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Pilze die unter Naturschutz stehen

  • Hallo Jürgen,


    oh mit Zäune sollte man vorsichtig sein. Ein Wald muss begehbar sein, ausser er ist bebaut oder er Land- und forstwirtschaftlich genutzt (und dann auch nicht auf dauer). Das erfährt man spätestens wenn der Förster vor der Tür steht und dir ein wunderschöne Aufforderung vor die Nase hält.

    Schwammerlgrüße aus dem Kollbachtal :)


    Schwammerlantn


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    Kleiner Signaturwitz:
    "Herr Ober, ich hab' noch gar nicht gekostet und schon zahlen?"
    "Das machen wir bei Pilzgerichten immer so, junge Frau!"


    :P

    Einmal editiert, zuletzt von Schwammerlantn ()

  • Hallo zusammen,


    das stand heute in der Zeitung.


    Ohne Worte!!!


    Schwammerlgrüße aus dem Kollbachtal :)


    Schwammerlantn


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    Kleiner Signaturwitz:
    "Herr Ober, ich hab' noch gar nicht gekostet und schon zahlen?"
    "Das machen wir bei Pilzgerichten immer so, junge Frau!"


    :P

  • Wobei ja bei solchen Geschichten, mit den plündernden Horden, welche ohne Rücksicht durch die Wälder gehen um damit Profit zu machen, es vollkommen richtig ist, dies zu unterbinden und massiv zu bestrafen, aber wie Julius schon schrieb, wie groß mein Privatbedarf ist, entscheide ich noch immer selber.

    Gruß
    Tommi


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    [size=2][font="Verdana, Arial, sans-serif"]Mitglied der Pilzfreunde in der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V und der Pilzfreunde e.V.[/font][/size]



    :graduate:

  • Zitat von Hexenopa pid='5874' dateline='1380926559'

    DU:
    4. Geschützte Landschaftsbestandteile wie Natur- und Landschaftsschutzgebiete, Naturparks und Naturdenkmäler, FFH und Natura 2000 -Gebiete sowie Biosphärenreservate dürfen nur nach den jeweiligen Rechtsverordnungen betreten und die dortigen wildlebenden Pflanzen und Pilze genutzt werden.


    ICH:
    Ein Betreten dieser Landschaftsbestandteile muss für den interessierten Bürger immer und jederzeit möglich sein, und dass ohne dafür einen "Obulus" entrichten zu müssen!


    Im Gesetz sind ja schon die neuesten Erfindungen der Aussperrer aufgeführt. Und die Erfindungen schreiten nach der Salamitaktik weiter fort. Als nächstes wird unter dem Deckmäntelchen der "Biodiversität" für jede Pfütze und jeden Grashalm ein besonderes schützenswertes Mikronaturschutzgebiet formuliert. Selbst wo nichts wächst ist ein schützenswertes Mager-Trocken-Rasengebiet und wird entweder als Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet oder wenn gar nichts mehr hilft als Kulturdenkmal geschützt.
    Wie das ein Anwalt sieht ?
    Das siehst Du jeden Tag, wenn für Ökostrom bezahlt wird, den du nicht hast aber haben könntest, wenn andere wollen oder nicht.
    Du bezahlst eine Zwangshaushaltsabgabe für deine Informationsfreiheit, welche vorschreibt für welche Infos bezahlt wird auch wenn wir diese nicht nutzen wollen, aber nutzen könnten.
    Einige Länder u.a. NRW bezahlen eine Regenwasserabgabe falls es mal regnen könnte oder nicht.
    Und um den Bogen zu den Pilzen zu spannen, wird irgendwann eine Naturnutzungsabgabe gefordert werden, weil Du die Haustür verlassen könntest... natürlich mit Aufpreis, weil auch die Natur außerhalb des Ortsausgangsschildes betreten werden könnte. Die Natur wird dann als Dienstleistung betrachtet und für Dienstleistungen ist ein Entgeld fällig. Für kostenlose Windkraft, Flüsse, Regen, Solar wird die Naturdienstleistung schon bezahlt, bzw. die Kuh schon gemolken.
    Vor diesen Karren lassen sich schon viele "Naturschutzvereine" spannen, weil sie das große Geld durch Naturführungen wittern. Bedeutet, dass nur in Begleitung eines bezahlten Vereinsmitgliedes ein selbsternanntes Naturschutzgebiet betreten werden darf.
    Natürlich holt sich die Natur alle Naturschutzgebiete zurück und macht damit was sie will, das kann nur durch Gelder eigeschränkt werden (Landschaftsbau). Ein Widerspruch in sich, aber das merken die Schafe ja nicht, und "die dümmsten Schafe wählen ihren Schlächter selbst (Bibel)"


