Hallo, Besucher der Thread wurde 3,9k mal aufgerufen und enthält 10 Antworten
  • Hallo Großpilzexperten,

    hier wieder ein neues Rätsel - zumindest für mich, sicherlich nicht für euch. Danke für eine Info, LG Tony


    1) Spp. weiß; nicht sichtbar auf Holz und nicht büschelig gewachsen; kein Anflug eines Rings; kein flockiger Stiel; keine sehr eng stehenden Lamellen; keine Knolle.

    Daher möchte ich alle Formen von Hallimasch sowie Spitzschuppiger Schirmling ausklammern.

    Evtl. Bärtiger Ritterling



    2) Spp. weiß; auf Holz gewachsen; kein geschlossener Trichter.

    Evtl. Muschelseitling



    3) Spp. rostbraun; Hutoberfläche stark schmierig, Stiel trocken; auf Holz gewachsen.

    Evtl. Schleimkopf/-fuß


    4) Spp. weiß; auf grasigem Waldweg gewachsen; keine gegabelte oder querverbundene Lamellen sichtbar.

    Evtl. Kaffeebrauner Gabeltrichterling


  • Ahoi!


    1 & 4 sollten so stimmen, meiner Ansicht nach.

    2: Könnte man mal mit dem Fuchsigen Röteltrichterling (Lepista flaccida = Lepista inversa) abgleichen.
    Der hat noch einen extrem giftigen Doppelgänger (Clitocybe amoenolens), nur so am Rande erwähnt.

    3: Sieht mir entweder nach einem Schüppling (Pholiota) oder einem Träuschling (Stropharia s.l.) aus. Müsste man halt mal absporen lassen, Sporenabwurf würde hier (wie ja sehr, sehr oft) viele Fragen beantworten.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,

    danke für die Info. Den Fuchsigen Röteltrichterling hatte ich auch schon auf meinen Notizen. Bin dann aber wieder davon abgekommen, da bei meinem Fund: Spp. weiß, lappige Erscheinung und auf Holz gewachsen. Jetzt sah ich mir das Sporenabwurfpräparat nochmal an. Es ist interessant: Bei schwarzem Hintergrund erscheint es rein weiß und bei weißem Hintergrund sieht es etwas cremefarben aus. Ich hatte bei den Röteltrichterlingen etwas mehr rötlich erwartet. Aber in der Lit. steht ja beim Fuchsigen "creme". Anders herum war es bei 3). Hier hätte mich eigentlich das "Wachstum auf Holz" schon zu den Schüpplingen leiten sollen. Wie wäre es mit Fettiger Schüppling?

    LG, Tony

  • Moin!


    Also ich habe glaube ich noch keinen Fuchsigen absporen lassen, kann das also nicht auflösen im Moment.

    Dieses labbrig flattrige Aussehen ist aber eigentlich recht typisch für Lepista flaccida im Alter. Dennoch bleibt dieser Wohlriechende Trichterling (Clitocybe amoenolens) ein gefährlicher Doppelgänger, gerade bei nahezu weißem Sporenpulver.


    Bei 3: Wenn "Fettiger Schüppling" Pholiota adiposa meint: Ganz klares nein. Der sieht total anders aus.

    Ich würde auch da erstmal nach dem Sporenpulver gucken, das bei Stropharia meistens deutlich dunkler und oft mit violetton ist.

    Könntre aber so oder so (ob Schüppling oder Träuschling) ein schwieriger Fall werden.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo Pablo,


    mich würde interessieren, wo den schon mal der berüchtigte Doppelgänger vom Fuchsigen Röteltrichterling (Wohlriechende Trichterling -Clitocybe amoenolens) aufgetaucht sein soll in Deutschland.

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo Veronika,


    auch wenn er noch nicht in Deutschland aufgetaucht ist (mein Wissensstand) oder einfach noch nicht bestimmt wurde. Angesichts der Wanderung vieler Arten (Klimawandel bedingt) ist es sicher nicht falsch hier auch jetzt schon auf der Hut zu sein, und Frankreich und die Schweiz sind nun auch nicht wirklich soweit entfernt.

    Falls er doch schon aufgetaucht sein sollte, würde mich die Antwort auf die Frage von Veronika durchaus auch sehr interessieren.


    Viele Grüße

    Thomas

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo,


    irgendwelche bestätigten Funde für Deutschland habe ich auch nirgends finden können, zumal für mich sehr interessant, da ich den Fuchsigen seines intensiven Geschmacks wegen eigentlich sehr gerne verarbeite.

    Allerdings bin ich bei meiner Suche im Netz über einen interessanten Bericht zur möglichen Vergiftung mit dem Wohlriechenden bzw. dem Acromelalga-Syndrom gestolpert. Natürlich schlimm und haben muss das ganz sicher Niemand, aber als ein bisschen Panikmache empfinde ich den Wirbel um den Wohlriechenden irgendwie schon ein wenig.

    https://medlexi.de/acromelalga-syndrom



    LG Thomas

  • Er (Clitocybe amoenolens) soll auch schon vor Wien gefunden worden sein. Literaturfundstelle dazu habe ich aber nicht.

    VG

    Thomas

    Auch von mir selbstverständlich keine Essensfreigabe. Sämtliche Darlegungen und Aussagen sind subjektiv und unverbindlich.

  • Hallo Pilzfreunde,


    hier alle Vergiftungssyndrome.


    https://www.dgfm-ev.de/speise-…fa0c2b55171889f8e3f1f4d7d

    Viele Grüße


    Veronika Weisheit
    Pilzberaterin Landkreis Rostock




    Hinweis: Hier im Forum wird es von mir keine Verzehrfreigaben geben, weil eine Bestimmung über Bild immer fehlerhaft sein kann.

  • Hallo, zusammen!


    Ob man bei der Tatsache, daß Nachweise dieser Art in Deutschland zu erwarten sind, in Panik ausbrechen muss, muss man für sich selbst entscheiden. :wink:

    Es kann nichts schaden, vorsichtig und achtsam zu sein. Famos wäre es, wenn der Erstnachweis in Deutschland einfach durch eine/n aufmerksame/n Pilzkundler/in passiert, und nicht in Verbindung mit einer Vergiftung.

    Auftauchen wird die Art hierzulande früher oder später mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, Klimawandel macht es möglich.
    Überraschend eigentlich, daß es in diesem Jahr nicht geklappt hat. Aber vermutlich war es zu trocken.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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