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Bitte um Bestätigung

  • Guten Abend zusammen,

    ich habe gestern und heute ein paar Pilze gesammelt und würde mich freuen, wenn ihr meine Bestimmungsversuche bestätigen oder korrigieren würdet.
    Vielen Dank und viele Grüße

    Karoline


    Das sind doch essbare Reizker, oder?


    Und das hier essbare Rotfußröhrlinge?

    Flockenstielige Hexenröhrlinge von gestern…


    …und von heute.


    Und diese beiden hier sind auch von heute, haben aber auf dem Heimweg sehr gelitten. Die sahen wirklich noch schmackhaft aus. Das sind doch auch Hexenröhrlinge, oder?:

  • Hallo,


    die ersten sind ziemlich alte Fichtenreizker. Dann kommen ebenso alte Rotfußröhrlinge und dann Flockies von denen ich nur die jungen Exemplare von den Bildern 1, 2 und 3 verwenden würde. Der Rest ist grenzwertig.

    Und diese beiden hier sind auch von heute, haben aber auf dem Heimweg sehr gelitten.

    Da frage ich mich schon mit was Du diese transportierst? So matschig können die in einem Korb ja gar nicht werden.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Liebe Karoline,


    Jörg hat es ja anscheinend hinbekommen, den abgelichteten Pilzen einen Namen zuzuordnen, aber ich finde das bei den Kunstlichtaufnahmen echt schwer. Die Röhrlinge gehen noch, aber die Reizker haben an meinem Monitor kaum Orange. In der Gesamtheit wäre ich wohl durchaus auf Reizker gekommen, aber gerade der unten in der Mitte erscheint hier von den Lamellen her so gelb und von der Verfärbung her so braun, der hätte fast als Kahler Krempling mit etwas ungewöhnlichem Habitus durchgehen können (ja, OK, das ist übertrieben, aber trotzdem...;)).


    Deshalb die Bitte: Könntest du bei Bestimmungsanfragen Außenaufnahmen machen? Falls du keine Kamera für Standortfotos dabei hast, vielleicht wenigstens tagsüber am Fenster oder auf dem Balkon?


    Zumindest einer der Reizker, dem man links im Bild von oben auf den Hut schaut, sieht für mich wegen der starken Zonierung nicht wie ein Fichtenreizker aus, sondern vielleicht ein Lachsreizker o.ä.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo Sabine,

    Zumindest einer der Reizker, dem man links im Bild von oben auf den Hut schaut, sieht für mich wegen der starken Zonierung nicht wie ein Fichtenreizker aus,

    Du hast gute Augen und damit ist der Fichtenreizker natürlich raus.


    VG Jörg

    Weil Pilze keine Bücher lesen sehen sie selten so aus wie sie sollten

  • Liebe Sabine, lieber Jörg,


    danke für eure Hilfe! Ich werde die Pilze wohl in den Wald zurückbringen und an Baumstämme schmeißen, vielleicht kommt ja in irgendwelchen Folgejahren etwas.

    Beim Suchen habe ich einen normalen (Plastik-) Wanderrucksack dabei, in dem ich Tupperdosen aufrecht transportiere und nicht verschließe. Wenn ich mir unsicher bin, ob etwas einen anderen Pilz "vergiften" könnte, kommt es noch in ein Butterbrotpapiertütchen, das ich aber auch offen lasse.

    Auf dem Heimweg sind die Pilze dann im Fahrradkorb, den ich mit altem Laub ausgepolstert habe.

    Aber der Wadweg ist sehr steinig, wahrscheinlich werden sie da doch zu sehr durchgeschüttelt. Wobei ich die Reizker aus dem Grund extra auf dem Rücken im Rucksack heimtransportiert habe, um das Geschüttel etwas abzumildern. Denn die waren wirklich noch sehr schön, gestern...

    Aber die drei Flockenstieligen Hexenröhrlinge trocknen gerade schön im Dörrautomat vor sich hin.