    Ich verstehe schon die Angst von Katinka, den ewig Raffgierigen die Munition zu liefern mit denen wir erschossen werden sollen. Dagegen hilft nur Weiterbildung, denn je mehr wir selbst über die Natur erfahren, um so mehr können wir den selbsternannten Naturprofis zeigen, dass sie eigentlich nichts wissen.


    Als aktiver Naturschützer, der ich nur sein kann, weil ich in keinem Verein bin, habe ich bei der Pilzpirsch immer eine Kamera dabei. Natürlich kenne ich Stellen, wo "Rote-Liste-Pilze" fruktifizieren und ich werde schön meinen Mund halten, damit ich sie auch in den nächsten Jahren "besuchen" kann.
    Das wäre ja furchtbar, wenn die "Wissenschaftler" alle "meine Weißen Steinpilze" totforschen würden.
    Wenn die hier wüßten, wo ich die Eichen-Rotkappe aufgenommen habe, wäre um das Waldstück umgehend ein Stacheldrahtzaun.


  • :claps::claps::claps:

    Gruß
    Tommi


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    [size=2][font="Verdana, Arial, sans-serif"]Mitglied der Pilzfreunde in der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V und der Pilzfreunde e.V.[/font][/size]



    :graduate:

  • Gut geschrieben und argumentiert.
    Schließe mich voll und ganz dem Applaus von Tommi an.


    :claps::claps::claps::claps:

    Grüße aus dem schönen Niederbayern :P


    Jutta


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    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Ja Jutta,


    unser Applaus wird aber die Idioten nicht davon abhalten, "unsere Natur"
    kaputt zu machen.
    War heute gerade mal wieder in meinem Auwald und war ganz schockiert, da haben die doch wirklich das gesamte Unterholz auf einige Haufen gepackt und sind dann mit schwerem Gerät durch den Wald um alles einzusammeln..... Auf die nächsten Jahre wird wohl da nichts mehr an Pilzen wachsen.

    Gruß
    Tommi


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    [size=2][font="Verdana, Arial, sans-serif"]Mitglied der Pilzfreunde in der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V und der Pilzfreunde e.V.[/font][/size]



    :graduate:

  • Hallo Tommi,
    genau das selbe stelle ich hier auch fest. Ohne Hirn und Verstand fahren die mit den dicken Bulldogs durch den Wald.
    Ich habe schon viele Pilzstellen aufgeben müssen.

    Grüße aus dem schönen Niederbayern :P


    Jutta


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    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzberater vor Ort , Bestimmungsvorschläge meinerseits sind keine Essensfreigaben

