kein Zunderschwamm?

Es gibt 41 Antworten in diesem Thema, welches 4.809 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (4. März 2023 um 18:11) ist von MisterX.

  • Guten Tag,

    ich bin Heike; Speisepilze sammle ich schon lange, jetzt möchte ich mich mit dem Thema Heilpilze beschäftigen.

    Ich dachte von der Optik her schon, ich hätte vielleicht einen Zunderschwamm gefunden, aber da er auf einer Birke wuchs, vermute ich, das es die giftige Variante ist. Was sagt Ihr dazu?

  • Hallo

    Mir ist nichts bekannt, dass ein Zunderschwamm giftig sein kann.

    Es gibt den echten Zunderschwamm Fomes fomentarius oder den Falschen Zunderschwamm bzw. Grauem Feuerschwamm Phellinus igniarius.

    Beide sind ungeniessbar.

    BG Andy

  • Hallo

    Mir ist nichts bekannt, dass ein Zunderschwamm giftig sein kann.

    Es gibt den echten Zunderschwamm Fomes fomentarius oder den Falschen Zunderschwamm bzw. Grauem Feuerschwamm Phellinus igniarius.

    Beide sind ungeniessbar.

    BG Andy


    Vielleicht dachte Heike mit der angesprochenen giftigen Verwechslung an den Zimtfarbene Weichporling (Hapalopilus nidulans)?

    Liebe Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Wird er mit Seifenlauge violett?


    Hallo MisterX

    Ja genau, das ist ein gutes Bestimmungsmerkmal.
    Liebe Grüsse

    Corinne

    Hinweis: Mit meinen Beiträgen und Kommentaren kann ich keine Tipps/Empfehlungen zum Verzehr abgeben.
    Zur Pilzbestimmung für Speisezwecke den Pilzsachverständigen vor Ort konsultieren. Vielen Dank.

  • Hallo

    Mir ist nichts bekannt, dass ein Zunderschwamm giftig sein kann.

    Es gibt den echten Zunderschwamm Fomes fomentarius oder den Falschen Zunderschwamm bzw. Grauem Feuerschwamm Phellinus igniarius.

    Beide sind ungeniessbar.

    BG Andy

    danke für Deinen Kommentar

    Ich will den Zunderschwamm nicht essen, sondern gegen den Krebs bei meinem Hund einsetzen gemäß der TCM (traditionellen chinesischen Medizin)
    da muss ich schon sicher sein, den echten zu nutzen

  • danke, Corinne

    nein, dachte ich nicht
    ich hatte irgendwo eine Liste mit Verwechslungsmöglichkeiten gefunden, auf welcher der Pilz auf Birken giftig sein sollte, habe die Quelle aber bisher nicht wiedergefunden, sondern öfter die Info dass der Fomfom häufig auch auf Birken zu finden ist

    muss mal testen, wie er auf Lauge und Feuer reagiert

  • Hallo, der von dir gezeigte Pilz ist kein Zimtfarbener Weichporling. Schau im Internet nach Zunderschwamm und du findest jede Menge Vergleichsbilder. Das ein Zunderschwamm gegen Krebs bei Hunden helfen soll, ist sehr unwahrscheinlich.

    Viele Grüße

    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock


    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo, der von dir gezeigte Pilz ist kein Zimtfarbener Weichporling. Schau im Internet nach Zunderschwamm und du findest jede Menge Vergleichsbilder. Das ein Zunderschwamm gegen Krebs bei Hunden helfen soll, ist sehr unwahrscheinlich.

