Hallo, Besucher der Thread wurde 611 mal aufgerufen und enthält 11 Antworten

Wieder mal unterwegs.....

  • Liebe Pilzfreunde

    So nach ungefähr 2 Wochen Corona, war ich wieder so einigermassen Fit für den Wald.

    Wenn es Bergauf geht benötige ich noch ein, zwei Pausen aber das kommt wieder.


    Ich war in einem Nadelwald, Pinus, Picea.

    Auf einer Höhe von rund 1000müm.


    Sehr viele Täublinge in verschiedenen Variationen, ich konnte nicht alle erfassen.

    Die Auswertung und Bestimmung nimmt anschliessend auch noch einige Zeit in Anspruch. Die hier von mir abgebildeten Täublinge waren alle Mild und wenn ich nicht sicher bin mit einem "cf" vermerkt.

    BG Andy

  • Hallo Andy,


    erst mal weiterhin gute Genesung. Ich drück die Daumen, dass es Dir bald wieder wie vorher geht.


    Dein Russula xerampelina hat eine komische Farbe. Zu viel Violett und wenig Rot, kenne ich eigentlich anders, aber das heißt ja nichts. Hast du denn mit Eisensulfat getestet ob es überhaupt ein Heringstäubling ist, oder riecht man das schon zwei Meilen gegen den Wind?

    Wenn du beim Buckel Täubling Chemie auffährst, dann ist Sulfovanillin ein Muss. Kaum ein ähnlicher Täubling reagiert damit positiv (eosinrot).


    Es heißt Lactifluus volemus :shy:.


    Insgesamt sehr schöne Funde, ich bin auch gar nicht neidisch :whistling:. Die 5Liter haben bei uns nichts bewirkt, es gibt nicht mal mehr Pilze auf Holz. Danke fürs mitnehmen.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Thiemo

    Ich danke dir....

    Ja der R. xerampelina hatte den typischen Fischgeruch. Leider Gottes habe ich von diesem zuhause gemerkt, dass ich ein Exemplar vergessen habe mitzunehmen.

    Daher keinen SPP und auch kein Chemie.

    Daher Einwände sicherlich berechtigt.


    Beim R. caerulea war ich einige Zeit daran und genau der Sulfovanillin Test konnte ich nicht machen -> die Chemie war irgendwie nicht mehr brauchbar....

    Alleine auf den kleinen Buckel in der Hutmitte festzumachen ist etwas wage 😏


    Danke zum Brätlinge --> Ja klar Lactifluus.😬


    Hoffe das es bei dir demnächst auch interessante Funde gibt zu entdecken.

    BG Andy

  • Hallo Andy,

    bei deiner R. grata hast du ja bestimmt den charakteristischen Amaretto-Geruch festgestellt. Aber deine R. xerampelina sehen mir eher nach R. olivacea aus, die du ja bei deiner Tour (im selben Wald?) auch gefunden und schön dokumentiert hast. An den Fruchtkörpern ist gar kein Bräunen des Fleisches zu sehen, wie zu erwarten wäre. Fischgeruch können alte, gammlige Täublingsschlappen aller Arten haben, sodass bei ausbleibendem Bräunen der Eisensulfattest unerlässlich ist. Der Buckeltäubling (R. caerulea) wäre Guajak-negativ und hätte eine lackiert-glänzende Hutoberfläche, kann es also auch nicht sein, eher vielleicht R. brunneoviolacea, angesichts des recht blassen Sporenpulvers. Für R. turci/amethystea auf jeden Fall zu blasses Sporenpulver.

    FG

    StephanW

    Edith: der Scheidenstreifling sieht mir nach Amanita umbrinolutea (früher battarrae genannt) aus, und gute Besserung, das hätte ich jetzt beinahe vergessen

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Lieber Andy,


    erst einmal herzlich weitere gute Besserung; aber angesichts der vielen sehr schön präsentierten und dokumentierten Pilze bist du wohl schon wieder gut geländegängig ?!
    Der rote Heringstäubling scheint mir farblich auch nicht typisch; allerdings soll es (wie ich eben gelesen habe !) laut B/K 6:217 davon auch farbliche Varianten geben. Zeigte dein Pilz übrigens eine Bräunungstendenz ?