  • Interessanter Thread.
    Ich muss sagen, dass ich zu diesem Thema etwas zwiegespalten bin.
    Auf der einen Seite möchte ich mich in der Natur möglichst frei bewegen dürfen und möglichst wenig durch Gesetze und Vorschriften eingeschränkt werden (bzw. nur durch die, welche einem die Vernunft sowieso vorgeben). Auch Eintritt für das Betreten der Natur (wie an einigen deutschen Stränden), ist für mich ein Unding und Zugangsbeschränkungen sollten die Ausnahme sein (als Kletterer finde ich z.B. die zeitweise Sperrung eines Felsens, zur Vermeidung der Störung eines brütenden Wanderfalkenpärchens als absolut angemessen).
    Auf der anderen Seite, denke ich auch das wir ohne solche Gesetze nicht auskommen weil:
    - leider viele Menschen meinen alles zu dürfen, was nicht explizit verboten ist (Beispiele: Gibt es leider viel zu viele)
    - wir in einem sehr dicht besiedelten Land leben. Dort wo viele Menschen auf engem Raum leben, benötigt man Regeln die sicherstellen, dass jeder die Natur gleichermaßen "nutzen" kann, sie dabei aber auch durch die massenhafte "Nutzung" nicht nachhaltig geschädigt wird. (Beispiel: in dünn besiedelten Regionen ist es eher unproblematisch, wenn jeder einfach so für seinen Bedarf Angeln oder Jagen darf, wenn aber in einer Region mit hoher Bevölkerungsdichte auch jeder einfach losziehen darf, ist u.U. sehr schnell alles leer gefischt. Hier braucht es dann verbindliche Regeln = Gesetze, wobei diese bei uns dann leider aber auch gleich wieder maßlos übertrieben werden)
    Für mich als Pilzsucher bedeutet dies, dass ich mich bei der Pilzsuche insbesondere abseits der Wege möglichst leise und schonend bewege und an die gesetzlichen Vorgaben und das was mir der gesunde Menschenverstand sagt halte. Viele Regeln davon sind ja durchaus sinnvoll, und nur so lässt sich auch langfristig vermeiden, dass irgendwann unser Hobby massiv beschränkt wird - von Bürokraten die leider (oft) keine Ahnung von dem haben, über das sie entscheiden.
    Noch ein Wort zum Thema Zäune. Die Natur durch Zäune großflächig für den Zutritt durch den Bürger zu sperren ist zweifellos ein Unding, und dies gilt auch für Privatwald (meiner ist und bleibt auch zugänglich). Allerdings beteilige ich mich auch jedes Jahr am Pflanzen von Bäumen und dem damit verbundenen Auf- und Abbau von Wildschutzzäunen. Diese so zu beschädigen, dass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen (z.B. durch starkes herunterdrücken) bedeutet, eine sehr wichtige und zeitaufwändige Arbeit des Försters (den Umbau unsere Wälder, von Monokulturen auf Mischwälder) zu sabotieren. Dabei kann außerdem erheblicher, finanzieller Schaden entstehen, wenn teure (bei uns oft 5-stellige Beträge) Setzlinge durch Wild zerstört werden - Geld, dass dann für weitere Umbaumaßnahen verloren geht und u.U. durch höheren Einschlag wieder eingebracht werden "muss". Dies sollte man bedenken. Gerade auch als Pilzsucher sollte uns viel daran liegen, dass unsere Wälder wieder zu vielfältigeren. langfristig überlebensfähigen Lebensräumen (Stichwort: Klimawandel) werden.

    Bestimmungsvorschläge sind immer unter Vorbehalt. Auf keinen Fall sind eine Freigabe zum Verzehr.

  • Hallo Jürgen,


    Du hast einen Paragraphen hinsichtlich der Pilzentnahme zietiert und ...




    ...
    in drei Punkten eine Auslegung gepostet, mit der ich nicht in allen Punkten so recht mitgehen möchte.



    Zitat


    Daraus ergibt sich Folgendes:


    1. Pilze dürfen nur für den eigenen Bedarf und in kleinen Mengen mitgenommen werden. Eine Weitergabe an andere wäre damit nicht mehr abgedeckt.



    Hier stimme ich weitesgehend zu.


    Zitat


    2. Pilze ohne vernünftigen Grund von ihrem Standort zu entfernen, ist nicht erlaubt. Insbesondere nicht, um sie zur Schau zu stellen.



    Wenn eine Schau zur Fortbildung der Bevölkerung dient, wäre das meiner Meinung nach ein vernünftiger Grund und kein Widerspruch zum Paragraphen.


