Ein kurzes Lebenszeichen aus Schweden

Es gibt 20 Antworten in diesem Thema, welches 1.248 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (7. September 2023 um 19:05) ist von kaulquappe.

  • Hallo zusammen,

    ich bin gerade in Schweden im Urlaub und damit im Pilzhimmel.

    Mit dem Alltäglichen hier will ich euch nicht behelligen - haufenweise Pantherpilze, Unmengen an Perlpilzen, mehr gammelige Steinpilze, als ich je zuvor in meinem Leben gesehen habe (für die sind wir anscheinend 1-2 Wochen zu spät), und immer mal wieder Fleckchen von Pfifferlingen.

    Aber es gab schon einige Highlights, und da es heute den ganzen Tag schon in Strömen regnet und ich nicht so dringend in den Wald "muss", kann ich euch mal schreiben.

    Die Bilder scheinen jetzt in umgekehrter Fundreihenfolgen eingefügt zu sein, aber das macht ja nichts.

    1. Erdzunge, vielleicht die Runzelstielige

    Ich habe zwar auch zu Hause keine Erdzungen-Monografie, aber hier habe ich noch viel weniger Literatur dabei. Vielleicht wird jemand vom Münchener Pilzverein noch fündig, aber der obige Artenname war so die erste Idee. Passt zum Standort usw., und gibt es hier wohl auch häufig genug, aber was mich irritiert ist, dass in den Beschreibungen nichts über den Geruch stand, und der ist echt extrem nach Blattwanze.

    2. Pappel-Raufuß

    Hier dachte ich zuerst an einen Schwarzen Birkenpilz. Aber von jemandem von den Münchenern erhielt ich den Hinweis, dass auch Pappel-Raufüße so dunkel aussehen können, und dass die dann im Fleisch grauen wie Rotkappen. Tatsächlich war das Fleisch der Pilze, die ich dann aus dem Trockner nahm, grau .

    3. Kegelhütiger Knollenblätterpilz

    Ich hielt den ja schon für ein Phantom - soll eigentlich im sauren Nadelwald vorkommen, aber obwohl alles bei uns zu Hause rundum sauer ist, hatte ich dort noch nie einen gesehen. Hier hat es endlich geklappt.

    5. Puppenkernkeule

    Auch ein Erstfund für mich.

    6. Laubwald-Rotkappe

    Ich war beim Bestimmen zunächst irritiert, weil es in der Beschreibung hieß, das sei eine wärmeliebende Art. Aber für Südschweden passt das wohl.

    7. Goldporiger Röhrling

    Obwohl die Röhren so gelb leuchten, gibt das Foto die Leuchtkraft nur unzureichend wieder. Ein wunderschöner Pilz.

    8. Rotspitzige Koralle

    Ich hatte natürlich mal wieder keine Hoffnung, makroskopisch bzw. anhand eines Fotos eine Koralle zu bestimmen bzw. bestimmt zu bekommen, aber beim Fotovergleich sah mir die Rotspitzige Koralle gut aus. Für einen der Münchener klang das auch plausibel.

    9. Löwengelber Dachpilz

    Ein weiterer Erstfund.

    10. Kreiselförmiger Schütterzahn

    Das war der erste Fund, der mich geflasht hat. Es ist der helle Wahnsinn, wie intensiv so ein kleiner Pilz stinken kann. Mein erster Geruchseindruck war Heftpflaster, der zweite künstliches (sehr konzentriertes) Vanillearoma.

    Was mir zusätzlich Freude macht ist, dass es tatsächlich nennenswerte Vorkommen am Zimtfarbenen Weichporling gibt. Auch wenn es gerne noch mehr werden darf, habe ich in den letzten paar Tagen schon mehr gefunden als in den ganzen letzten 10 Jahren zusammen.

    Bisher habe ich allerdings leider noch gar keine Stachelinge gefunden, obwohl die laut Verbreitungskarte anscheinend hier an jeder Ecke vorkommen.

