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Parasole - gelöscht

  • Hallo zusammen,


    gestern war ich in einem Wald bei Remagen - und der war übersät mit Parasolen aller Altersklassen sowie einigen Verwandten aus der Parasolecke (zwar genatterter Stil, aber eben ne Abart) sowie Safranschirmlingen.

    War ne schöne Schlemmerei :-) - aber viel mehr freue ich mich über die getrockneten Stiele - die ergeben nachher ein ein absolut wundervolles Pilzpulver :-)


    VG Boris

  • Hallo Boris,


    ein paar Bilder vom Fundort wären viel schöner gewesen. Von einem Hut in einer Pfanne und einer großen Menge geviertelter Stiele kann ich mir nichts abgewinnen. Wenn Du das nächste Mal welche findest mach doch einfach ein paar Fundortbilder und du wirst eine positive Resonanz bekommen.


    Das Pilzpulver von deren Stielen ist wirklich absolute Klasse, das kann ich bestätigen.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Boris71

    Hat den Titel des Themas von „Parasole“ zu „Parasole - gelöscht“ geändert.
  • Hi Boris,

    ich glaube nicht, dass du dich entschuldigen musst.

    Wir haben alle was übers „raffeln“ gelernt 🙂 und wissen natürlich auch, dass wir den Wald nicht unnötig ausräumen sollen und wollen.

    Und das Raffelbild hatte schon fast künstlerischen Wert!

    In den hiesigen trockengeplagten Wäldern gibt es derzeit nicht viele Pilze, aber auf die großen Schirme ist auch jetzt Verlass.

    Also halte ich Rudis Rat für völlig richtig, aber in dürren Zeiten mit etwas Augenmaß schlemmen, finde ich auch o.k. .....

    VG Jan

  • Hi Jan,


    sein "Rat" ging nicht dahin, dass ich zu viele Pilze gesammelt, sondern uninteressantes / nicht zeigenswertes / langweiliges Fotomaterial hochgeladen habe.

    Nur zur Info:

    Alle gesammelten Frischkörper haben meine beiden Söhne und ich verzehrt - und die Stiele habe ich getrocknet und zu Pulver zermahlen.

    Und das Pulver finde ich nun mal nahezu unschlagbar. Das - und die Tatsache, dass es in Remagen derzeit ne Menge Parasole gibt (vielleicht wohnt ja jemand in der Nähe, der Interesse hat) - wollte ich ursprünglich lediglich mitteilen.


    VG, Boris

  • Hallo Boris,


    warum den Thread gelöscht hast kann ich nicht verstehen. Jetzt ist leider nicht mehr nachvollziehbar warum Rudi und ich so reagiert haben. Böse gemeint war das aber mit Sicherheit nicht. Das nächste Mal machst Du es bestimmt besser, da bin ich mir sicher:).


    Von meinen Trockenpilze ist auch immer das Parasolstielpilzpulver (blödes Wort) als erstes alle. Hoffentlich finde ich dieses Jahr endlich wieder einmal welche. Parasole sind bei mir sehr selten.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Boris,


    das musst Du nicht löschen. Ich habe nur meine Meinung zur Anzahl der geernteten Pilze gesagt.


    Deine Bilder fand ich keineswegs langweilig. Und zur Qualität von Bildern sag ich nie was. Es geht ja im Forum meist um die Inhalte.


    Die Bedeutung von "raffeln" im Sinne von "reiben" kannte ich gar nicht.


    Grüßle

    RudiS

  • Hi Rudi,


    deshalb habe ich nachgefragt, denn zur Menge der Pilze hatte ich ja gar nichts geschrieben.

    Fakt: Es waren insgesamt 12 Parasole im Besten Alter - und genau diese 12 Stiele sind "geraffelt/zerkleinert" auf dem Blech gelandet.

    Meine beiden Söhne und ich haben je 4 Hüte gegessen.

    Sind das wirklich zu große Mengen?


    VG, Boris

  • Hi.


    Och... :wink:

    Ich bekenne mich auch als einen der Nerds, die am liebsten Pilzbilder in natüricher Umgebung sehen (Wald).
    Aber mal ein paar Funde zeigen: Ist doch auch gut. :thumbup:
    Bei Parasolen kenne ich auch die Situation, daß die in manchen Jahren dermaßen zahlreich erscheinen, daß man an einer Stelle locker 50 Fruchtkörper einsammeln kann - und danach stehen im Umkreis von 100 Metern immer noch 300 Fruchtkörper herum. Ich sammel meistens nie so viele, weil mir die Arbeit mit dem Putzen und haltbar machen zu viel ist.

    Aber die Art ist extrem häufig, überall stark verbreitet und hat keinerlei besondere, ökologische Ansprüche. Zu den besonders geschützten Arten gehören Parasole eh nicht - wobei die gesetzlichen Bestimmungen (wie im einzelnen, ist je nach Land und Region verschieden) und Einschränkungen ja für alle Pilzarten gleichermaßen gelten.

    Dennoch wäre das eine Art, wo ich null ökologische Bauchschmerzen hätte, wenn ich jemand mit drei Zentnern Parasolen aus dem Wald oder der Wiese laufen sehe.


    Bei manchen anderen Arten wird mir schon eher unwohl (bei seltenen Röhrlingen und so zB).

    Wie auch immer: Pilzsammler (also wer privat und nicht kommerziell sammelt) sind so oder so nicht das Problem, und erst recht nicht die Ursache fürs Artensterben. Da sind andere Umstände viel, viel schlimmer.


    Also... Ist das ok, wenn ich den Startbeitrag wieder herstelle?



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo, Boris!