    danke, Veronika
    dass es kein Zimtfarbener Weichporling ist weiss ich, das war kein Vorschlag von mir
    ich habe hunderte von Bildern angeschaut, bevor ich meine Frage hier eingestellt habe, und genau deswegen bin ich unsicher!
    ich habe auch stundenlang gegoogelt, aber ich konnte bisher keine präzisen Angaben finden
    der innere Aufbau passt, aber der ist bei dem Falschen Zunderschwamm bzw. Grauem Feuerschwamm doch genauso, oder?
    Ich möchte wissen, wie ich den echten Zunderschwamm von allen anderen ähnlichen Pilzen - und da gibt es einige - unterscheiden kann (ich habe leider kein Mikroskop, mit dem ich die Sporen anschauen könnte)
    die Kokelprobe war positiv, aber mit Seifenlauge wird er vor allem nass, eine lila Farbe kann ich nicht feststellen

    die TCM ist anderer Meinung, viele der 10 - 11 meistgenannten Heilpilze sollen nicht nur gegen Krebs, sondern auch gegen viele andere Krankheiten helfen. Das ist jetzt aber nicht meine Frage.

    Mein Problem ist - wie kann ich sicher sein, dass ich einen ECHTEN Fomfom habe?

  • Hallo HM,

    in deiner Pilzprobe ist der Fomes fomentarius-typische Mycelialkern sehr gut zu erkennen!

    Wenn du dir nicht sicher bist, hilft vielleicht das Zitat aus Wikipedia zum Thema Zunderschwamm: "Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die für den Zunderschwamm charakteristische blutrote Färbung der Kruste mit Alkalilauge, ausgelöst durch Deprotonierung des Hauptfarbstoffes Fomentariol. Durch diese Farbreaktion kann der Zunderschwamm von anderen, äußerlich ähnlichen Porlingen, beispielsweise dem Gemeinen Feuerschwamm, unterschieden werden."

    Zur Absicherung kannst du also z.B. die abgeschabte Hutkruste mit verdünnter KOH oder NaOH proben.

    Seifenlauge geht da wahrscheinlich nicht, da zu schwach.

    Du kannst Abflussreiniger verwenden. Prüfe zuvor die Inhaltsangabe, ob der Abflussreiniger NaOH enthält.

    Und: Vorschicht beim Umgang mit Laugen!!!

    LG, Martin

  • die TCM ist anderer Meinung, viele der 10 - 11 meistgenannten Heilpilze sollen nicht nur gegen Krebs, sondern auch gegen viele andere Krankheiten helfen.

    Sagt die TCM dies ausdrücklich für Hunde oder überträgst du hier die Erkenntnisse für den Menschen auf den Hund? Wenn letzteres, wäre ich damit sehr vorsichtig. Viele für uns gesunde und heilsame Pflanzen und Nahrungsmittel sind für Hunde sehr giftig, potenziell sogar tödlich. Beispiele: Rohe Zwiebeln, Hopfen, Kakao, Birkenzucker.

    Darf ich außerdem annehmen, dass die TCM Behandlung auch von einem Tierarzt überwacht und begleitet wird? In jedem Fall braucht der Hund bei einer Krebserkrankung parallel zur Alternativmedizin eine palliative tierärztliche Behandlung.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Ich möchte wissen, wie ich den echten Zunderschwamm von allen anderen ähnlichen Pilzen - und da gibt es einige - unterscheiden kann

    Mir fällt dazu noch ein, dass die Hutdeckschicht des Zunderschwamms in einer Feuerzeug-Flamme schwarz verkohlt werden sollte. Bestimmte ähnliche Pilze wie der Rotrandige Baumschwamm würden schmilzen. Der Rotrandige Baumschwamm reagiert mit Kalilauge wohl weinrot auf der Röhrenschicht. Ich habe leider noch nichts davon selbst ausprobieren können. Zum Zunderschwamm und dessen Reaktion mit Lauge wurde ja schon einiges aufgeführt.

    Hier auch ein Link der DGfM: pilzkunde?name=DGfM-Pilzkunde-Zunderschwamm-erkennen.pdf&reattachment=ef7bcab1e3a0b763ba0bf6f15274b92f

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo hm1,

    falls du deine Bestimmung mit KOH absichern möchtest, muss das offensichtlich eine niedrige Konzentration sein. Bei mir gab es zumindest mit 40% KOH hier eine zu dunkle Färbung:

    Rotrandiger Baumschwamm...KOH-Reaktion nicht rot

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo, Martin,

    leider hatte ich nichts dergleichen im Haus, und der Gang zur Apotheke hat auch nichts genützt, weil sie lt. Verkäufer und seinem schlauen Handy KOH und NaOH nicht als alleinigen Stoff, sondern nur als Zutat in anderen Materialien, mir fällt gerade kein anderes Wort ein, führen.