    Zitat


    3. Vernünftiger Grund kann nur die Verwertung der Pilze als Lebensmittel sein oder eine behördliche genehmigte Ausbildung mit naturschutzrechtlicher Ausnahmegenehmigung.



    Das Sammeln zum Bestimmen, also für ein quasi wissenschaftliches- oder eben Hobbyinteresse sehe ich ebenfalls als vernünftigen Grund. Sonst müsste jemand, der einen grünen Knollenblätterpilz zur Bestimmung mitnimmt - welcher AFAIK auf keiner roten Liste steht - auch nach dem Mikroskopieren auch ordnungsgemäß verzehren :angry:



    Ich vermute/hoffe einmal, dass es sich hierbei um Deine persönliche Auslegung handelt bzw. dass ich die Auslegung falsch verstanden habe.



    Hinsichtlich Verzehrmenge habe ich noch eine Frage in die Runde - ich hoffe, dass ich das nicht in einem Beitrag überlesen habe:
    Ich meine gelesen zu haben, dass man z. B. für Pfifferlinge pro Person maximal 1 kg pro Tag als "Eigenbedarf" angesetzt hat.
    Ist das die gängige Auslegung? Oder dürfen in einem Korb, welcher nur geschützte Arten enthält nur insgesamt 1kg zusammenkommen?


    Oder noch krasser: Bekomme ich schon Probleme, wenn ich 2kg Samtfüße zusammen mit zwei Kilo Austernpilzen aus dem Wald schleppe?


    Mein guter Vorsatz lautet mich zumindest bei Fichtenzapfenrüblingen auf maximal 1kg pro Tag zu beschränken :wink:
    (Ich möchte sie bald zum ersten Mal in meinem Leben verzehren.)


    Nee im Ernst: Kiloweise finde ich bislang keine geschützten Arten - und wenn würde ich auch nicht Mengen mitnehmen, die meinem gesunden Menschenverstand widersprechen [eine Waage würde ich dafür aber nicht in den Wald nehmen :cool:].


    Naja, wenn niemand kiloweise entnommene Wildpilze verkaufen würde, hätte wir dieses Thema wahrscheinlich nicht eröffnet.


    PS: Mein Beitrag soll in keiner Weise Deine Nachforschung und Überlegungen in Schatten stellen; genau der Beitrag eignet sich einfach fantastisch zum Zitieren und Kommentieren für meine Gedanken.


    Das Thema hat mich einfach gejuckt. Ich finde es gut, dass wir hier ein höfliches Forum (in diesen Rahmen bitte auch meinen Beitrag verstehen).


    Viele Grüße,
    Thorsten

    Keine Verzehrfreigabe im Forum: Ich rate hier im Forum gerne bei Pilzbildern mit.
    Wer basierend auf meine Rateversuche Pilze verspeist ist mutig.
    Im Umkehrschluss verpasst man nicht zwingend eine kulinarische Mahlzeit, wenn man einen Pilz nicht verspeist, welchen ich hier Giftpilz nenne.

    Einmal editiert, zuletzt von wildpflanzenfan ()

  • Morcheln und Reherl (Pfifferling) sind bei euch geschützt?
    Uff, ein Grund mehr, in Bayern zu leben!!!


    Apropos, eine solche rote Liste von uns habe ich offen gestanden noch nicht gelesen (schäm).
    Wo finde ich die denn zuverlässig? Googlen?


    Gruß von Brigitte

    Großes Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen. Wilhelm Busch
    :pk:

  • Hallo zusammen, ein Hallo speziell an unsere Brigitte, die wohl nicht aufgepasst hat als sie beim Seminar war :)


    Mit der Roten Liste für Bayern kann Dir geholfen werden :)


    Morcheln und Reherl stehen auch in Bayern unter Schutz, dürfen aber wie in anderen Bundesländer durch eine Ausnahme wieder für den Eigenbedarf gesammelt werden.