    Danke. :thumbup:

    Ausgang der Diskussion ist nun zu sehen. Und ich finde nicht, daß das "übermäßig" wäre. Weil vor allem die längsgeschnittenen Stiele nach viel mehr aussehen, als sie in wirklcihkeit sind, kann das schon eine kurze Irritation bewirken.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Ich hänge mal zwei Bilder von 2 Riesenschirmpilzen an ... auch nicht vom Fundort, aber von den unversehrten Exemplaren. Den Hut möchte ich nicht aufschneiden, sondern mit Ei und Semmelbröseln panieren und dann in Butter braten.

    Die Idee mit den Stielen finde ich toll, habe sie gleich verinnerlicht!

    Viele Grüße aus dem Vogtland, wo derzeit viele Pilze wachsen.

    Heike

  • Hallo Boris,

    das Bild mit dem Parasol in der Pfanne finde ich einfach klasse. Ich hatte sofort einen Bärenhunger bekommen. Auch wenn ich, zumindest hier bei den Schreibenden, in der Minderheit bin, solche Bilder gefallen mir wirklich sehr gut. Ich habe das Foto auch gleich an meine Frau weitergeleitet, die sich auch sehr darüber gefreut hatte. Es ist schon erstaunlich, wie verschieden die Geschmäcker, nicht nur beim Essen, sondern offensichtlich auch bei Fotos sind. Keine Frage, auch mir gefallen Fotos vom Standort oder einzelne Fotos von den Pilzen und Teilen des Pilzes genauso. Den Parasol kenne ich und ich denke fast alle hier sehr gut und auch dessen Habitate, was auch oft gezeigt wird. Gerade deshalb hat mich das Bild mit dem Parasol in der Pfanne so gefreut.

    Selbstverständlich können, ja sollen, alle hier ihre persönlichen Meinungen kund tun, denn das ergibt erst ein richtiges Gesamtbild. Nur fände ich es schade, wenn dann jemand abgehalten würde, auch solche kulinarischen Bilder einzustellen. Es wird niemand gezwungen, sich diese nun intensivst anzuschauen ebenso umgekehrt, Bilder von den Fundorten oder vom einzelnen Pilz. Ich interessiere mich eigentlich für alle Pilze, weil ich alle faszinierend und interessant finde, egal ob häufig oder selten, Letzteres macht natürlich besonders Freude. Aber auch ganz selten gibt es Pilze, wo mir jeglicher Kenntnisstand fehlt und ich auch da vorerst nicht einsteigen will, dann gehe ich einfach darüber hinweg. Dabei weiß ich genau, dass es genug andere gibt, die gerade ein solcher Beitrag besonders interessiert, entweder weil sie gerade für Neues offen sind oder sich auf diese Gattung spezialisiert haben.

    Viele Grüße

    Thomas

    Auch von mir selbstverständlich keine Essensfreigabe. Sämtliche Darlegungen und Aussagen sind subjektiv und unverbindlich.

  • Hi.


    Ich denke Pablo wollte auf die seltsame Bezeichnung hinaus. ;)

    Es gibt Karbol-Champignons, das wäre ja was anderes.


    Bei Chlorophyllum gilt Chlorophyllum brunneum als giftig/giftverdächtig und der wurde im Forum hier auch schon öfters gezeigt.

    Eventuell gibt es auch noch "Chlorophyllum venenata", wobei ich persönlich die Existenz ein wenig anzweifel und das für C. brunneum halte bei dem man keine Schnallen gefunden hat.

    Wenn es ihn denn gibt, so wäre er vermutlich nur mikroskopisch zu erkennen. Eine Sequenz ist mir davon auch nicht bekannt und generell ist das Taxon einigermaßen seltsam. Ich verwende es gar nicht.

    Wenn man mag kann man das aber gedanklich trennen oder halt Chlorophyllum brunneum s.l. oder so an seine Funde schreiben.


    LG.

  • Hallo.


    Kleiner Hinweis am Rande:
    Chlorophyllum "venenatum" = Macrolepiota "venenata".
    Das ist beides das Gleiche, nur hat man mittlerweile sinnvollerweise die Gattung Macrolepiota (Riesenschirmlinge) von der Gattung Chlorophyllum (Safranschirmlinge) getrennt.

    "venenata" ist ein diffuser name, der erstens sehr uneinheitlich interpretiert wurde, zweitens eine nicht klar abgrenzbare Beschreibung als Basis hat.
    Darum verwendet man für den giftigen Garten - Safranschirmling momentan den Namen Chlorophyllum brunneum.

    Eventuell sind das aber schon zwei Arten (dann wären es zwei giftige, eine mit deutlich gerandeter Knolle und eine ohne sowie ein paar mikroskopischen Unterschieden).

    Das gute am aktuellen Gattungskonzept: Es gibt keinen einzigen giftigen Riesenschirmling (Macrolepiota).
    Die giftige Art (oder eventuell zwei) sind Safranschirmlinge (Chlorophyllum).
    Die beiden Gattungen sind makroskopisch sicher zu unterscheiden, also muss theoretisch niemand mehr Gefahr laufen, statt einem "Parasol" einen "Giftschirmling" einzusammeln - vorausgesetzt man hat sich kurz angeguckt, wie es geht.


    Mit dem Geruch hat das übrigens nichts zu tun. Das Märchen, der giftige Schirmling röche unwirsch, hält sich hartnäckig, ist aebr dennoch nur ein Märchen.
    Chlorophyllum brunneum (= Macrolepiota venenata s. auct.) riecht genauso wie alle anderen großen Schirmlinge (Chlorophyllum & Macrolepiota) auch: Frisch angenehm nussig und aromatisch, später nach nassem Hund und zuletzt nach verwesung.

    Der wächst auch nicht immer auf Kompost, sondern steht auch mal einfach so im Wald am Wegrand, wenn da genug Stickstoff im Boden ist.



    LG; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

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