    Also habe ich mal ein Stückchen mit unverdünntem Spüli und ein weiteres mit unverdünntem Klarspüler übergossen.
    Es trat etwas Farbe aus, aber nicht viel. Hilft das?

  • Ich möchte wissen, wie ich den echten Zunderschwamm von allen anderen ähnlichen Pilzen - und da gibt es einige - unterscheiden kann

    Mir fällt dazu noch ein, dass die Hutdeckschicht des Zunderschwamms in einer Feuerzeug-Flamme schwarz verkohlt werden sollte. Bestimmte ähnliche Pilze wie der Rotrandige Baumschwamm würden schmilzen. Der Rotrandige Baumschwamm reagiert mit Kalilauge wohl weinrot auf der Röhrenschicht. Ich habe leider noch nichts davon selbst ausprobieren können. Zum Zunderschwamm und dessen Reaktion mit Lauge wurde ja schon einiges aufgeführt.

    Hier auch ein Link der DGfM: pilzkunde?name=DGfM-Pilzkunde-Zunderschwamm-erkennen.pdf&reattachment=ef7bcab1e3a0b763ba0bf6f15274b92f

    danke, das habe ich ausprobiert, die Hutdeckschicht schmilzt NICHT. Das wäre eine mögliche Bestätigung der Bestimmung, am KOH-Test bin ich noch dran.

  • Hallo

    Ein paar grundlegende Sachen.

    Zunderschwamm wächst sehr gerne an Birke und erzeugt Weißfäule. Die Birken brechen in mehreren Metern Höhe ab! Man kann dann gut die Weißfäule sehen.

    Der Rotrandige wächst auch gerne an Birke und erzeugt Braunfäule.

    Manchmal wachsen auch Birkenporlinge, Rotrandige und Zunderschwämme an einer Birke.

    Der Gemeine Feuerschwamm, den ihr auch als Falschen Zunderschwamm bezeichnet, habe ich noch niemals an Birke gesehen. Und ich schaue schon mehr als drei Tage nach Baumpilze.

  • Hey,

    alte Schlappen zu bestimmen ist nicht grad mein Spezialgebiet, in diesem Fall stört mich a bissale der Aufbau der Röhrenschichten.

    RÖHRENSCHICHT - ANALYSE : ALTERSBESTIMMUNG UND KÖRPERSPRACHE MEHRJÄHRIGER PILZFRUCHTKÖRPER - PDF Free Download

    Es hat eine einfachere, verständlichere Version davon gegeben, mit der sind's abgefahren. Damit wir Pilzler aufm neuestem Stand sind, :S

    Ich sehe eine Pilzruine mit abgegrenzter Röhrenschicht, die hat der Zunderschwamm so nicht.

    lgpeter

  • Hallo Uwe,

    den Pilz kann man natürlich auch ohne KOH bestimmen, da hast du völlig Recht.

    Aber wenn jemand gerne mal mit KOH eine Farbreaktionen ausprobieren möchte, ist das doch nicht schlimm, oder?


    Hallo MrX,

    Aus deiner Frage und Schilderung erschließe ich, dass du wenig Ahnung von der Chemie hast.

    Es ist dann vielleicht besser, wenn du nicht mit Rohrfrei oder ähnlichem hantierst - das Zeug ist wirklich gefährlich!

    Die Verwendung von Spüli oder Klarspüler ist nicht äquivalent zur Verwendung von KOH, da keine Lauge enthalten ist, wodurch der Versuch ohne Aussagekraft bleibt.

    Da funktioniert womöglich Backpulver oder Magenpulver besser.

    Der einfachste Weg wäre, sich ein kleines Fläschchen wässriger KOH-Lösung vom Pilz/Mikroskopierbedarf-Laden der Wahl schicken zu lassen - kostet nicht die Welt unbd reicht bei vernünftigem Einsatz jahrelang!