    Eine Frage habe ich aber noch: Ich habe hier zum ersten Mal Bekanntschaft mit Hirschlausfliegen gemacht, und die scheinen mich leider genauso zu lieben wie die Zecken 😫

    Jeden Tag werde ich mehrfach angeflogen, und bisher konnte ich sie immer von meinem Nacken runterpflücken, bevor sie mich gebissen/gestochen haben. Aber meine Frage: Weiß jemand, was passiert, wenn die tatsächlich beißen/stechen?

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,


    tolle Funde die du da in Schweden machst👍🏼
    Oh Hilfe, Hirschlausfliegen, das sind die lästigsten Viecher die ich kenne.
    Zur Zeit sind die auch in der Schweiz unterwegs, am Mittwoch habe ich 3 davon in den Haaren gehabt. Ich finde die abartig ekelhaft und überlege mir seitdem wie ich mich davor schützen kann.
    Ich wäre sogar bereit meinen Nacken und sogar die Haare mit Antibrumm einzureiben, habe aber recherchiert das das die Viecher nicht unbedingt abhält. Es wird geraten helle Kleidung zu tragen um nicht auszusehen wie ein Hirsch 😂 nun ja ich hatte eine helle Jacke an. Allerdings keine Kopfbedeckung.

    Bei einem tatsächlichen Biss können sie wohl Bartonella…. Bakterien übertragen, Nachweise beim Menschen gibt es aber bisher nicht.

    Also bei meiner nächsten Tour trage ich eine enganliegende feuerrote Mütze.

    Ich wünsche dir trotzdem weiterhin sehr viele schöne Walderlebnisse in Schweden.

    LG

    Rosalie

  • Liebe Sabine


    Danke herzlich fürs Mitnehmen auf deine bereichernden Runde mit den speziellen Funden.

    Zu den Hirschlausfliegen-Stichen/Bissen kann ich leider auch nichts Raten.🤔

    Liebe Grüsse

    Corinne

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    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben. Zur Pilzbestimmung für

    Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo Sabine

    Oh Neid..... Schöne Funde, tolle Gegend. Weiterhin viel Spass und hoffentlich noch mehr Erstfunde. BG Andy

  • Danke euch :)

    Es wird geraten helle Kleidung zu tragen um nicht auszusehen wie ein Hirsch 😂

    Danke, Rosalie. Antibrumm hatte ich sogar auf Haare und Genick gesprüht, das hilft wohl wirklich nicht (gegen die Mücken aber ganz passabel, die haben sich immer nur auf die Hände gesetzt, die ich nicht eingesprüht habe, weil sonst alle Pilze nach Antibrumm riechen würden).

    Ich glaube, dann trage ich morgen mal ein gelbes Kopftuch und meine Zeckenschutzbluse.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    zunächst einmal zum wohl Wichtigsten, den Hirschlausfliegen. Diese nutzen ihre Flügel nur zum Anfliegen von Wirtstieren. Es dauert dann etwa eine Stunde, die sie im Pelz des Wirtstieres sitzend verbringen. Danach werfen sie unter Einfluss externer Körperwärme ihre Flügel ab und beißen zu. Durch den Biss entstehen böse, juckende, dunkelrote Quaddeln, die sich auch oft entzünden. So lange du sie kitzelnd auf der Haut oder krabbelnd im Haar spürst, besteht noch keine unmittelbare Gefahr. Du solltest sie halt zeitnah mit den Händen vom Körper wegbekommen. Das Wichtigste an der passenden Kleidung: sie sollte überall eng anliegen, dass die Biester keine Chance haben, unter die Kleidungsstücke auf die Haut zu schlüpfen, wo du sie nicht gleich bemerkst. Bei langen Haaren ist in der Tat ein stramm anliegendes Kopftuch zu empfehlen (das Problem habe ich ja bekanntermaßen nicht, hehe, wenn mir da was über den Kopf krabbelt, das spüre ich eigentlich sofort).

    Jetzt zu deinen Pilzfunden: Für den Pappelraufuß sprechen auch die deutlich sichtbaren blaugrünen Verfärbungen an der Stielbasis. Also liegst du mit dieser Vermutung wohl richtig. Nach meiner Erfahrung ist der Kegelhütige Knollenblätterpilz eine sehr seltene Art, wesentlich seltener als seine Schwesterart Grüner Knollenblätterpilz, und sauschwierig zu finden. Nach Jahren "ganz ohne" konnte ich in meinem Kärnten-Urlaub mal wieder ein schönes Einzel-Exemplar für einen Giftpilzvortrag fotografieren. Sofern du mit der rotspitzigen Koralle inmitten eines Heidelbeerstrauchs Ramaria rubripermanens meinst, gehe ich voll mit.