    Viele Grüße


    Karoline

  • Liebe Sabine, lieber Jörg,


    danke für eure Hilfe! Ich werde die Pilze wohl in den Wald zurückbringen und an Baumstämme schmeißen, vielleicht kommt ja in irgendwelchen Folgejahren etwas.

    hallo

    Warum an einen Baumstamm schmeissen? Ich verstehe das nicht.

    Ausserdem benötigt man einen anständigen Flechtenkorb um Pilze zu sammeln.

    BG Andy

  • He Karoline,

    Ich fänd die Reizker noch ok, also für mich.

    Falls Du die an einen Baum schmeißen möchtest mit Hoffnung auf Vermehrung, würde ich es mit dem Boden einer Kiefer probieren oder Weißtanne, je nachdem, wo du die gefunden hast. Lamellen Seite nach unten. Hoffnung und Geduld mitbringen.

    Grüße

    Reike

  • Danke für die Antworten!

    Ich hatte versehentlich einmal einen geschützten Pilz (Ziegenfuß?) zur PSV gebracht, die meinte, am besten mit Schmackes an den Fundortbaum werfen. Ich bin brav die 25 min zum Fundort geradelt und habe geworfen.

    Und das mit dem Suchen und dem Korb ist ein kleines logistisches Problem, weil ich alles mit dem Fahrrad mache. Ich schnalle den Korb noch zusätzlich ans Rad, der eigentliche Fahrradkorb ist besetzt durch meinen Hund. Und den Korb dann immer an- und abbasteln war mir bisher zu zeitaufwendig...

    LG

    Karoline

  • He Karoline,

    Ich kann mir vorstellen (und hoffe ein wenig), der Ratschlag damals war bildlich gesprochen. Also gemeint war wohl nicht der Wurf gegen den Stamm, sondern die Rückführung des Fruchtkörpers an seinen Fundort.

    Lieben Gruß,

    Reike

  • Seid doch bitte nicht soooo "streng". Sie ist gewiss Anfängerin, und da werden Fehler gemacht. Viel wichtiger ist doch die Tatsache, das Sie Gefallen an dem Hobby hat. Und da kann man eine Menge lernen, das man dann wieder an andere weitergeben kann. Somit sehe ich das positiv.

    Viele Grüße

    Mahatma

  • Hallo zusammen,


    was soll denn daran so unsinnig sein? :/


    Wir machen das bei Pilzkursen bei den einschlägigen hauptberuflichen Pilzkursanbietern immer so:


    Interessante Pilze mitnehmen - im Wald und im Seminarraum vorzeigen, besprechen, mikroskopieren, usw. - am nächsten Tag wieder mit in den Wald nehmen und dort verteilen.


    Im Wald sind nicht mehr benötigte Fruchtkörper doch viel besser aufgehoben als in der Biotonne.


    Das mit dem "an den Baumstamm schmeißen" war vielleicht nicht so wörtlich gemeint, aber vielleicht auch doch, mit dem Hintergedanken, dass der Pilz sich dann besser verteilt. Schaden wird es jedenfalls nicht, die Sporen gehen dadurch ja nicht kaputt.


    Wenn ich Pilze abmache, die mir dann doch zu schimmlig/madig usw. sind, oder die ich nur bei einer Pilzwanderung erläutern möchte, spieße ich die häufig an Fichtenzweigen auf, damit sie schön hoch hängen zum Absporen.Sowas in der Richtung hatte der PSV mit dem geschützten Pilz vermutlich auch im Sinn.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Hallo zusammen,

    ich sammle tatsächlich keine Pilze, bei denen ich nicht die Hoffnung habe, dass ich sie noch essen kann. Aber wenn ich dann beim Putzen Schimmel entdecke oder manche schreiben, dass die Pilze nicht mehr geeignet wären, kommen sie halt doch weg.

    Und zu dem „an den Baum schmeißen“ habe ich ein Zitat aus dem Buch „Grundkurs Pilzbestimmung“ von Rita Lüder.