    LG, Martin

  • leider hatte ich nichts dergleichen im Haus, und der Gang zur Apotheke hat auch nichts genützt, weil sie lt. Verkäufer und seinem schlauen Handy KOH und NaOH nicht als alleinigen Stoff, sondern nur als Zutat in anderen Materialien, mir fällt gerade kein anderes Wort ein, führen.

    Also habe ich mal ein Stückchen mit unverdünntem Spüli und ein weiteres mit unverdünntem Klarspüler übergossen.
    Es trat etwas Farbe aus, aber nicht viel. Hilft das?

    KOH in Reinform kannst du beim Mykoservice von A. Gminder bestellen.

    Kalilauge (KOH) - Andreas Gminder

    Es ist auch bei Amazon zu haben, allerdings nur in unpraktisch großen Mengen. Verdünnen ginge allerdings mit destilliertem Wasser.

    https://www.amazon.de/Kaliumhydroxid…s%2C177&sr=8-11

    Auf den Test mit Spülmittel würde ich mich keinesfalls verlassen, da dort ja noch viele andere Substenzen enthalten sind. Wer weiß, was die für eine Reaktion zeigen oder die erwünschte Reaktion stören.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo MrX,


    Aus deiner Frage und Schilderung erschließe ich, dass du wenig Ahnung von der Chemie hast.

    Nun ja, ich hatte mal Chemie Leistungskurs. Das ist aber zugegebenermaßen lange her. Ein klein wenig mit KOH zu hantieren traue ich mir aber immer noch zu ;)

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • Hallo Mr X,

    sorry!

    Der Beitrag, auf den ich mich bezog, war gar nicht von dir, sondern von hm1, der dich nur zitiert hatte. :blush:

    Dort wurde versucht mit Spüli die KOH-Farbreaktion zu erzeugen.

    LG, Martin

  • sorry!

    Der Beitrag, auf den ich mich bezog, war gar nicht von dir, sondern von hm1, der dich nur zitiert hatte. :blush:


    Dort wurde versucht mit Spüli die KOH-Farbreaktion zu erzeugen.

    Ach so, haha ^^

    Ja, den Ansatz finde ich auch etwas zu unsicher. Ist wahrscheinlich besser sich richtiges KOH zu besorgen.

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.

  • den Pilz kann man natürlich auch ohne KOH bestimmen, da hast du völlig Recht.

    Aber wenn jemand gerne mal mit KOH eine Farbreaktionen ausprobieren möchte, ist das doch nicht schlimm, oder?

    Hallo

    Ausprobieren ist immer gut! :thumbup: Aber das bringt Heike nicht weiter. Es gibt ja auch große Mengen typisch gewachsener Pilze, die man ohne jegliche Probleme erkennt. Als Anfänger sollte man sich zuerst darauf konzentrieren! Mir fehlt z.B. ein Bild am Fundort. Zum Grundwissen gehört z.B. auch, dass Lackporlinge fast immer in Wurzelnähe wachsen, bis einem Meter Höhe habe ich die gesehen. Wenn der Pilz aber in drei Meter Höhe wächst, ist es schon mal zu 99,9 % kein Lackporling.

    Der Zunderschwamm ist ein Verwandlungskünstler. Mit zunehmender Erfahrung kann man die dann auch gut bestimmen. Für Extremfälle bleibt dann die Chemie.

    Also bin ich der Meinung, Heike braucht keine Chemie. Anfangen sollte sie wirklich mit typisch gewachsenen Fruchtkörpern.

    Hier ein paar "normale" und auch untypische: Zunderschwamm, (Fomes fomentarius).pdf

  • Hier ein paar "normale" und auch untypische: Zunderschwamm, (Fomes fomentarius).pdf

    Oupsi...den hier hätte ich glatt für einen Birkenporling gehalten ^^

    Alle meine Aussagen in diesem Forum sind nur als Bestimmungshilfen und keinesfalls als Verzehrfreigabe zu verstehen.