    FG und weiterhin viel Spaß und Funderfolg in Schweden

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hab´ ich Hirschlausfliege gehört?

    Hier bin ich!

    Als mir das erste Mal eine auf dem Kopf rumkrabbelte, dachte ich schon, ich hätt´s mit den Nerven. War ein sehr ungewöhnliches Gefühl.

    Die zweite hab´ ich dann sofort erlegt!

    LG Christine

  • Ja diese Hirschlausfliege ist bei uns in den Wälder auch schon bekannt -> fast mühsamer als die Zecke..... Hoffentlich hält sich die Ausbreitung im Rahmen. BG Andy

  • Uah, danke Christine! Das Bild hast du gemacht? Sieht gruselig aus, besonders die Haken an den Beinen =O

    Ich hatte neulich mal Mikro-Aufnahmen von Varroa-Milben gemacht. Da ich eigentlich nur ein Durchlicht-Mikroskop habe, das ich mit einer Schreibtischlampe umfunktioniert habe, waren sie nicht so superklasse, aber schon reichlich unappetitlich.

    StephanW, vielen Dank für deine Ergänzungen. Die Verfärbungen hatten mich auch irritiert, aber da, wo ich nachgelesen hatte (weiß nicht mehr, glaube es war FN) stand, dass der Schwarze Birkenpilz das auch kann. Eine Rosaverfärbung nach dem Anschneiden (die wohl vor der Schwarz-/Graufärbung, die ja eine Weile braucht) habe ich auch nicht bemerkt. Aber vielleicht braucht auch die schon zu lange, um im Laufe eines Aufschneidens von zwei sauberen Exemplaren für den Trockner zu passieren.

    Toll, dass das mit der Koralle dann anscheinend doch einfacher ist als gedacht. Die plastiniere ich mir gerade in PEG, scheint bisher ganz gut zu werden.

    Heute strahlt die Sonne wieder. Da freue ich mich auf weitere Funde. Ich werde auch noch mal zu der Stelle gehen, wo ich die Erdzunge gefunden habe, da gab es nämlich auch kleine schwarzblaue und andere Rötlinge, einen Saftling und anderes mehr.

    Gut zu wissen, dass es die Haare sind, in denen die Hirschlausfliegen landen. Dann hoffe ich tatsächlich, dass das Kopftuch hilft.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,


    wow, welch tolle Funde. Gratulation. Und lieben Dank, dass wir Dich begleiten durften. Ich mach das sooooo sooooooo gerne.

    Und diese Hirschlausfliege; ne wie eklig ist die denn? Hoffentlich kommt sie nicht mal zu mir. Letztens ist auch mir was auf dem Kopf rumgekrabbelt. Es war eine Zecke. Für mich hat sich das sehr seltsam angefühlt. ich dachte auch erst, dass es etwas mit Nervenirritationen zu tun haben könnte. Nein, es war eine Zecke.

    Ich wünsch Dir weiterhin einen tollen Urlaub, mit vielen schönen Pilzfunden. Und hoffentlich kommst Du auch so tiefenrelaxt zurück wie ich. Wir waren an der Nordsee. und das war soooooo toll dort.


    Lieben Murmelgruß

    Liebe Grüße


    Murmelchen


    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.

  • Heute war wieder herrlich - ich habe überraschend Totentrompeten gefunden. Von zu Hause kenne ich die nur unter Rotbuche, und davon habe ich hier noch nicht eine gesehen. Hier wuchsen sie dann unter Hasel, Eiche und Birke.

    Und ich vermelde: Heute kein Hirschlausfliegen-Anflug! Das mit dem Kopftuch scheint zu funktionieren. Danke für den Tipp!

    Danke für deine lieben Wünsche, Murmel. Das mit dem Entspannen funktioniert bestimmt.

    Und was ich noch gar nicht erzählt habe: Gestern flog ein Seeadler hier an unserem Ferienhaus vorbei! Hoffentlich kommt er noch mal, denn ich war zu langsam zum Fotografieren.