    In den meisten Bundesländern gilt hier eine Grenze von 1kg, in manchen, wie zB. in Bayern geht man von 2kg aus. Hier ist immer das Gesamtgewicht aller Pilz im Korb gemeint, welche unter diese Ausnahme fallen. Es ist also nicht gestattet 2kg Steinpilze und 2kg Reherl zu sammeln, da man dann ja schon 4kg und somit 2kg zuviel aus dem Wald tragen würde. Etwas anderes wäre es wenn man 5kg Maronen die ja nicht geschützt sind und 2kg Steinpilze hat, dass wäre in Ordnung.
    Das ganze gilt immer pro Tag und Person. Geht man zu zweit verdoppelt sich die Menge.


    Dann mal zu dem Beitrag von Jürgen, dieser eignet sich ja ganz gut um hier etwas Klarheit zu vermitteln.


    Zitat


    Wer ein wenig mitdenkt und die Natur auch Natur sein lässt, wird niemals in die Verlegenheit kommen etwas getan zu haben das nicht in Ordnung wäre.


    Wer dennoch der Meinung ist den Kofferraum voll machen zu müssen, muss schlussendlich selbst mit sich ins Reine kommen. Wir sollten aber nicht anfangen uns hier im Forum Vorschriften zu machen wer nun wie viel gesammelt hat, warum er das getan hat, ob er denn keine Achtung vor der Natur hätte und dergleichen.


    Hier im Forum wird es jedem selbst überlassen wie er mit der Thematik umgeht, es wird auch niemand da sein der eine eventuelle Strafe übernimmt :)


    Habt Spaß beim Pilze sammeln, aktuell wachsen die Austern und Samtfüsse.


    Herzliche Grüße
    Frank


  • Hier nun endlich mal wieder ein Feedback von mir.....


    :claps::good::bravo:


    :wave: gut gemacht Frank

    Gruß
    Tommi


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    :graduate:

  • Zitat von katinka pid='5733' dateline='1380828599'

    Jedenfalls ist meine heutige Bettlektüre kein Vampirroman :D, sondern die Rote Liste der gefährdeten Pilze in Schleswig-Holstein. Es besteht auch immer noch ein Unterschied ob der Pilz streng geschützt oder besonders geschützt ist. die ich hier aufliste sind "nur" besonders geschützt.


    Hallo Katinka,


    - Ich finde es gut, dass du dieses Thema aufgreifst.


    - Ich finde es gut, dass es seitenweise Kommentare dazu gab!!!


    ---> Und in diesen Kommentaren wurde teilweise auch völlig korrekt
    auf die Unterschiede zwischen "Roten Listen" und "BArtSchutz 2005, mit kleiner Ergänzung 2013" (das wirfst du, sofern ich dich korrekt verstehe) hier noch in einen Topf.
    -------------------------


    - Ich wäre überfordert, jeden "Einzelkommentar" detailliert zu kommentieren und bevorzuge hier in meinen Fundus zu greifen, in dem ich meine Meinung zu diesem Thema in einem Vortrag meinen Ulmer Pilzfreunden vorgestellt habe:


    ---> Artenschutz [Kompatibilitätsmodus].pdf


    -------------------------




    Grüße
    Gerd

  • Hallo zusammen,


    ich möchte euch (nochmals) bitten, jeden verfolgten und ansatzweise nachvollziehbaren Verstoß im Zusammenhang mit der Mykologie in s.l. der behördlicherseits verfolgt / geahndet wurde, an mich mitzuteilen.
    Vorab bitte per pn.
    Es sollte sich dabei aber wirklich um tatsächlich Nachvollziehbares handeln. Also bitte keine Zeitungsausschnitte, oder ich habe gehört, dass, ......
    Bitte nur nachvollziehbare Tatsachen oder schwebende Angelegenheiten mit Ansprechpartner.


