Schwefelporling- - Laetiporus sulphureus

Es gibt 11 Antworten in diesem Thema, welches 5.369 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (9. September 2019 um 16:55) ist von Gwürzbuizl.

  • Hallo Pilzfreunde,

    ist ja richtig viel Äktschen zur Zeit bei Euch !

    Ich zeige Euch trotzdem einen Pilz, den ich heute auf einem Baumstumpf gefunden habe.

    Ihr braucht auch nicht lange drüber nachzudenken (habe ich auch nicht gemacht): es ist ein Schwefelporling.

    Glaube ich, oder etwa nicht ?

    VG Christine

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    2 mit einem Häschen in der Mitte

    3 und schwitzen tut er (genau wie ich)

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    • Offizieller Beitrag

    Hallo; Christine!

    Glaube ich, oder etwa nicht ?

    Ob du es wirklich glaubst, ist glaube ich schwer zu sagen.
    Aber ich glaube es. :)


    LG, Pablo.

  • Habe heute leckere frische schwefel babies gesehen so wie sie am besten schnecken....

    Leider etwas weit im Wasser, da muss ich wohl einen schwimmenden korb die Tage in den Rhein mitnehmen.

    Lg jens

    • Offizieller Beitrag

    Hallo zusammen!


    Am Montag habe ich Schwefelporlinge gesehen, die nicht wegen dem Alter für den Verzehr ungeeignet waren:


    Daß die nicht jung genug waren (in dem Stadium schon zäh und wenig aromatisch), dürfte das geringere Problem sein.

    Das Substrat ist allerdings Robinie, und Robinien sind giftig. Schwefelporlinge (und weitere Arten) sollen wohl in ihren fruchtkörpern auch Giftstoffe aus dem Substrat anreichern, was in solchen Fällen problematisch sein könnte.

    Ein schöner, leuchtender Anblick ist das trotzdem.

    Und Schwefelporlinge dürfen meinetwegen gerne so viele Robinien aufessen, wie sie wollen, denn die Robinien sind eh eine ökologische Katastrophe für die hiesigen Wälder und Fluren.


    LG, Pablo.

  • Hallo Christine,

    diese Frage hatte auch mich interessiert.

    Beim Recherchieren bin ich auf diesen [Artikel] gestoßen, der ziemlich alles erklärt.

    Ob man diese Baumart nun als "Fluch" oder "Segen" ansieht mag ich nicht beurteilen.
    Fakt ist jedoch, dass aufgrund des Klimawandels die Robinie zukünftig in unseren Breiten

    noch stärker vertreten sein wird.

    Gruß aus der Südwest-Pfalz
    Berni

    • Offizieller Beitrag

    Hallo.

    Ja, solchen Quatsch liest man ja immer wieder, wenn Holzindustrie Angst hat um Profite.

    Tatsache ist: Robinien sind rasante Artenkiller. Zum einen weil sie die ohnehin schon gestressten Böden enorm zusätzlich mit Stickstoff anreichern, zum anderen, weil sie durch ihre Wuchsweise alles andere am Standort verdrängen.

    Ich kenne viele Robinienbestände hier in der Gegend, das sind alles Wüsten. Keine lebendigen Wälder, sondern tote Böden, wo sich nur ein paar wenige Arten halten können. Das betrifft nicht nur Bäume und Pilze. Sobald ein Robinienbestand eine gewisse Größe erreicht hat (und die breiten sich brutal aus), steht da drunter nur noch extrem stickstofftolerantes Kraut, auch Insekten und Kleintiere verschwinden aus solchen Beständen, weil die extrem wenigen Pflanzenarten, die da noch wachsen können, keine Nahrungsgrundlage mehr bieten.

    Eigentlich dürfte es keine Diskussion in der Art von "pro nd contra" Robinie geben, sondern nur eine Diskussion im Sinne von: Wie bekommen wir die hier wieder weg bzw. wie halten wir die Bestände klein?

    Und zwar nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus forstwirtschaftlicher Sicht!

    Es ist mir ohnehin völlig unbegreiflich - wo es zur Zeit doch sogar bis in die größeren Medien vorgedrungen ist, daß große Waldgebiete hier im Land vor dem Kollaps stehen - daß man die grotesken Fehlleistungen der Vergangenheit (also alles mit Fichten und Douglasien zupflastern, weil die schnellen Profit bringen) jetzt mit anderen Baumarten zu wiederholen gedenkt.

    Ein wald, der auch forstwirtschaftlich einigermaßen nachhaltig funktionieren soll, muss wiederstandsfähig sein und vor allem gesund. Das kann nur funktionieren, indem man vorhandene Artenvielfalt erhält. Weil es ist nun mal eine Tatsache: Ein widerstandsfähiger, profitabler Wald ist ein artenreicher Wald. Alles andere ist Blödsinn.


    LG, Pablo.

  • Hallo Pablo,

    in Straßenfluchten in den Innenstädten macht die Robinie vielleicht schon Sinn, und kann wg. Insellage wenig schaden. Am Rand von Naturschutzgebieten mit Magerwiesen ist die Stickstoffanreicherung katastrophal...

    Aber das ist kein Robibienthema, kein Schwarznussthema; da geht es ums Ganze. Das einzige was zählt, ist der kfr. Ertrag.

    Lösungsvorschlag hab ich keinen. Fatal und letal.

    Grüßle

    RudiS

  • Christine 10. März 2020 um 12:27

    Hat den Titel des Themas von „Schwefelporling“ zu „Schwefelporling- - Laetiporus sulphureus“ geändert.