    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,


    wunderbar Totentrompeten😋 Entspannung ohne Hirschlausfliegen und auf Bilder vom Seeadler, ja darüber würde ich mich freuen. Vögel gehören auch zu meiner grossen Leidenschaft neben dem Wald mit Pilzen!


    LG

    Rosalie

  • Ich wollte noch mal ein kleines Update schicken.

    Es ist wirklich zauberhaft hier, jede Pilzrunde bringt für mich Erstfunde. Und ein bisschen was zu essen gibt es auch.

    Ich habe noch nicht alle Pilze bestimmt, oder bin mir bei manchen bei der Bestimmung unsicher.

    Dieser Rötling roch stark nach Blattwanzen. Der einzige Rötling, den ich im Netz gefunden habe, auf den das zutrifft, ist der Raslings-Rötling (Entoloma gerriae), aber das passt vom Aussehen her überhaupt nicht - wie man sieht, sieht dieser hier einem Rasling so gar nicht ähnlich. Wenn also jemand noch einen anderen Rötling weiß, der nach Blattwanze riecht, wäre das sehr hilfreich.

    Diese kleinen Keulchen habe ich noch nicht bestimmt, weil ich mit denen unten so beschäftigt war. Aber sie standen praktisch direkt nebenan, so dass ich sie wenigstens abgelichtet habe.

    Mist, dass das Foto so unscharf ist, habe ich nicht bemerkt. Dabei hatte ich die Hand aufgestützt.

    Aber meinen Saftlings-Waldfund, der mich total von den Socken gehauen hat, weil er für mich so überraschend kam, wollte ich euch nicht vorenthalten.

    Wenn hierzu jemand Ideen hat - nicht, dass ich mich auskenne mit Saftlingen, aber für mich kämen der Stumpfe Saftling und der Rotpapillierte Saftling in Frage (ich hatte hier zu Hause dann zwei anscheinend unterschiedliche Arten liegen, einmal mit klebrigem Stiel und nur angeheftet angewachsen, und einmal mit nicht klebrigem Stiel und gerade angewachsenen Lamellen, die von den Farben her sonst ähnlich waren.


    Dieser hat mich am meisten begeistert, den wollte ich schon immer mal finden: Den Papagei-Saftling. Ebenfalls im Wald, neben den gelben Saftlingen und dem nachfolgenden Rötling.

    Dieser Rötling roch nicht speziell, und anscheinend ist der Boden dort lehmhaltig (sagen die Saftlinge). Bäume stand alles Mögliche in der Gegend rum - Fichten, Kiefern, Birken, Eichen, Pappeln, Ebereschen.

    Die Grünspanbecherlinge finde ich immer wieder bezaubernd. Welche Art kann ich nicht sagen.

    Bei mir zu Hause gibt es den Natternstieligen Schneckling auch - aber das ist ein kleiner, zierlicher Pilz. Der hier war eine ganz andere Hausnummer. Und da stand gleich ein ganzes Nest.

    Den Grünling hatte ich auch immer mal finden wollen. Obwohl ich früher in Berlin gewohnt und in Brandenburg Pilze gesucht habe, hatte ich den noch nie gesehen. Hier war auf einer Fläche von vielleicht 5 Quadratmetern alles voll.

    Der Wohlriechende Schneckling (mir kam wegen des Dufts als erstes das Synonym Marzipanschneckling in den Sinn) ist für mich ebenfalls ein Erstfund.

    Mal schauen, was der heutige Tag bringt!

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,


    wie gut ich Dich verstehen kann. Saftlinge sind auch meine Lieblinge. Und um die Papageien, darum beneide ich Dich richtig. Sie sehen sooooo herrlich aus. Bei uns hier ist oft Sandboden. Da kommen sie auch gerne.

    Und die anderen Funde; klasse. Ich kenne auch das Gefühl, wenn man persönliche Erstfunde zu verzeichnen hat. Es beflügelt einen so richtig. Mich macht das soooo happy. Dann bin ich gleich wieder geerdet.

    Hab noch einen schönen Urlaub und genieße ihn. DAS haben wir uns verdient.