    Viele Grüße

    Karoline

  • Wenn ich Pilze abmache, die mir dann doch zu schimmlig/madig usw. sind, oder die ich nur bei einer Pilzwanderung erläutern möchte, spieße ich die häufig an Fichtenzweigen auf, damit sie schön hoch hängen zum Absporen.Sowas in der Richtung hatte der PSV mit dem geschützten Pilz vermutlich auch im Sinn.

    Hallo

    Das ist der nächste Unsinn.

    Pilze sollte man dort wieder hinstellen, wo sie wachsen. Dort ist meist der optimale Platz (auch hinsichtlich der Feuchtigkeit, die ein Pilz zur Sporenbildung braucht)

    Wenn ich einen Pilz in die Luft hänge, dann habe ich ihn aus seinem Biotop entfern. Der Pilz wird durch die verstärkte Luftzirkulation austrocknen und keine Sporen verlieren.

    Auf Deutsch, die Vermehrung ist gestoppt!. Das Gegenteil ist erreicht.

    Grüße von der Insel Rügen

  • Hi all,


    Uwe, Du bist heute irgendwie so.. frontal :)


    Also was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann ist, dass wenn man Pilzreste über Jahre ausbringt, dort überproportional viele dieser Arten sich auch ansiedeln, und zwar im Kontrast zu wie es ohne dieses Ausbringen wäre. Bei kleinen Grundstücken mitten in Siedlungen kann man das sehr gut über die Jahre beobachten, wenn auf einem kleinen Teil eines größeren Wohngebiets irgendwenn sehr viel konzentriert sehr viele Arten vorkommen, die man auch dort entsorgt hat und die es auf den umliegenden Grundstücken nicht gibt. Von 4 Grundstücken an völlig unterschiedlichen Standorten kann ich diese Beobachtung schildern (Eltern, Großeltern, Schwester, eigenes).


    Natürlich fliegen auch so jeden Tag Abermillionen Sporen verschiedener Arten durch die Luft und könnten auch auch ohne Zutun ansiedeln. Und natürlich müssen die Mikrostandortbedingungen eine Ansiedlung der jeweiligen Arten grundsätzlich ermöglichen inkl ggf nötiger Mykorrhizapartner. Und natürlich funktioniert es nicht so, dass man im einen Jahr einen Fruchtkörper wo hinlegt und dann nur noch mit dem Messer in der Hand auf die Ernte an selber Stelle im nächsten Jahr warten braucht. Und dennoch scheint dieses Pilzreste vor Ort Entsorgen die Ansiedlungschancen geradezu zu katapultieren. Kann ja kein Zufall sein.


    Wüsste auch nicht, was aus wissenschaftlicher Sicht dagegen sprechen sollte. Pilze vermehren sich nun Mal über Sporen. Und dass man Fruchtkörper absichtlich an einem Ort absporen lassen kann, weiß jeder, der schonmal einen Sporenfarbentest unternommen hat.


    Liebe Grüße

    Reike

  • Moin, moin,


    insgesamt wird um das Thema mE ohnehin zu viel „Aufregung“ verbreitet. Als ob es für Pilze relevant wäre, ob Pilzsammler ab und zu mal einen Fruchtkörper in den Baum hängen oder auf die Erde legen oder von mir aus auch einfach auf dem Kompost entsorgen. Die Art wird dadurch weder aussterben noch zu ungeahnten Höhenflügen ansetzen. Also, nicht zanken ✌🏼

    Cheerio!

  • Moin zu euch, da habe ich auch noch eine Frage. Zum Pilzkörbchen. In einem älteren Pilzbuch habe ich gelesen, daß man ein Körbchen benutzen soll, weil man damit unterwegs die Sporen verteilt. So ein Korb hat ja Löcher. Und ist es nicht auch so, daß sehr viele Pilze in Wegnähe wachsen? Wo die Korbsammler ihre Pilze transportierten?

