch ab.

    Hallo

    Das wäre nicht der erste Milchling, der keine Milch absondert. Jedenfalls ist das einer von den Sprödblättlern. Genauer wird es leider nicht.


    Hi,

    wo der Uwe recht hat, hat er recht, genauer wird's nicht, :)

    Übrigens, welche Merkmale verweisen hier zwingend auf einen Sprödblättler?


    Optimal wäre es, wenn der Finder nochmals den FO aufsucht und weitere Aufnahmen/Details einstellt,


    lgpeter

  • Hallo zusammen,


    hier ist ja in meiner Abwesenheit eine richtig lebhafte Diskussion aufgekommen, ich versuche mal auf ein paar Beiträge einzugehen.


    --> Was Fotos angeht wird das in Zukunft sicher so laufen, wie du vorschlägst.

    Ich war einfach Pilze sammeln und habe diese beeindruckenden Exemplare gefunden, auf gut Glück mitgenommen. Ich hatte nicht vor, mich an ein Forum zu wenden. Entsprechend habe ich auch die Stiele auch wie abgeschnitten, einfach um so wenig Dreck über die sonstige Ausbeute zu verteilen. Nachdem ich nicht weitergekommen bin, habe ich mich dann hier angemeldet.


    Und es stimmt, sich mal etwas mit dem Thema zu beschäftigen ist wirklich sehr hilfreich und interessant. Früher habe ich immer nur Röhrlinge, Parasol und Bovisten gesammelt.

    An einem wirklich schlechten Tag habe ich dann aus Frust einfach mal was anderes mitgenommen. So bin überhaupt erst auf auf Frauentäubling, Reizker und ein paar andere gekommen. Im Herbst bin ich dann sogar noch auf einer Ausstellung des Münchner Pilzvereins gelandet.


    Da kam dann auch noch die eine oder andere wirklich nützliche Info rum, u.a. das hier über die Hinterlassenschaften der legendären sowjetischen Nukleartechnik:


  • Ich habe gestern tatsächlich noch eine Geschmacksprobe am rohen Pilz gemacht. Und danach ausgespuckt und ausgespült.


    Ein Stück aus dem Fuß war ähnlich wie ein Champignon, zusätzlich mit nussigem Aroma.

    Im Bereich des Huts mit Lamellen war der Geschmackintensiver nussig, hatte aber sonst keine Ähnlichkeit mit Champignon oder einer mir sonst bekannten Geschmacksrichtung.


    Das Eingangserwähnte angebratene Stück habe ich übrigens nicht gegessen und die Konsistenz mit einer Gabel geprüft ;)

  • Hier noch ein paar Detailaufnahmen. Auch wenn ich den Begriff bisher nicht kannte, nehme ich an, dass die die erkennbaren, nicht durchlaufenden Lamellen sind die erwähnten Zwischenlamellen sind.


    Den Standort würde ich nicht mehr finden, ist auch zu weit weg. Grundsätzlich war ich in einem Mischwald unterwegs, der allerdings auch nicht wirklich homogen war. Eher Kleinflächige Zonen - mal Fichten-Monokultur, mal dichter junger Baumbestand, mal ältere Bäume verschiedener Art mit viel Totholz zwischendrin. Unterbrochen war das ganze von gerodeten Flächen, auf denen ein Paar Hecken und Gräser wachsen. Generell war schien mir das Gebiet recht feucht zu sein.

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