Hallo, Besucher der Thread wurde 2k mal aufgerufen und enthält 18 Antworten
  • Servus,

    ich würde gern eure jahrelange Erfahrung nutzen und herausfinden, was das ist. Ist mir noch nicht begegnet.

    Im ersten Moment dachte ich Eichhase, ist es aber nicht und in meinem Buch finde ich nichts vergleichbares.

    Danke!

  • sorry, ich weiß nicht, ob die anderen Bilder mehr helfen. War direkt am Fuß einer Tanne oder Fichte (hab dummerweise nicht genau geschaut). Ist ca 7cm hoch und 10cm im Durchmesser. Farbe von Semmelstoppelpilzen, hat auch stellenweise ähnliche Stoppeln.

    Er riecht sehr intensiv, angenehm, ähnlich wie der Anisegerling, aber nicht ganz der Anis-Geruch.

  • Hallo Zusammen

    Mein letzter Riesenporling hatte in jungen Zustand auch solche Bildung der Fruchtkörper.

    LG Andy

  • Farbe von Semmelstoppelpilzen, hat auch stellenweise ähnliche Stoppeln.

    Dann könnte es wirklich eine Mißbildung sein. Hast du von den Stoppeln ein Bild. Graubart (Gerd) wird hier sicherlich noch antworten. Er ist ein Spezialist für Fehlbildungen und Mißbildungen. Also noch etwas warten!

    Hallo Uwe,


    ich halte das nicht für eine Missbildung.

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    Der Vorschlag "Bondarzewia mesenterica" (Bergporling) gefällt mir gut.


    - Der würde auch zu den Detailangaben (Substrat, Geruch, vorgetäuschte Stoppeln) von Vroni3012 passen.

    - Zur Absicherung wäre eine Geschmacksprobe (scharf!) wichtig.


    Grüße Gerd

  • Hallo, Uwe!


    die Poren vom bergporling (Bondarzewia mesenterica / montana) sind relativ grob, viel größer als beim Riesenporling (Meripilus giganteus).
    Bei ganz jungen Fruchtkörpern zwar auch wieder eher fein, aber weil da das Hymenophor noch nicht wagrecht ausgerichtet ist, wirken die Poren so stufig - zahnig, und das kann dann flüchtig aussehen wie Stacheln.
    Vielleicht bei diesen jungen (doch etwas älteren als denen von Vroni) bergporlingen erkennbar, bei den "Riffeln" am Steil des umgedrehten fruchtkörpers:


    So am Rande: Ich hatte auch schon (recht junge) Bergporlinge in der Hand bzw. im Mund, die gar nicht recht scharf werden wollten. Nach einer Weile (~30 Sekunden) kauen dann schon so leicht, aber um Riesenporling und bergporling zu unterscheiden reichen eigentlich die Porengröße (funktioniert bei so jungen Fruchtkörpern natürlich noch nicht wirklich) und das schwärzende Fleisch vom Riesenporling (anschneiden, 5 min. warten ---> Schnittstelle = schwarz), das schwärzt bei so jungen fruchtkörpern am allerbesten.



    LG, Pablo.

    Das Internet ist "Hilfe zur Selbsthilfe" und kann nur Vorschläge zu Bestimmung von Pilzen bieten. Eine Verzehrfreigabe ist online nicht möglich, die gibt's beim >Pilzsachverständigen<.

  • - Der würde auch zu den Detailangaben (Substrat, Geruch, vorgetäuschte Stoppeln)

    Hallo Gerd und alle

    Ich kenne hier im Norden natürlich nicht den Bergporling aus eigenen Funden. Was sind bei dem Pilz "vorgetäuschte Stoppeln"?


    Hallo Uwe,


    Ich kenne den Bergporling auch nur aus der Literatur und hatte den noch nie in der Hand.

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    Zu den Stoppeln habe ich folgendes gefunden:

    Der bekannte Pilzexperte Harald Zühlsdorf (PSV,U. Landeskoordinator Für Hessen) hat in einem Nachbarforum zum Bergporling folgendes festgestellt:

    Zitat:

    Der Bergporling hat "gestufte" Poren, die von der Seite betrachtet fast wie Stacheln aussehen.

    Mikroskopisch wärs ganz einfach, weil der täublingsähnliche Sporen hat (ist also in der Tat mit den Täublingen verwandt und kein Porling)

    Grüße Gerd


    Pilz des Monats Januar 2019 - Bergporling - Verein der Pilzfreunde Stuttgart e.V.

  • Vielen Dank für Eure Ideen!!!

    Es ist also kein Riesenporling, er schwärzt nämlich nicht. Den Fotos nach, die ich unter Bergporling gefunden habe, müsste er das fast sicher sein. Er ist auch nicht scharf, schmeckt sehr gut wenn man ihn probiert.

    Meint ihr ich kann mich trauen ihn zu essen oder wäre die Verwechslungsgefahr zu hoch wenn ich nicht 100% sicher bin? Gäbe es was ähnliches ungenießbares/giftiges? Leider habe ich von dieser Art Pilz wenig Ahnung. Unter dem Link oben steht nicht zum Verzehr geeignet, auf anderen Seiten habe ich gelesen, dass man ihn so jung eben schon essen könnte.

    Danke für eure Hilfe!

  • Vielen Dank für Eure Ideen!!!