    Danke, LG,
    Markus

  • Na Ja,


    und hier mal eine Reaktion von mir zum Thema Pilze Verordnung Wat darf ich Sammeln Rote Liste Wieviel darf ich Sammeln Bundesartenschutz usw.


    Ich würd mir wünschen, das diese Ergebnisse zur Pflichtlektüre wird.


    Pilze Sammeln


    und Ebenso DGfM.


    Und das ALLES bzw. der ganze Text und zwischen den Zeilen gelesen werden kann.


    Wo ich überhaupt keine Lust drauf hab, sind selbsternannte Umweltschützer. Mag das jetzt nicht weiter ausführen.


    LG. Heinz

  • Mein erster Beitrag (tätärätää):
    Hab ich irgendetwas falsch verstanden ? Ich sammel doch nicht den Pilz aus dem Boden, sondern nur den Fruchtkörper, praktisch so wie Äpfel vom Baum pflücken, da nehm ich ja auch nicht den Baum mit...
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass bei dem Vorgang des Abschneidens und kurz Abbürstens im Wald, der Pilz durch die Erschütterung ausreichend Sporen verliert, man sozusagen noch bei der Vermehrung hilft.
    Apropos abschneiden, ich habe da kontroverse Meinungen gehört. Was ist den jetzt wirklich besser für den Pilz - abschneiden oder herausdrehen ?

  • Hallo Pelztierjäger!

    Zitat


    Was ist den jetzt wirklich besser für den Pilz - abschneiden oder herausdrehen ?


    Kannst du dir raussuchen.
    - Unbekannte Pilze braucht man aber zur Bestimmung ganz, deshalb vorsichtig vom Myzel lösen und vollständig ernten.


    - Steinpilz abschneiden wäre Verschwendung, weil dann ein großer Teil der Basis im Boden bleibt, also lockern und rausdrehen


    - Hallimasch rausdrehen wäre sinnlos, weil die geborgene Basis zäh sein kann und wegen des anhaftenden Substrates mehr Arbeit entsteht als dass es Nutzen bringt, deshalb abschneiden.
    - Das gleiche gilt auch für an sich sauberen Pilzen wie Lacktrichterlinge Trompetenpfifferlingen usw.


    - bei Schwefelporlingen/ Riesenporlingen nur unzähe frischgewachsene Teile ernten, deshalb entscheidet sich das wohl eher vor Ort mit dem abschneiden oder ganz ernten


    Einen Beweis, dass die eine oder andere Art für den Pilz schädigender ist, gibt es m.W. nicht, sofern man etwas mit Gefühl und Gehirn arbeitet und sich Zeit lässt.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Hallo Pilzfreunde

    Sicher ist mir auch bekannt das es Pilzarten gibt die unterNatur/Artenschutz stehen. Für mich ist es aber die Frage wenn es viele Pilze gibt und hunderte in den Wald strömen um zu sammeln wie viele kennen wirklich was sie da mitnehmen.
    So kenne ich ein Waldstück wo neben den Birkenpilz derMoorbirkenpilz , der blauende Birkenpilz und auch der Pappelraufuß vorkommt für vieleSammler sind das halt Birkenpilze.
    Nun man kann nicht jeden zu einen Pilzsachverständigenerziehen aber man kann ihnen deutlich machen alte Schinken stehen zu lassen. Ich selbst habe schon gesehen das ein Sammler schimmlige Rotfuß Röhrlinge im Korb hatte und der Korb war reichlich mitbrauchbaren Pilzen gefüllt.