    Liebe Grüße


    Murmelchen

    Liebe Grüße


    Murmelchen


    Von mir gibts hier im Forum auch keine Verzehrfreigabe.

  • Bei mir zu Hause gibt es den Natternstieligen Schneckling auch - aber das ist ein kleiner, zierlicher Pilz. Der hier war eine ganz andere Hausnummer. Und da stand gleich ein ganzes Nest.

    Den Grünling hatte ich auch immer mal finden wollen. Obwohl ich früher in Berlin gewohnt und in Brandenburg Pilze gesucht habe, hatte ich den noch nie gesehen. Hier war auf einer Fläche von vielleicht 5 Quadratmetern alles voll.

    Hallo Sabine,

    das ist augenscheinlich nicht nur eine andere Hausnummer, sondern eine andere Art, mit Namen Hygrophorus persoonii. Diese Art kann man identifizieren, indem man Ammoniak auf die Hutoberfläche gibt und dann eine blaugrünliche Verfärbung erhält. H. persoonii ist ein Mykorrhizapilz der Eiche, und man sieht auf dem Foto viele Eichenblätter. Außerdem sieht man Kiefernnadeln, sodass außer H. persoonii noch H. latitabundus in Frage kommt.

    Beim Grünling hattest du den Geschmack getestet? Nicht, dass dir Tricholoma aestuans durchgerutscht wäre, ein hierzulande extrem seltener Pilz. Im Aussehen ist er dem Grünling durchaus ähnlich, schmeckt aber bitter und scharf. Eine orangerötliche Hutfarbe gehört zu seinen Merkmalen, wie auch eine schuppige Hutoberfläche.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Hallo Stephan,

    vielen Dank für deine Hinweise!

    Der Olivgestiefelte Schneckling passt tatsächlich viel besser hinsichtlich der Größe, und auch dahingehend, dass ich den Natternstieligen noch nie so als große Gruppe zusammenwachsend gefunden habe. Von den Bäumen her hätte ich mich nicht festlegen wollen - hier gibt es vielerorts immer ein ordentliches Sammelsurium von Kiefer, Birke, Pappel, Fichte, Hasel, Eiche und Eberesche. Auch an der Fundstelle gab es im Einzugsbereich zumindest Kiefer, Fichte, Eiche und Birke.

    Bei dem Grünling ist mE alles paletti - der schmeckt mild und leicht mehlig.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Guten Morgen!

    Hier habe ich meinen gestrigen Erstfund für euch.

    Der stammt aus einem Bereich, den ich noch weniger kenne als alle anderen, und ich nahm an, dass es hunderte Arten gibt, die so aussehen. Obendrein habe ich kein Mikro dabei, so dass ich nicht nachschauen kann, ob er inoperculat ist, nichts über die Amyloidität weiß, usw. Trotzdem (oder gerade deshalb) habe ich etwas gefunden, den Rotleuchtenden Kissenbecherling (Pulvinula constellatio, der im FoTE P. convexella heißt). Er wuchs auf dem nackten Boden auf einem Waldweg.

    Habt ihr Ideen dazu, ob das passen könnte, oder was noch in Frage kommt?

    Beste Grüße

    Sabine

  • Guten Morgen Sabine, es ist wunderbar dich in den schwedischen Wälder begleiten zu dürfen.

    Und so viele tolle Funde. Da kommt sofort Neid auf :wink:.

    Viel Spass und ich wünsche dir jeden Tag mindestens 2 Perser :)

    LG Rainer

  • Hallo kaulquappe,,

    Trompetenpfifferlinge gibt es hier auch, aber noch nicht die Unmengen, die ich zur richtigen Zeit von zu Hause kenne, sondern bisher erst ein paar Nester mit kleinen Fruchtkörpern.

    Inzwischen habe ich die Puppenkernkeule schon 4x gefunden - die scheint hier echt häufig zu sein.

    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo

    bei mir ist es meist so, daß ich einen Pilz den ich erkannt oder bestimmt habe dann auch immer wieder finde, z.B. die rußfarbigen Täublinge früher nix, jetzt viele.... die Trompeten sind schon durch und verschwinden langsam.....

    PS schöne Funde

    grüsse peter