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Grünblättriger Schwefelkopf ?

  • Hallo Rapunzel!


    So wie Du sagst sind die Lamellen hier eigentlich ohne grüne Töne. dann könnte das durchaus der Graublättrige Schwefelkopf sein. es dürfen hier aber eben keine Grüntöne dabei sein. Gut zu wissen wäre noch die Baumart, wo der gewachsen ist - denn auf Holz wuchs der bestimmt! Also: wenn auf Nadelholz, dann würde das eher für den Graublättrigen sprechen, wobei der Grünblättrige auch selten an Nadelholz vorkommen kann.

    Schlussendlich könnten man mit aller Vorsicht noch eine kleine Geschmacksprobe nehmen, wobei der Graue Mild, der Grünblättrige, oder auch der Ziegelrote Schwefelkopf scharf/bitter schmecken sollte. ABER ACHTUNG: niemals runterschlucken! immer vollständig ausspucken und auch das immer auf eigene Gefahr hin, da es viele giftige Pilze gibt, wo man das überhaupt nicht tun darf, weil die so giftig sind. Da muss man schon die Schwefelköpfe als solche 100%ig erkennen können!


    lg

    Alex

    Wie bei den Pilzen generell, so sind auch meine Angaben grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen!


    Ich bin kein Pilzexperte, nur ein mykologisch interessierter Laie!


    Offizielle Freigaben kann es nur beim Pilzsachverständigen vor Ort geben!

  • Ich hab den Grünblättrigen und den Rauchblättrigen mal auf Bildern verglichen,

    sehen die Grünblättrigen jung hellgrün und später dunkelgrün aus? Auf den Bildern bei 123 Pilze sehen manche Grünblättrigen ähnlich wie die Graublättrigen aus. Oder ich bin farbenblind.

    Ich müsste beide Sorten mal in der Natur nebeneinanderlegen.

  • Die Farbveränderungen an den Lamellen kommen durch die zunehmende Sporenreife zustande. Alle Schwefelköpfe haben schwarzlila Sporenpulver, deshalb kann man die an den Lamellen wenn überhaupt nur im jungen FK Stadium unterscheiden.Ausschlaggebend ist, wie schon erwähnt, der Geschmack und die Farbe an der Stielspitze, die darf beim Rauchblättrigen keinerlei Grün oder Gelbton enthalten.

  • Hallo Rapunzel


    Ich kann da schon einen leichten Grünschimmer in den Lamellen erkennen. Das kann aber auch am Bildschirm liegen. Dieses Problem hatte es schon einmal, auch bei Schwefelköpfen. Der eine erkannte damals auch grüne, der andere graue Lamellen. Wie Alex schon schrieb, lassen diese sich durch eine Kauprobe gut unterscheiden. Der Grünblättrige schmeckt wirklich ekelhaft bitter, den würdest du gerne wieder ausspucken. Der Graublättrige schmeckt ganz angenehm mild. Trotzdem auf jeden Fall wieder ausspucken! Der eine ist stark Magen-Darm-giftig, der andere enthält giftige Blausäure (hitzeinstabil!).


    LG Matthias

    Bei allen online "bestimmten" Pilzen handelt es sich lediglich um Bestimmungsvorschläge.


    Gezeigte Pilze zu 100 Prozent sicher nur über Bilder zu bestimmen ist nicht möglich, deren Verzehr kann im schlimmsten Falle tödlich enden!

    Eine Verzehrfreigabe gibt es ausschließlich vom Pilzsachverständigen/Pilzkontrolleur/Pilzberater vor Ort!


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  • Dieses Problem hatte es schon einmal, auch bei Schwefelköpfen. Der eine erkannte damals auch grüne, der andere graue Lamellen.

    Da bin ich ja etwas beruhigt, ich dachte schon, mit meinem Farberkennen stimmt was nicht.


    Danke, Da_Schwammalmo und DocMarten

    Wenn ich da noch einmal hingehe, werde ich vielleicht einmal eine Kostprobe wagen.

  • Hallo Rapunzel

    Mich würde da auch eine Bebilderung von jungen FK interessieren wenn Du sowieso nochmal hingehst.

    Das Erscheinungsbild von oben auf die alten FK lässt mich zunächst in Richtung grünblättrige tendieren. Von der Unterseite der alten Exemplare Herr sieht mir das auch so aus, als könnten es ausgesporte grünblättrige sein. Ich sehe da vor allem Sporenfarbe und könnte das typische rauchgrau höchstens reindeuten.

    Bin gespannt

    ReikeT

  • Der rauchblättrige hat keine gelben, sondern weissliche stielspitzen.

    Das sind für mich grünblättrige schwefelköpfe.

    Lg jens

    Ich muss sagen, dass ich mich in der Praxis nicht immer leicht tue mit diesem Merkmal. Teilweise scheinen mir die Stielspitzen beim rauchblättrigen deutlich aber schmal weiß, teils deutlich und langgezogen weiß, teils gar nicht erkennbar weißlich. Selbst innerhalb eines Büschels.

  • Hallo,


    Wenn ich mir die Bilder auf voller Helligkeit noch einmal ansehen, seh ich da vor allem am Stiel auch zu intensive gelbe/hellgrün Töne. Der rauchblättrige ist am Stiel (so wie ich ihn kenne) ja etwas wärmer. Hellbraun, gelb und oder minimal orangelich.

    Die Kostprobe interessiert mich jetzt umso mehr


    Liebe Grüße

    Flo

  • Ich sehe auch grundsätzlich von einer Kostprobe ab, wenn zumindest einer der Verwechslungspartner kräftiges Gift besitzt. Ich habe zu geringe biochemische Kenntnisse darüber, welche Gifte auch über Schleimhaut und Speichel aufgenommen werden können und welche nicht. Und wenn ich mir dann noch anschaue, wie viele vormals als essbar oder gering giftig eingestufte Pilze mit der Zeit und den damit einhergehenden Erkenntnissen in ihrer Giftigkeit hochgestuft werden, finde ich mich im Zweifelsfall lieber mit einer nicht ganz zu Ende geführten Bestimmung ab. Im Wesentlichen beschränke ich persönlich Kostproben auf Gallenröhrling und Täublinge

  • Bei uns wächst der Grünblättrige auch sehr viel auf Kiefern und in meiner Weihnachtsbaumplantage auch in Massen auf den absägten Stubben der Nordmanntannen. Leider keine Rauchblättrigen.

    Das der also eher selten auf Nadelholz wächst, kann ich hier bei uns also eher nicht als Ausschlusskriterium benutzen.

    Gruß Rolf

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