Hallo, Besucher der Thread wurde 1,1k mal aufgerufen und enthält 28 Antworten
  • Hallo an die Profis!

    Ich sammle seit Jahren Pilze, hab aber bei uns noch fast keine Eierschwammerl (Pfifferlinge) gefunden.


    Heute hab ich die entdeckt, bin mir aber unsicher da ich mich nur bei Parasol und Steinpolzen auskenne.


    Was habe ich da genau gefunden?


    Ich stelle Euch Bilder vom Fundort und der Pilze mit rein.


    Worauf muss ich da genau achten?


    lg


    Christian

  • Hallo,

    für mich sind das Pfifferlinge.

    Man muss drauf achten, dass die keine Lamellen, sondern angewachsene Stege haben.

    Es gibt verschiedene Sorten. Kann man aber auf den Bildern nicht genau erkennen.


    Gruß

    Ralph A

  • Gratulation - herrlicher Fund - eindeutig !!!


    Lass sie dir schmecken - vielleicht schreibst du noch was du drauss gemacht hast...


    LG

    Bobby

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann, Aber Pilze wird es immer geben“ :cool:

  • Bobby - es wird Semmelknödel in Pilzsauce....

    Gute Entscheidung - berichte mal wie dir der Pilz geschmeckt hat, jammy

    :essend_0007:

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann, Aber Pilze wird es immer geben“ :cool:

  • War heute zusätzlich beim Land OÖ bei der Pilz Beratung!

    Hallo Puches,

    als welche Pfifferlingsart wurden deine Eierschwammerln denn bei der Pilzberatung bezeichnet? Wie gewöhnliche Eierschwammerln (Cantharellus cibarius) sehen die mir jedenfalls nicht aus, eher aufgrund der hellgelben Farbe und des Auftretens im Laubwald wie Amethyst-Pfifferlinge (Cantharellus amethysteus). Auf Foto 2 ist auch auf mindestens einem der Hüte ein violetter Belag zu erkennen, das haben die gewöhnlichen Eierschwammerln nicht.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Gute Frage. Cantharellus amethysteus - habe ich mich auch gefragt. Ich habe diese erst einige Male bewusst gefunden. Für mich war die Fragestellung eher essbar oder nicht. Pfifferling oder nicht.

    Die Frage ist für mich auch, wie allwissend muss ein PSV sein?

    Letztlich ist es doch eine Frage des Talents und der Erfahrung.

    Im Grunde genommen ist ein PSV jemand der eine Prüfung abgelegt hat und dann ein Leben lang dazu lernt.

    Also so stelle ich mir das halt vor.


    LGR

  • Hallo Rotschild,

    aber Cantharellus amethysteus ist doch ein korrekter Pfifferling, nur halt nicht Cantharellus cibarius. Fast keiner, der Eierschwammerln nur zum Essen sucht, weiß, dass es mindestens sieben verschiedene Pfifferlingsarten gibt, z. B. gibt es einen grünlichgelben, einen aprikosenfarbenen und einen grauen. Es gibt auch einen, dessen Fleisch schwärzt.

    Ein PSV muss die freilich nicht alle kennen, Hauptsache er kennt alle Giftpilze, die von den Leuten so eingesammelt werden.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

  • Was diese allgemeine Wahrnehmung angeht, sehe ich das so: am Markt werden nur Pfifferlinge verkauft, die normal aussehen. Wäre da einer dabei, der irgendwie eine andere Hutfarbe, oder einen welligen Rand hat, oder mehr trompetenförmig gewachsen ist würden die Leute fragen, ob der echt ist. Also scheidet das aus. Kein Händler oder Sammler will lästige Fragen.


    Und daher kommt das Bild vom normalen Pfifferling.

    Und ich weiß nicht, inwiefern jeder PSV mit diesem Verständnis aufräumen will.

    Hier im Forum ist doch auch die Hauptfrage: echter oder falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca).


    Manmal gibt es eine Frage zu einem Trompetenpfifferling oder dem von dir erwähnten. Aber das mehr Insider-Wissen.


    LGR

  • Ihr habt da vollkommen recht.

    Der PSV hat mich auf die violetten Schuppen aufmerksam gemacht. Da es bei uns viel Regen gab meinte er es könnten welche sein wo die Schuppe abgewaschen ist.

    Als ich die Fundstelle erneut aufgesucht habe habe ich dann auch dieses Exemplar gefunden dass einen "Cantharellus amethysteus" sein muss.


    Aber eines kann ich euch sagen.