    Naja einen Korb schleppe ich nie mit, der steht aber im Auto als Sammelstation für den Transport.

    Wir sammeln in diesen Gemüsebeuteln aus dem Edeka. Die sind genäht aus ich sag mal Gardinenstoff. Haben Löcher, saugen nicht, sind luftig, lassen sich waschen und passen in jede Hosentasche.

    Viele Grüße, Donna Wetter

  • Ich sammele seit Jahr und Tag mit Stoffbeuteln. Ist aber wirklich nicht optimal, gerade Die Ziegenlippen, Rotfüße und Goldröhrlinge leiden doch teilweise recht arg. Von Birkenpilzen ganz zu schweigen.


    Eigentlich würde ich mir gerne etwas Basteln, mit dem ich die Hände frei habe. So etwas wie einen Rucksack, den ich mit "Korb Schubladen" füllen kann. Aber aktuell habe ich zuviele Projekte, die wichtiger sind.

  • Hallo Donna

    Wir sammeln in diesen Gemüsebeuteln aus dem Edeka. Die sind genäht aus ich sag mal Gardinenstoff. Haben Löcher, saugen nicht, sind luftig, lassen sich waschen und passen in jede Hosentasche.

    Ich nehme an, das ist so ein netzartiger Beutel, oder? Ich denke durch die Löcher im Beutel verteilst du die Sporen damit auch optimal und wenn dir die Pilze darin nicht kaputt gehen, sehe ich kein Problem dadran. Ich sammle auch gerne mit einem netzartigen Pilzbeutel und wenn mir jemand sagt, Pilze sammelt man nur mit dem Korb, lade ich ihn gerne mal ein bei mir im steilen Gelände mit einem Korb zum Sammeln ein. ^^ Allerdings habe ich mir jetzt extra einen Korbrucksack bestellt, da ein Korb eben für gewisse Pilze schon praktisch ist und sie sich darin am besten halten. Der Rucksack ist nicht schlecht, allerdings finde ich er könnte noch ein paar Seitentaschen mehr bzw. grössere Seitentaschen haben: Korbrucksack für Pilze


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Nö, frontal ist das nicht. Aber wenn man immer wieder so einen Unsinn lesen muß, .......................

    Also, so wie ich es sehe, stehen sich jetzt erstmal zwei relativ plausible Theorien gegenüber.


    Du sagst, wenn man Pilze vom Boden entfernt, trocknen sie schneller aus, als sie eine nennenswerte Menge an Sporen abgeben können.


    Ich sage, wenn ich Pilze in luftige Höhe hänge, werden eine ganze Weile Sporen freigesetzt, und zwar auch in ein Gebiet hinein, in dem das Myzel, das den Pilz gebildet hat, nicht ohnehin schon sitzt.


    Wenn du meine Theorie als Unsinn abtust, weißt du doch sicherlich von einer Studie, die deine Theorie untermauert. Das würde mich interessieren.


    Beste Grüße

    Sabine

  • Es gab mal ein Beitrag von einer Pilzexpertin zu diesem Thema.. Aber auch eigene Beobachtungen über das Absporverhalten untermauern das.

    Fatal aussehen würde es zusätzlich, wenn überall in Bäumen Pilze langsam vergammeln. Drittens gehören die Pilze an ihrem Wuchsort. Sie sind auch Teil einer Nahrungskette für alle möglichen kleinen Tiere und Insekten. An Bäumen wird das nicht richtig funktionieren. Auch können dann Tiere Sporen verbreiten.

    Grüße von der Insel Rügen

  • Hallo Uwe,


    ah, OK. Also genauso wie bei mir eine persönliche Präferenz, die du dir aus dem zusammengebastelt hast, was dir sinnvoll erscheint.


    Auf dieser Grundlage andere Meinungen, die mit ähnlichem Vorgehen zu einem anderen Schluss kommen, so drastisch als "Unsinn" abzuqualifizieren, finde ich unfreundlich.


    Beste Grüße

    Sabine

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