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HILFE bei Bestimmung

  • hallo. Brauchte eure Hilfe bei Bestimmung wieder. Leider habe ich untetes Teil bei 2 Pilzen geschnitten. Hoffe trotzdem das wir da was vielleicht erkennen über welche Exemplare es geht. Fundort Nadel Wald.


    Sorry für kleines Foto durcheinander!


    Bild 1 ist vielleicht Birkenpilz? Zwar waren keine Birken in die nehe...


    Bild 2 ist der Hut fast schwarz. Kein hexerohrling, ist das ein art von rotfüss?


    Bild 134016 ist das ein Grasgrüner Täubling? Gibst Verwechslungen?


    Bild 134001?


    Lieben dank

  • Hi

    Ganz schönes durcheinander 😉

    1 ist ein Raufußröhrling, den ich ohne Begleitbaum und Schnittbild nicht näher bestimmen mag.

    2 ist mE ein Flockenstieliger Hexenröhrling. Die gibt's bei mir aber nicht, insofern mag das ggf noch jemand anderes bestätigen.

    Weiter unten ist neben dem Täubling ein Perlpilz zu sehen.

    Zu 1 kann ich nicht mehr sagen, aber für alle anderen Pilze gilt in jedem Fall, dass sie in sehr schlechtem Zustand sind.

    Viele Grüße

    Reike

  • Hi. ja es ist nur fürs bestimung die Pilze. danke fürs Antworten...

  • He Marino

    Rotfußröhrlinge gibt es in verschiedenen Ausführungen, die für sich eigene Arten darstellen. Eine davon ist der Herbstrotfußröhrling. Ich müsste den in der Hand haben, um das gezeigte Exemplar zu bestimmen. Das Bild finde ich schwierig. Ist da Schwamm zu sehen? Wenn das Schwamm ist, und der rein gelb ist, scheidet Flocki ohnehin aus.

    Und wenn es so ist, zurück zu Deiner Frage: ja, Herbstrotfüße können diese dunkelbraunen, fast schwarzbraunen Hüte haben. Wenn die älter werden, wird auch die Hutfarbe etwas heller.

    Viele Grüße

    Reike

  • Können rotfüs Rohlinge fast schwarzes Hut haben?

  • Servus. Sind die grüne Variante von Täublinge dann speize Pilze? Sind es nur 2 Arten von grünen oder mehrere? Was ist Verwechslung gefahr?

  • Heist Perlpilz ist essbar oder? Klar, nicht der aber ansonsten? Was ist Verwechslung gefahren?

  • Hallo Marino,


    Deine Fragen sind gut, aber einige davon auch Recht leicht mit einem einfachen Pilzbuch beantwortbar. Meine Empfehlung wäre daher: besorg dir eins und versuche, so viele Fragen wie möglich damit zu beantworten.


    Perlpilze sind eine essbare Art. Gut durchgaren, sonst giftig.


    Grüne Täublinge gibt es meines Wissens mindestens 50 Arten in Europa.


    Beste Grüße

    Reike

  • Sind die grüne Variante von Täublinge dann speize Pilze? Sind es nur 2 Arten von grünen oder mehrere? Was ist Verwechslung gefahr?

    Ich kenne an Grünen Täublingen den Grünen Frauentäubling, Grüngefelderten Täubling und Grasgrünen Täubling. Alle wären essbar, wobei der Speisewert des Grasgrünen als geringer eingeschätzt wird.


    Bezüglich der Verwechslungsgefahr kann es sein, dass ich zu vorsichtig bin, aber ich sammle als Anfänger erstmal generell keine grünhütigen Täublinge wegen Verwechslungsgefahr mit dem Grünen Knollenblätterpilz. Sicher kann ein erfahrener Sammler das leicht ausschließen, aber diese Verwechslung wäre so fatal, dass sie niemals passieren darf, daher sind für mich grünhütige Pilze erstmal tabu

  • Habe schon ein Buch, der ist aber nicht so vertieft, besonders wenn es über mehrere Varianten gleiche PilzE geht . muss ich mir was gescheites kaufen dann. In mein Buch ist nur ein grünes taublinge, sagts du aber das es 50 verschieden sind. Klar Pilze sammel und bestimmen ist eine langjähriges lernen. Hier helfe ich mir gewisser Bezug Punkte zu bekommen. Aber danke. VG

  • Hallo Marino,

    Heist Perlpilz ist essbar oder? Klar, nicht der aber ansonsten? Was ist Verwechslung gefahren?

    Die Frage nach der Verwechslungsgefahr ist gut, aber in meinen Augen schwer zu beantworten. Denn die hängt immer davon ab, wie genau das Gegenüber schaut.


    Klar, es gibt viele Pilzarten, bei denen man für die Artabgrenzung (und bei sowas wie kleinen braunen Pilzen mitunter sogar für die Gattung) ein scharfes Auge oder sogar ein Mikroskop braucht, detaillierte Literatur, usw. Aber bei vielen der Speisepilzanfragen geht es ja gar nicht um solche Details (wie z. B. welche der Rotfußröhrlingsarten ist es), sondern Gröberes (Rotfußröhrling vs. Schönfußröhrling, Rotfußröhrling vs. Marone, Perlpilz vs. Grüner Knollenblätterpilz).


    Und da wird es dann schwierig. Die krasseste Verwechslung, die ich mal bei einem Vergiftungsfall erlebt habe, war eine Frau, die eine Nebelkappe als Ziegenlippe gegessen hatte 😮


    Für so einen Unfug bist du natürlich zu fortgeschritten. Einen Röhrling mit einem Lamellenpilz zu verwechseln, das ist schon harter Tobak.