    Gut geschmeckt haben die der ganzen Familie!

  • Interessant 😺

    Wie ich eben vermutete, es geht dann einfach um die Essensfreigabe und weil ja kein giftiger Doppelgänger möglich ist.

    Was die "Schuppen" angeht, finde ich die Argumentation verwunderlich. Man erkennt die Art auch von unten - wenn auch nicht eindeutig. Der Rand ist welliger, es ist mehr eine Trompetenform, auch der Hut ist breiter. Ich finde die sehr selten - darum weiß ich nicht, ob sich die Farbe durch Regen abgewaschen werden kann, oder sonstwie bleicher ausfällt.

    Letztendlich ist es eben für die zu Beratenden egal. Die wollen eben nur wissen, essbar oder nicht.

    LGR

  • Wie ich eben vermutete, es geht dann einfach um die Essensfreigabe und weil ja kein giftiger Doppelgänger möglich ist.

    Hallo

    Es gibt in südlichen Regionen einen giftigen Doppelgänger, den Ölbaumpilz. ヨlbaumpilz, ヨlbaumtrichterling, Orangefarbener ヨlbaumtrichterling, Dunkler ヨlbaumtrichterling (OMPHALOTUS OLEARIUS (SYN. OMPHALOTUS ILLUDENS)

    Grüße von der Insel Rügen

  • Hallo Uwe,


    nein - ich meinte bei den gezeigten Exemplaren bei den Fotos oben kann wohl den Ölbaumpilz ausschließen.


    Generell halten Sammler alles mögliche für Pfifferlinge - am schlimmsten fand ich mal die Verwechslung dem Kahlen Krempling - das war schon sehr fantasievoll.


    Und der falsche Pfifferling ist in der Tat sehr ähnlich, wenn man keine Ahnung hat.

  • Hallo Rotschild,

    Hier im Forum ist doch auch die Hauptfrage: echter oder falscher Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca).

    bei "hier im Thread" stimme ich dir zu. Auch nach meinem Verständnis wollte Puches hauptsächlich wissen, ob es einer der Pfifferlinge ist, oder etwas anderes.


    Allgemein für das Forum stimme ich nicht zu. Da gibt es meiner Ansicht nach jede Menge unterschiedlicher Bedürfnisse, und mich beispielsweise interessieren die Unterscheidungsmerkmale der einzelnen Pfifferlingsarten sehr.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo ihr lieben

    Spannender Diskurs, zu dem ich ein weiteres Bild beisteuern möchte von einem Fund von C. amethysteus (links) und C. cibarius (rechts) am selben Tag 100m voneinander entfernt:


    In meiner beschränkten Erfahrungswelt ist es bspw. auch so, dass der amethysteus bisher immer auch gedrungener war, mit massigerem Stiel und der Hutrand von der Stielbasis hochwandernd betrachtet weniger elegant plötzlich umkrempelt.


    PS: sorry an Puches weil wir hier Deinen Thread so kapern

  • Hallo Reike,


    bei deinem Bild hätte ich das nur mit der Unterseite nicht erkannt.

    So etwas wie den normalen C. cibarius gibt es auch nicht. Einmal habe ich im Supermarkt ganz riesige Pfifferlinge gesehen - aus Lithauen - die waren mir unheimlich.

    Große Trichter, die oben relativ flach und rund waren, nicht wellig. Sie waren auch nicht gut. Das Thema Pilze aus Baltikum habe ich sowieso abgeschlossen.


    Bei uns am Markt sind die Pilze meist sehr einheitlich. Klein, gedrungen, intensiv gelb, und die größeren verwutzelt, da kann man eine Krempe maximal noch erahnen.

    Wo die Pilze wirklich herkommen, weiß vermutlich keiner genau. Bulgarien ist ein heißer Tipp. Als Qualitätsmerkmal Nr. 1 gilt die Steiermark, so werden die auch gerne vermarktet.


    Und Funde habe ich ganz selten. Da muss ich mich schon in die großen Laubwaldforste bequemen - und ziemliche Wanderungen machen. Das bin nicht so ganz ich :)


    LGR

  • Hallo zusammen,

    ^^sobald jemand sich dafür interessiert, durch welche Merkmale sich die verschiedenen Pfifferlingsarten unterscheiden, gehört er wirklich zu den Pilzverrückten, vorher nicht.

    FG

    StephanW

    Für meine hier gemachten Aussagen zu Pilzen übernehme ich keinerlei Haftung, es sind insbesondere keine Essfreigaben.

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