    Aber das ist jetzt nicht das auf was ich hinaus möchte, esist viel mehr warum sind manche Arten so selten. Liegt es einfach nur an der Klimaänderung oder dem fehlenden Symbiose Partner.
    Wie kann es dann sein, das nach Jahrzehnten plötzlich derSchwarzhütige Steinpilz auftaucht?
    Letztes Jahr fand ich einen Wolligen Scheidling der in dergrößten Hitze an einen Birkenstumpf wuchs. Der ist eigentlich total fehl am Platz in unserer Region.
    Wie kam der nun zu uns? Diese Scheidlings Art ist ja einprimär Zersetzer also kann das Myzel was ja der eigentliche Pilz ist nicht Jahrelang da gewesen sein und gewartet haben bis die Temperaturen stimmen um sich halt zu vermehren.
    Ich gehe mal naiv wie ich bin davon aus dass die Sporen überzig Kilometer zu uns getragen wurden und es einfach durch Klimatischen Zufall passte das er fruchtete.
    Anbei noch, mich hat es sehr gereizt dem Pilz zu ernten undzu klonen bzw. einen Sporenabdruck zu nehmen (er zählt ja mittlerweile zu den kultivierbaren Zuchtpilzen), ich habe es nicht getan. Lediglich ein Opfer der Kamera ist er geworden.

    Ich hab aber auch andere Sachen beobachtet. 2014 wuchsen inmeinen Suchgebiet massenhaft Trompetenpfifferlinge und Violette Lacktrichterlinge,. Die Trompeten kamen in so riesigen Mengen vor das man sie wirklich bald mit einer Sense ernten konnte.
    Letztes Jahr gab es nur ganz einzelne Exemplare dafür aberMassen von dem Hohlfuß Lärchenröhrling den ich noch nie dort fand.
    Kann es da sein das wie bei Obst oder Beeren auch eineAlternanz gibt, sprich auf eine üppiges Ernte Jahr ein schlechtes Ernte Jahr?

    Gruß Matthias

    PS, verzeiht mir das ich die erwähnten Arten mit dem bei unsumgangssprachlichen Namen betitelt habe.

  • Hallo Matthias!


    Sind Bedingungen gut für eine Pilzart, so wachsen viele Fruchtkörper.
    Sind die Bedingungen schlecht für die Pilzart, sind eben nur wenige oder keine Fruchtkörper zu finden.
    Manche Pilzarten haben wohl sehr spezifische Befindlichkeiten, so dass sie nur in größeren Abständen mal auftauchen. Könnte natürlich auch eine bewährte Methode sein, nur alle paar Jahre die Energie für Nachwuchs zu opfern.


    Dass sich in den letzten Jahren bei uns Arten vermehrt ansiedeln, die eher wärmebegünstigt wachsen, wird aufgefallen sein.
    Weniger auffällig sind die Arten, die Hitze nicht mögen und verschwinden. Das hält man dann wohl auch mit "Nichtpflücken" und unter Schutz stellen nicht auf.


    Ich halte das ja mehr mit Heinz` Einstellung (die ja gern als Frevel bezeichnet wird): Biotopschutz wäre zielführend, sich Gedanken über die Klimaänderung machen und wie das noch irgendwie passabel aufzuhalten ist mit der Erwärmung.
    Jemanden belehrend den Zeigefinger zu zeigen, weil er unwissend einen falschen Raufuß geerntet hat, wird diejenige Art nicht vor dem Rückgang retten.


    VG Ingo W

    Bezüglich Pilzbildanfragen: Pilz nur von oben ist wie Käfer nur von unten.

  • Zitat von Ingo W pid='33234' dateline='1474235720'

    Ich halte das ja mehr mit Heinz` Einstellung (die ja gern als Frevel bezeichnet wird): Biotopschutz wäre zielführend, sich Gedanken über die Klimaänderung machen und wie das noch irgendwie passabel aufzuhalten ist mit der Erwärmung.
    Jemanden belehrend den Zeigefinger zu zeigen, weil er unwissend einen falschen Raufuß geerntet hat, wird diejenige Art nicht vor dem Rückgang retten.


    VG Ingo W


    Hallo,


    ich denke viel mehr kann man dazu nicht sagen:agree:. Andererseits wird zumindest der Klimawandel auch in unseren Breiten neue, hier unbekannte Arten hervorbringen wie ich in den letzten Jahren schon bemerken konnte.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

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