Hallo, Besucher der Thread wurde 2,2k mal aufgerufen und enthält 18 Antworten
  • Guten Morgen liebes Pilzforum,

    anbei habe ich ein Pilz, den ich nicht bestimmen kann und bitte Euch daher um Eure Hilfe. Ich bedanke mich schon einmal ganz herzlich. VG Carmem

    Funddatum: 11.12.2020
    Fundort: Thüringen, Jenaer Forst, Mischwald
    Hut: ca. 6 cm Durchmesser, dick mit Schleim bedeckt. Haut relativ leicht abziehbar.
    Stiel: unterer Teil ebenfalls dick mit Schleim beckt. Fasrig
    Fleisch: weiß
    Geruch: unauffällig







  • Hallo Carmen!


    das glaube ich nicht!


    als Tipp: schau Dir mal die Blätter mit Gezahntem Rand an. Gemeinsam mit der Hutkonsistenz kommst Du sicher drauf!


    wenn ich mich nicht selbst vertan habe... :wink:

    EDIT: ich glaub das trifft auch zu! Ich denke Du hast da in der Gattung noch was selteneres gefunden. Könnte in Richtung Olive gehen???


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Hallo Carmen,


    Schleimfüße wären Schleierlinge und die hätten braunes Sporenpulver. Bei deinem Fund liegt schon ein recht ausgewachsenes Exemplar vor, bei dem dann die Lamellenflächen rostbraun überfärbt sein müssten.

    Such mal nach schleimigen Weißsporern und schau dir die Lamellen und den Zwischenraum an. Dann kommst du bestimmt auf die Gattung.:)

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

    Eine Freigabe zum Verzehr können nur Pilzsachverständige vor Ort geben! -> Pilzsachverständige finden

  • Hi Carmen!


    also bei den Schnecklingen bist Du sicher richtig!
    Hab ich vielleicht zu kryptisch ausgedrückt. Ich wollt Dir den Erfolg bei der Bestimmung nicht nehmen.

    Mein Vorschlag wäre der Olivbraune... was sagen die anderen dazu? Den hatte ich noch nie in Händen.


    lg

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


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  • Hey,


    also ich würde nach schnellem durchschlüsseln im GRÖGER, den Fund als Hygrophorus persoonii bezeichnen. Falls man Lauge hätte, könnte man etwas auf den Hut geben ob sich dabei eine Grünfärbung einstellt. Hübsche Art auf jeden Fall.


    LG Thiemo

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  • Guten Morgen Thiemo und Alex,

    ich danke Euch herzlich für Eure Hilfe und Eure Geduld. Mit meinen geringen Kenntnissen, bin ich da oft ziemlich aufgeschmissen, wenn es um Bestimmung geht. Aber ich habe hier wieder etwas dazu gelernt. Eine Frage habe ich noch: Welche Lauge würde ich eignen, um zu schauen, ob sich eine Grünfärbung einstellt?
    LG Carmen

  • <Mit meinen geringen Kenntnissen, bin ich da oft ziemlich aufgeschmissen, wenn es um Bestimmung geht>

    Hallo Carmen,

    darin bist Du nicht allein. Aber eben darin liegt der Reiz der Sache. Mir sieht Dein Pilz nach Elfenbeinschneckling aus. Aber ein Schneckling ist es wahrscheinlich schon.

    Gruß - Franz

  • Hallo,

    Welche Lauge würde ich eignen, um zu schauen, ob sich eine Grünfärbung einstellt?

    Natronlauge/NaOH/Natriumhydroxid-Lösung ~20%, Kalilauge/KOH/Kaliumhydroxid-Lösung ~20% oder Ammoniakwasser/NH3 konz./Ammoniaklösung ~25% sind die drei gängigsten.

    LG Thiemo

    Bestimmungsvorschläge anhand von Fotos sind immer unter Vorbehalt und mit Restrisiko!

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  • Hallo, Carmen!


    Kalilauge wäre dabei das, auf was sich die meisten Literaturangaben beeziehen, und zwar in einer Konzentration von 20-40%.
    Wobei die anderen erwähnten Laugen wohl auch gehen sollten, nur bei geringeren Konzentrationen gibt's kein befiredigendes Ergebnis. Dieses Jahr ausprobiert mit KOH5%, das würde mal bestenfalls blass oliv mit etwas Phantasie...

    Aber auch ohne das bin ich hier relativ sicher, daß du Hygrophorus persoonii gefunden hast. Auf dem ersten Bild sind eichenblätter zu sehen (Lieblingsmykorrhizapartner der Art), andere Arten aus Laubwäldern hätten entweder hellere oder dunklere (oder weniger zweifarbige) Hüte und / oder andersfarbige bzw. keine so deutlichen schleimigen velumnatterungen und Bänder am Stiel.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • <Mit meinen geringen Kenntnissen, bin ich da oft ziemlich aufgeschmissen, wenn es um Bestimmung geht>

    Hallo Carmen,

    darin bist Du nicht allein. Aber eben darin liegt der Reiz der Sache. Mir sieht Dein Pilz nach Elfenbeinschneckling aus. Aber ein Schneckling ist es wahrscheinlich schon.

    Gruß - Franz

    He Franz

    der Elfenbeinschneckling ist mehr oder weniger schneeweiß.

    Wenn es einer von den "Standardschnecklingen" hätte sein dürfen, dann am ehesten der Frostschneckling.

    Lieben Gruß

    Reike

  • Hallo, Carmen!


    Naja, es ist jedenfalls mal nicht nichts passiert.
    Beim Plätzchen backen auflegen wird man halt auch nicht an die erforderlichen Laugenkonzentration kommen, darum die Empfehlung oben eben wirklich echtes KOH zu verwenden, mit einer Konzentration von 20% (oder mehr, aber vorsicht: das zeug ist dann äzend).

    Ich bleibe dennoch wegen Fundort und Aussehen bei Hygrophorus persoonii.



    Lg; Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • Hallo und guten Tag,


    ich meinerseits, ergo für mich, war beim ersten erblicken bei den Schnecklingen. Anhand der akkuraten knapp am Stiel herab laufenden Lamellen und auch die ausgeprägte ordentliche Anordnung dieser.

    Da ich dieses Jahr Glück mit dem Frostschneckling hatte, habe ich mir diese Art sehr genau eingeprägt.

    Für mich ein Pilz, den wenn man Ihn als Schneckling erkennt, (wie bei den Täublingen) eine schöne Erweiterung im eigenen Horizont seiner Pilze ist.


    Gruß Ralph

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