    Aber auch bei anderen Verwechslungen ist es schon meistens so, dass die Verwechslung nicht passieren würde, wenn man auf alle Merkmale achten würde.


    Obendrein ist es mE ein Problem, dass in der Literatur die Verwechslungsmöglichkeiten nur sehr unvollständig abgehandelt sind. Oft nur innerhalb derselben Gattung, manchmal noch zu etwas weiter entfernten, aber gefährlichen Giftpilzen. In meinem BLV Pilzführer werden beispielsweise als Verwechslungspartner für den Perlpilz der Graue Wulstling und der Panterpilz angegeben. Ich würde aber beispielsweise auch rötende Champignons in Erwägung ziehen (dafür muss man die Lamellenfarbe ignorieren, aber das scheint bei denjenigen, die sich mit Knollenblätterpilzen vergiften, wenn sie Champignons suchen, ja regelmäßig zu passieren; diese Verwechslung wäre zudem ungefährlich). Oder vielleicht mit rötlichen Flecken und weißen, frei scheinenden Lamellen und knollig verdicktem Stiel der Gefleckte Rübling ("ach, der Ring ist bestimmt nur abgefallen").


    Ich kann verstehen, wenn gerade Bücher nicht den Platz haben, um alles Mögliche, was vielleicht verwechselt werden könnte, aufzulisten. Und selbst auf einer Internetplattform, wie hier bei 123pilze in der Datenbank, muss man auf manche Sachen ja erstmal überhaupt kommen.


    Beispielsweise scheint der Autor meines BLV Pilzführers nicht auf die Idee gekommen zu sein, dass man den Pfifferling mit einem Spitzgebuckelten Raukopf verwechseln könnte - dort ist als einziger Verwechslungspartner der (relativ harmlose) Falsche Pfifferling angegeben. Gerade die erstgenannte Verwechslung ist aber die, die ich live schon erlebt habe.


    Deshalb finde ich die Frage zwar sehr gut, und je mehr Antworten zusammenkommen (z. B. über Verwechslungen, die schon mal vorgekommen sind), desto besser. Aber es bleibt schwierig.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Spitzgebuckelter Rauhkopf mit Pfifferling? Bin etwas verblüfft. Die sind Welten auseinander.


    Beste Grüße

    Sabine Moschuskäfer

  • In meinem Pilzführer (A. Gminder, Handbuch für Pilzsammler) wird auf diese Verwechslungsmöglichkeit hingewiesen und, dass sie vermieden werden kann, wenn man auf die Farbe des Sporenpulvers achtet (Echter Pfifferling nie mit braunem Sporenpulver am Stiel und zwischen den Leisten). Lamellen und Leisten sind beim Echten Pfifferling und Blätterpilzen als Anfänger nicht so leicht auseinander zu halten, das kann ich als Anfänger bestätigen. Beim Trompetenpfifferling und der Grauen Kraterelle ist es eindeutiger, aber beim Echten Pfifferling manchmal echt nicht so leicht, das direkt zu sehen, dass es Leisten sind.


    Obendrein ist es mE ein Problem, dass in der Literatur die Verwechslungsmöglichkeiten nur sehr unvollständig abgehandelt sind.

    Dieser Einschätzung würde ich zustimmen. Sowohl bei Gminder also auch im (deutlich schlankeren) Pilzführer für Unterwegs von H. Laux, den ich auch habe, wird nicht systematisch auf Verwechslungspartner eingegangen, sondern nur punktuell (z.B. Gifthäubling vs. Stockschwämmchen). Bei den fünf Pilzarten, die ich bisher gegessen habe (Pfifferling, Steinpilz, Flocki, Semmelstoppelpilz, Lachsreizker) habe ich die Verwechslungspartner immer zusätzlich noch mit mehreren Webseiten überprüft. Die Pilzführer waren mir da viel zu oberflächlich. Und das waren noch alles Anfängerpilze.

  • Hallo Sabine,

    Spitzgebuckelter Rauhkopf mit Pfifferling? Bin etwas verblüfft. Die sind Welten auseinander.

    da stimme ich dir zu.


    Ich sage ja - auf manche Verwechslungspartner kommt man einfach nicht.


    Obwohl Karin Montag, die Verlegerin des "Tintling", eine Verwechslung von Pfifferling und Spitzgebuckeltem Raukopf schon vor ewigen Jahren in ihrem Roman "Tödliche Pilze" konstruiert hat.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Es ist die Herausforderung wie in jeder Disziplin, dass sich Autoren als idR erfahrene Spezialisten mitunter nur sehr schwer in den Blickwinkel von Anfänger versetzen können.


    Der Pfifferling ist mE das Paradebeispiel schlechthin für die Pilzbuchwelt: kein Anfänger rafft, was Leisten sind und wie man Leisten von Lamellen ganz sicher unterscheiden kann. Und wenn da dann immer steht, Pfifferlinge kann man ganz einfach an ihren Leisten erkennen, fühlt man sich als Laie vor allem erstmal dumm und traut sich kaum zu fragen. Eine schlechte Ausgangsbasis für Lust am Lernen.


    Ist halt auch nicht ganz easy zu lösen. Interaktive Medien mit der Möglichkeit, ständig Erklär- und Exemplarcontent upzudaten, werden da gedruckten Büchern über kurz oder lang den Rang ablaufen. Pilze sind aber auch deshalb so interessant, weil man sich das Gebiet eben nicht vollständig online und aus Büchern erschießen kann, sondern es erfordert, tatsächlich raus in Wetter und Natur zu gehen und mit den Einsatz all seiner Sinne eine sehr eindrückliche und reichhaltige Erfahrungsreise zu beschreiten.

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