    Die von mir in letzter Zeit aufgesuchten Wälder ("Hauswald" N Bern, schöner Wald im Emmental auf 900 müM) waren leider ± pilzleer.

    Herzliche Grüsse
    Thys

  • Hallo Andy,

    bei deiner R. grata hast du ja bestimmt den charakteristischen Amaretto-Geruch festgestellt. Aber deine R. xerampelina sehen mir eher nach R. olivacea aus, die du ja bei deiner Tour (im selben Wald?) auch gefunden hast. An den Fruchtkörpern ist gar kein Bräunen des Fleisches zu sehen, wie zu erwarten wäre. Fischgeruch können alte, gammlige Täublingsschlappen aller Arten haben, sodass bei ausbleibendem Bräunen der Eisensulfattest unerlässlich ist. Der Buckeltäubling (R. caerulea) wäre Guajak-negativ und hätte eine lackiert-glänzende Hutoberfläche, kann es also auch nicht sein, eher vielleicht R. brunneoviolacea, angesichts des recht blassen Sporenpulvers. Für R. turci/amethystea auf jeden Fall zu blasses Sporenpulver.

    FG

    StephanW

    Hallo Stephan

    Danke auch für deine Meinung.

    R. grata ja genau diesen typischen Duft ist mir irgendwie geblieben. Mehrmals an einem Pilzbestimmungsabend dran gerochen und gemerkt.

    Jawohl ich war nur in einem Waldteil, für den R. olivacea halte ich es nicht. Der ist so typisch kräftig im Hutfleisch und hat im Alter beim Hutrand diese rötliche Verfärbung.

    Archivieren den mal als unbestimmt, bin auch nicht zufrieden mit meiner Wahl.

    Und der dritte im Bunde, R. caerulea steht Guajak grün, Eisensulfat orange, orangerot.

    Das Sulfovanillin hätte hier weiterhelfen können.

    Die Hutoberfläche war schon glänzend obwohl es bereits wieder trocken war.

    BG Andy


    Lesson learned. Am besten 1 Täubling (mitnehmen 3-4 Exemplare in verschiedenen Altersstadien) versuchen zu bestimmen dafür etwas fundierter rangehen. 😏

  • Hi Andy,


    Der Buckel-Täubling R.caerula hieß früher mal amara wegen seiner bitter schmeckenden Huthaut trotz milden Fleisches. Auch das könnte man bei deiner Vermutung testen, aber wie Stephan denke ich, dass er es nicht ist (bei mir vor Ort ist er nach ochroleuca die häufigste Art). Der Glanz der Huthaut ist das eine, der oft verhältnismäßig langen Stiel mit leichtem Knick(verbogen) das andere Merkmal, dass ich hier nicht sehe. IIIa wäre auch zu hell dafür, da bleiben nur noch die Tenellae (Zwergtäublinge). R.brunneoviolacea ist ein guter Tip, hatte ich gar nicht im Kopf, da scheint viel zu passen.


    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hallo Andy


    Dank auch von mir fürs Präsentieren deiner spannenden Runde. Ich bin happy so an euren Touren teilhaben zu dürfen. Aufgrund einer grossen OP vor zwei Wochen gehts bei mir noch ein Weilchen bis ich wieder selber auf Pilzsuche darf.


    Wünsche auch noch gute Genesung und liebe Grüsse

    Corinne

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    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • So nach ungefähr 2 Wochen Corona, war ich wieder so einigermassen Fit für den Wald

    ...und hast den Geruchsinn und das Gspüri behalten... Schöne Runde, tolle Funde! LG, Miesmuschel



    Aufgrund einer grossen OP vor zwei Wochen gehts bei mir noch ein Weilchen bis ich wieder selber auf Pilzsuche darf.

    Gute und schnelle Besserung! LG, Miesmuschel

  • Hallo Andy


    Dank auch von mir fürs Präsentieren deiner spannenden Runde. Ich bin happy so an euren Touren teilhaben zu dürfen. Aufgrund einer grossen OP vor zwei Wochen gehts bei mir noch ein Weilchen bis ich wieder selber auf Pilzsuche darf.


    Wünsche auch noch gute Genesung und liebe Grüsse

    Corinne

    Hallo Corinne

    Wünsche dir auch baldige Genesung, in der Zwischenzeit hoffe ich mit unseren Funden dich etwas teilhaben zu lassen.

    BG Andy

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