    Es ist also kein Riesenporling, er schwärzt nämlich nicht. Den Fotos nach, die ich unter Bergporling gefunden habe, müsste er das fast sicher sein. Er ist auch nicht scharf, schmeckt sehr gut wenn man ihn probiert.

    Meint ihr ich kann mich trauen ihn zu essen oder wäre die Verwechslungsgefahr zu hoch wenn ich nicht 100% sicher bin? Gäbe es was ähnliches ungenießbares/giftiges? Leider habe ich von dieser Art Pilz wenig Ahnung. Unter dem Link oben steht nicht zum Verzehr geeignet, auf anderen Seiten habe ich gelesen, dass man ihn so jung eben schon essen könnte.

    Danke für eure Hilfe!

    Hallo Vroni,


    grundsätzlich können und dürfen wir im Internet keine Verzehrfreigabe geben, zu mal wir ja nur plausible Ideen (aber keine 100%-ig sichere Bestimmung

    geäußert haben.


    - Und übrigens, ich müsste den Speisewert eh erst nahschlagen, da ich derartige Arten nur in Notzeiten (kurz vor dem Verhungern) verspeisen würde.

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    Jetzt noch ein Wort zur Verwechslungsmöglichkeit:


    Der "Bergporling" (Bondarzewia mesenterica) hat Doppelgänger, die ich kurz gegenüber stelle:

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    Es gibt nur wenige Gattungen/Pilzarten (übrigens nicht miteinander verwandt) die ähnliche Fruchtkörper ausbilden und evtl. verwechselt werden können: Und ich muss hier leider ausdrücklich auch betonen, dass nur ein Bildvergleich nichts bringen wird, sondern nur eine kritische Beurteillug der deskriptiven Beschreibung.


    (1) Meripilus (Riesenporling), in Europa nur eine Art [1, S. 546], Meripilus giganteus (Riesenporling).

    ---> Poren auf Druck schwärzend

    ---> Hauptsubstrat in BW (Baden-Württemberg) ist Rotbuche, in weitem Abstand gefolgt von Eiche, sehr selten an div. anderen Laubhölzern oder Tanne

    ---> Vertikale Verbreitung: planar bis eumontan (hauptsächlich kollin bis submontan)

    (2) Grifola (Klapperschwamm) , weltweit [1, S. 530] nur eine einzige Art ---> Grifola frondosa (Klapperschwamm)

    ---> Poren auf Druck nicht schwärzend

    ---> Hauptsubstrat in BW ist fast ausschließlich Eiche, sehr selten an Rotbuche

    ---> Vertikale Verbreitung: „planar bis submontan“

    (3) Bondarzewia (Bergporling) weltweit [1, S. 491] zwei Arten, in Europa nur Bondarzewia mesenterica = B. montana (Bergporling).

    ---> Poren auf Druck nicht schwärzend

    ---> Hauptsubstrat in BW ist Weißtanne, in Abstand gefolgt von Rotfichte

    ---> Vertikale Verbreitung: „hochkollin bis eumontan“; fehlt im Tiefland

    ---> Geschmack „ähnlich scharf wie ein Speitäubling“

    ---> Stielbasis strunkartig

    ---------------------------------------------------------------------

    Auffallend sind die großen Unterschiede der Porengröße in den Literaturangaben, die ich mir hier ersprache


    Literatur:

    [1] G.J. Krieglsteiner (2000): Die Großpilze Baden-Württembergs Band 1


    Grüße Ged

  • Hallo Gerd,

    Und übrigens, ich müsste den Speisewert eh erst nahschlagen, da ich derartige Arten nur in Notzeiten (kurz vor dem Verhungern) verspeisen würde.

    das meinst Du doch nicht wirklich auch für den unten bei Dir erwähnten Klapperschwamm (Grifola frondosa)? Der ist für mich einer der schmackhaftesten Pilze überhaupt. Für den schmeiße ich jeden Steinpilz und auch jede Morchel weg.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Gerd,

    Und übrigens, ich müsste den Speisewert eh erst nahschlagen, da ich derartige Arten nur in Notzeiten (kurz vor dem Verhungern) verspeisen würde.

    das meinst Du doch nicht wirklich auch für den unten bei Dir erwähnten Klapperschwamm (Grifola frondosa)? Der ist für mich einer der schmackhaftesten Pilze überhaupt. Für den schmeiße ich jeden Steinpilz und auch jede Morchel weg.


    VG Jörg

    Hallo Jörg,


    du hast mich neugierig gemacht:


    und in der Tat fand ich Hinweise darauf, dass der "Klapperschwamm" ein schmackhafter Speisepilz sein soll.


    Verspeisen würde ich ihn dennoch nicht, da er in BW rel. selten ist.


    Grüße Gerd

  • Hallo Gerd,


    beim Fund von nur einem Exemplar bleibt der natürlich vor Ort aber wenn ich 6 Stück an drei Eichen nebeneinander finde, wie 2017, dann tut es nichts einen Fruchtkörper mitzunehmen. Es ist ein sehr aromatischer Pilz, den man eigentlich in jeder Weise zubereiten kann. Wem der Geschmack nicht zusagt, mag den dann natürlich auch nicht.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Hallo Gerd!


    vielen Dank für Deinen Vergleich von Berg- und Riesenporling! da hab ich gedanklich die schwärzenden Poren gedanklich vertauscht!


    Liebe Grüße

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

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